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Fort Jefferson: Dieses Gefängnis liegt im Paradies

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Fort Jefferson  

Dieses Gefängnis liegt mitten im Paradies

11.02.2016, 12:23 Uhr | A. Jäger

Fort Jefferson: Dieses Gefängnis liegt im Paradies. Fort Jefferson liegt auf einer Insel am südlichen Ende der Florida Keys. (Quelle: picture alliance/© Bruce Coleman/Photoshot)

Fort Jefferson liegt auf einer Insel am südlichen Ende der Florida Keys. (Quelle: picture alliance/© Bruce Coleman/Photoshot)

Wer sich fragt, an welche Traumstrände der Bachelor seine Kandidatinnen in der letzten Sendung entführte, hier die Lösung: Es ging per Wasserflugzeug zu den Dry Tortugas in Florida. Im Hintergrund ist sogar Fort Jefferson zu sehen – ein ehemaliges Gefängnis mitten im Paradies. Schauen Sie sich das Gefängnis auch in unserer Foto-Show an.

Dieses Gefängnis dürfte für seine Gefangenen wohl die reinste Qual gewesen sein. Denn wer aus der Festung einen Blick nach draußen warf und das paradiesisch türkise Wasser sah, war wohl umso deprimierter, dass er nicht einfach die Mauern verlassen und ins frische Nass springen konnte. Glücklicherweise ist Fort Jefferson jedoch seit über 100 Jahren kein Gefängnis mehr. Heute können Touristen die Insel mit dem eindrucksvollen sechseckigen Gebäude besuchen. 

Fort Jefferson liegt auf einer Insel im Nationalpark der Dry Tortugas, einer unbewohnten Inselgruppe im Golf von Mexiko vor Florida (USA). Nicht weit entfernt (110 Kilometer) liegt das Künstler-Mekka Key West. Von dort aus unternehmen viele Touristen einen Tagesausflug zu Fort Jefferson, denn die Insel lockt mit zahlreichen Tauch- und Schorchelspots sowie erstklassigen Stränden.

Noch heute stehen die Kanonen

14 Meter ragen die Mauern des Forts aus dem Meer heraus. Doch zwischen den roten Ziegelsteinen und dem Golf von Mexiko liegt noch eine Barriere, die Gefangene an der Flucht hindern und Eindringlinge am Betreten der Festung hindern sollte: ein Burggraben, der in der prallen Sonne fast wie ein Swimmingpool anmutet. Ein Steg führt einmal um die nach US-Präsident Thomas Jefferson benannte Festung herum, der sich wiederum prima zum Spazieren und Erkunden eignet.

1825 wurde erstmals an dem Fort gebaut: Ein Leuchtturm warnte Schiffe und Boote vor Korallenriff und Insel. Erst 21 Jahre später wurde das eigentlich Fort errichtet. Damals diente es noch als Militärfort, in dem 450 Kanonen und 1500 Mann untergebracht werden konnten. Die Soldaten schliefen in Holzhütten und Zelten im Innenhof.

Haftentlassung als Dankeschön

1867 kam es zu einer erschütternden Gelbfieberepidemie in der Festung. Diese konnte kaum aufgehalten werden, da das medizinische Personal noch vor den Soldaten erkrankte und verstarb. Glück im Unglück: Der inhaftierte Arzt Samuel Mudd konnte viele erkrankte Soldaten erfolgreich behandeln und so eine weitere Ausbreitung verhindern. Zum Dank wurde er mit der sofortigen Freilassung belohnt.

Während des Bürgerkrieges begann die US-Regierung, Fort Jefferson als Gefängnis für Fahnenflüchtige und politische Gefangene zu nutzen. Auch diejenigen, die an der Ermordung Abraham Lincolns beteiligt waren, saßen hier eingesperrt. Die Funktion als Gefängnis blieb über den Bürgerkrieg hinaus erhalten. Erst 1874 nach einigen Hurrikanen und Gelbfieberepidemien, verließ das Militär die Festung. Während des spanisch-amerikanischen Krieges und auch während des Ersten Weltkrieges wurde es erneut immer mal wieder von der Armee besetzt.

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Der Nationalpark Dry Tortugas

Heute gibt es geführte Touren durch Fort Jefferson und auch durch den Nationalpark Dry Tortugas, der lediglich mit dem Wasserflugzeug, per Fähre oder Boot erreicht werden kann. Doch ein Ausflug lohnt sich: Denn neben dem historisch bedeutenden Bauwerk findet man dort auch einen tollen Strand und im Korallenriff auch tolle Plätze zum Schnorcheln. Die Eintrittsgebühren liegen bei fünf Dollar pro Person.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Nationalparks.

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