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Koriander: Seifengeschmack liegt in den Genen

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Fünf Koriander-Fakten  

Seifengeschmack stammt nicht vom Kraut

17.07.2014, 12:39 Uhr | RS

Koriander: Seifengeschmack liegt in den Genen. Nicht nur als Gewürz-, sondern auch als Heilpflanze kann Koriander genutzt werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nicht nur als Gewürz-, sondern auch als Heilpflanze kann Koriander genutzt werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Koriander ist besonders in der asiatischen Küche beliebt und kommt immer häufiger auf deutsche Teller. Doch nicht jeder mag den Geschmack. Am Koriander scheiden sich die Geister. Viele finden, dass das Kraut nach Seife schmeckt und können es nicht ausstehen. Warum das so ist und was Sie sonst noch alles über das grüne Kraut wissen sollten, erfahren Sie hier.

Koriander (Coriandrum sativum) wird seit Jahrhunderten als Gewürzpflanze verwendet. Die einjährige Pflanze stammt vermutlich aus dem Mittelmeerraum. Sie wird je nach Ort 30 bis 90 Zentimeter hoch und ähnelt mit ihren fedrigen Blättern unserer Petersilie. Verwendung finden von der Pflanze nicht nur die grünen Pflanzenteile wie Blätter und Stängel, sondern auch die Samen werden genutzt. Getrocknet und gemahlen sind sie Bestandteil in vielen Gewürzpulvern wie in Curry und Lebkuchengewürz.

Seifengeschmack liegt in den Genen

Für Kontroversen sorgt der Geschmack des Korianders. Die Samen schmecken würzig-süß und sind deswegen auch für süße Speisen sehr beliebt. Das Koriandergrün jedoch schmeckt nicht jedem. Den frischen, leicht bitterscharfen Geschmack empfinden viele als seifig und verschmähen deswegen das Kraut. Wieso das so ist, war lange ungeklärt. Doch Forscher fanden heraus, dass die Ursache für die unterschiedlichen Geschmäcker tatsächlich in den Genen liegt. In einer Studie von 2012 fanden die Forscher im Erbgut ein Gen, das für einen bestimmten Geruchsrezeptor codiert. Besitzt eine Person dieses Gen zweifach, dann reagiert der Rezeptor stärker auf das Seifige im Koriander und die Person empfindet das Kraut als ekelhaft seifig.

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Seifig oder aromatischer Geschmack - Finden Sie Koriander lecker?

Geschmacks- und Erbgutforscher betonen aber, dass man sich mit der Zeit auch an den Geschmack gewöhnen kann. Denn nicht nur die Gene entscheiden darüber, ob man Koriander liebt oder hasst. Auch der kulturelle Einfluss spielt eine große Rolle, wie auch statistische Werte zeigen. Denn in Europa gibt es 17 Prozent Korianderhasser. In Südostasien hingegen, wo viel mit Koriander gekocht wird, gibt es nur drei Prozent, die Koriander verabscheuen.

Für Süß und Salzig sehr beliebt

Bekannt wurde Koriander vor allem als grünes Blatt in asiatischen Gerichten wie Salaten oder Thai-Currys. Doch auch in Spanien wird es in der Küche verwendet. So ist der Hauptbestandteil der berühmten "Mojo verde"-Salsa nichts anderes als ein Gemisch aus Koriandergrün und Petersilie. Wer etwas neues ausprobieren will, der wagt sich an ein Pesto mit Koriander statt Basilikum. Oder setzt das Kraut in der süßen Küche ein. Zusammen mit Früchten wie Bananen oder Mango entsteht ein exotischer Smoothie.

Koriander für Küche und Garten

Erhältlich sind die Samen als Gewürz im Supermarkt. Aber auch die Pflanze kann man im Topf im Supermarkt erstehen. Wer gerne mit Koriander kocht, kann aus dem Saatgut Koriander im Garten oder auf dem Balkon selbst züchten. Wichtig ist ein sonniger bis halbschattiger Platz und ausreichend Wasser. Damit kann man schon im Frühjahr beginnen, da die Pflanze auch leichtem Frost standhält.

Die Blätter sollten frisch verwendet werden, da sie so am aromatischsten sind. Kühl und luftdicht an einem dunklen Ort gelagert, halten sich die Koriandersamen jedoch bis zu drei Jahre. Wichtig ist aber, gemahlenen Koriander immer frisch zu kaufen oder selbst zu mahlen, da das Pulver sonst seinen aromatischen Geruch verliert.

Koriander wird auch als Heilpflanze genutzt

Koriander ist nicht nur als Gewürz top. Auch als Heilpflanze wird das Kraut vielseitig eingesetzt. Es wirkt appetitanregend, verdauungsfördernd und krampflösend und kann chronische Entzündungskrankheiten lindern. Deswegen ist Koriander oft Bestandteil in Medikamenten für Magen- und Darmbeschwerden. Korianderöl soll sogar wie ein natürliches Antibiotikum wirken. Das Öl soll multiresistente Keime bekämpfen können und fördert die Ausleitung von Giftstoffen aus dem Körper. Auch als Tee aufgebrüht entfalten Samen und Blätter ihre heilende Wirkung auf die Verdauung.

Es loht sich also als Korianderhasser seinen Ekel zu überwinden und öfter zu dem gesunden Kraut zu greifen!

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