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Einkaufswagen verteidigen ist erlaubt

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Einkaufswagen verteidigen ist erlaubt

| ts, dpa, t-online.de

Einkaufswagen verteidigen ist erlaubt. Vom Einkaufswagen anderer Kunden sollte man besser die Finger lassen.  (Quelle: imago)

Vom Einkaufswagen anderer Kunden sollte man besser die Finger lassen. (Quelle: imago)

Wenn im Kaufhaus zwei Schnäppchenjäger aufeinandertreffen, kann das schnell zu einer Rangelei führen. Besonders, wenn einer dem anderen den Einkaufswagen klaut und damit zur Kasse geht. Um den Wagen darf man kämpfen, so ein Urteil. Wir erklären, was man im Supermarkt darf, und was man besser lassen sollte.

Einkaufswagen darf verteidigt werden

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelte vor kurzem im Zuge einer Schnäppchenjagd: Ein 48 Jahre alter Mann hatte einen besonders günstigen Backofen entdeckt und das Einzelstück in seinen Einkaufswagen gepackt. Als er diesen kurz unbeaufsichtigt ließ, nahm eine 67-Jährige den Wagen samt Backofen und ging damit zur Kasse. Der Mann eilte der Frau hinterher und entriss ihr den Wagen. Dabei wurde die Rentnerin leicht an einem Finger verletzt. Sie rief die Polizei und erstattete Anzeige wegen Körperverletzung.

Fremde Einkaufswagen sind tabu

Doch laut Staatsanwaltschaft hätte die Frau den Einkaufswagen nicht nehmen dürfen. Sie habe damit in "verbotener Eigenmacht" gehandelt. Der Mann wiederum habe, als er den Wagen an sich riss, von seinem Selbsthilferecht Gebrauch gemacht. "Die Tat des Mannes war gerechtfertigt", er habe "nicht rechtswidrig gehandelt", so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Die Schnäppchenjagd bleibt somit ohne strafrechtliche Konsequenzen.

Schokoriegel besser erst nach dem Zahlen anbeißen

Und wie ist die Rechtslage, wenn man schon vor dem Bezahlen die Ware öffnen und verzehren möchte? Laut Gesetz ist es nicht erlaubt, vor der Kasse einen Schluck aus der Flasche zu nehmen oder das Kind einen Schokoriegel essen zu lassen. "Ich erwerbe das Eigentum erst, wenn ich die Ware bezahlt habe", erklärt Axel Haentjes vom Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels. Allerdings tolerieren es viele Händler, wenn Kunden die geöffnete Packung auf das Kassenband legen. Haentjes rät jedoch davon ab, um Missverständnisse zu vermeiden. Legt ein Kunde die geöffnete Packung ins Regal zurück, sei das eine Unterschlagung und strafbar.

Bei Pfandflaschen auf das Symbol achten

Ob eine Pfandflasche zerbeult ist oder das Etikett zerrissen, spielt bei der Rückgabe keine Rolle. "Wichtig ist, dass das Pfandzeichen noch lesbar ist", erklärt Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. "Wenn der Automat die Flasche nicht annimmt, ist der Händler verpflichtet, sie von Hand zurückzunehmen." Das gilt allerdings nur für Einweg-Flaschen, die nach der Rückgabe ohnehin gepresst werden, nicht für Mehrwegflaschen.

Öffnen verpflichtet nicht generell zum Kauf

"Das Öffnen der Verpackung verpflichtet zum Kauf". Diese Schild findet sich in vielen Läden, aber stimmt es auch? Nein. "Wenn man nichts kaputt macht, darf man schon mal in eine Verpackung schauen, um zu sehen, ob alle Teile drin sind", erklärt Valet. Allerdings darf die Verpackung nicht beschädigt werden. Anders sieht es bei Lebensmitteln aus, die durch das Öffnen unverkäuflich werden.

Probieren kann als Diebstahl gelten

Am Obststand eine Traube probieren oder in der Drogerie das Deo testen - das gehört für viele zum Einkauf dazu. Doch Vorsicht: Wer einfach im Laden etwas benutzt, macht sich strafbar. "Man kommt da nicht gleich ins Gefängnis", räumt Valet ein, "aber man kann schon Probleme bekommen." Auf der sicheren Seite ist ein Kunde, wenn er zuvor beim Verkäufer fragt, ob er ein Produkt testen darf. Außerdem: Man möchte ja auch selbst keine benutzten Waren kaufen.

Kaputte Ware muss bezahlt werden

Dass beim Einkauf ein Joghurt oder eine Packung herunterfällt und dabei kaputt geht, ist den meisten schon mal passiert. Was die wenigsten wissen: Eigentlich müssen sie den Schaden ersetzen, auch wenn sie das Produkt noch nicht gekauft haben. In den meisten Fällen verzichten die Geschäfte allerdings aus Kulanzgründen auf eine Erstattung.

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