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Wegen Antiepileptikums: Tausende Kinder mit Missbildungen geboren

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Wie gefährlich ist Valproat?  

Tausende Kinder haben wegen Antiepileptikums eine Missbildung

20.04.2017, 15:55 Uhr | AFP

Wegen Antiepileptikums: Tausende Kinder mit Missbildungen geboren. Eine Schwangere sitzt beim Arzt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Symbolbild/shironosov)

Das Medikament Valproat steht im Verdacht, bei Schwangeren zu Fehlbildungen des Kindes zu führen (Quelle: Symbolbild/shironosov/Thinkstock by Getty-Images)

Frauen, die während der Schwangerschaft Valproat zu sich nehmen, haben ein vierfach erhöhtes Risiko, ein Kind mit schweren Missbildungen auf die Welt zu bringen. Zu diesem Ergebnis kommt die französische Arzneimittelaufsicht ANSM. Auch in Deutschland wird das Mittel verkauft.

Bis zu 4100 Kinder sind in Frankreich wegen des Antiepileptikums Valproat mit schweren Missbildungen auf die Welt gekommen. So die ersten Schätzungen der französischen Arzneimittelaufsicht ANSM.

Untersucht wurden Geburten seit der Einführung des Medikaments Depakine mit dem Wirkstoff Valproat im Jahr 1967. Der Wirkstoff steht offenbar im Zusammenhang mit "Spina bifida" (offener Rücken), einer Fehlbildung im Bereich des Rückens, aber auch mit weiteren Anomalien. Das vom französischen Pharmariesen Sanofi hergestellte Medikament wird gegen Epilepsie verschrieben. Der Wirkstoff wird auch gegen bipolare Störungen eingesetzt.

Valproat darf Schwangeren nur noch in Ausnahmefällen verschrieben werden

Seit Anfang der 1980er Jahre ist die Gefahr von Missbildungen bei Babys bekannt. Betroffene Familien gehen in Frankreich mit juristischen Mitteln gegen Sanofi vor. Sie werfen dem Pharmakonzern vor, schwangere Frauen nicht hinreichend informiert zu haben. Seit 2015 darf Valproat schwangeren Frauen oder Frauen in gebärfähigem Alter nur noch verschrieben werden, wenn andere Medikamente nicht anschlagen.

Valproat wird auch in Deutschland eingesetzt. Zahlen zu möglichen Missbildungen wegen einer Einnahme des Medikaments während der Schwangerschaft liegen aber nicht vor, wie die Bundesregierung im Januar in einer Antwort auf eine kleine Anfrage im Bundestag erklärte. Demnach wurden valproathaltige Arzneimittel in Deutschland in der Vergangenheit aber deutlich weniger häufig verschrieben als in Frankreich.

Valproat könnte auch negativen Einfluss auf IQ des Kindes haben

Valproat steht zudem im Verdacht, sich auf den Intelligenzquotienten der Kinder auszuwirken. Eine 2013 veröffentlichte Studie der Emory University in Atlanta ergab, dass der IQ von Kindern bis ins Schulalter leiden kann, wenn die Mütter den Wirkstoff während der Schwangerschaft eingenommen haben.

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