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Haushalt: Die fünf schlimmsten Putzfehler

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Essig greift Naturstein an  

Die fünf schlimmsten Putzfehler

07.05.2014, 16:22 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Haushalt: Die fünf schlimmsten Putzfehler. Putzen: Die fünf schlimmsten Putzfehler. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Beim Putzen kann viel falsch gemacht werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hartnäckige Kalkflecken, verstaubte Fenster und unschöne Ablagerungen in der Toilette: Wer den Kampf gegen die Verschmutzungen aufnimmt, kann eine ganze Menge falsch machen. So greift Essig beispielsweise Naturstein an und ein Mix aus WC-Reinigern kann schnell zu einer Gefahr für die Gesundheit werden. Diese fünf Putzfehler sollten Sie vermeiden. 

Essig ist im Haushalt ein wahrer Alleskönner. Er beseitigt effektiv Kalk und unangenehme Gerüche. Doch nicht jede Oberfläche verträgt die Säure. So kann Essig Zementfugen auflösen und sollte daher nur stark verdünnt zum Einsatz kommen. Auch bei Silikonfugen schadet Essig mehr als dass er nutzt. Er greift das Material an und zerstört die Schimmelpilz hemmenden Wirkstoffe, die in den meisten Silikonen enthalten sind. Auch wer Natursteinflächen wie beispielsweise Marmor, Schiefer oder Granit zu Hause hat, sollte die Finger von Essig lassen, warnen die Steinhersteller. Das Material sei sehr empfindlich gegenüber Säuren. Sogar verschütteter Fruchtsaft, der nicht aufgewischt wird, könne zu dauerhaften Flecken führen. Auch stark fettlösende Reinigungsmittel, Scheuerpulver, Schmierseife und Scheuerschwämme würden dem Stein schaden. Besonders bei Naturstein sollte man bei der Reinigung daher immer den Herstellerempfehlungen folgen.

WC-Reiniger auf keinen Fall mischen

Wer hartnäckigen Urinstein entfernen möchte, hat eine große Auswahl. Neben Essigessenz und Zitronensäure finden sich in den Supermarktregalen auch Chlorreiniger. Doch wer die verschiedenen Wirkstoffe miteinander vermischt, gefährdet seine Gesundheit. Die meisten handelsüblichen WC-Reiniger enthalten entweder organische Säuren wie Essig- und Zitronensäure oder anorganische Säuren wie Natriumhydrogensulfat oder Phosphorsäure, um den Kalk zu lösen. Diese dürfen auf keinen Fall mit Chlorreinigern in Berührung kommen. Denn dann entstehen giftige Chlordämpfe. Diese können auch dann entstehen, wenn man die Reiniger nacheinander benutzt, da jedes Mittel auch kleinste Partikel in die Raumluft abgibt. Man sollte sich daher immer nur für einen Reiniger entscheiden und diesen am besten nur bei offenem Fenster einsetzen. Denn wer die Dämpfe von Spezialreinigern einatmet, dem drohen Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und sogar Atembeschwerden. Daher gilt: Immer nur so viel Reinigungsmittel benutzen wie nötig.

Küchenschwämme nicht vergessen

Ob Salmonellen, Campylobacter oder Darmkeime: Die meisten Keime lauern in der Küche. Verschmutzte Tücher, Schwämme und Bürsten, die zur Reinigung von Geschirr und Küche verwendet werden, können Krankheitserreger verbreiten und damit eine Gefahr darstellen, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Je öfter in der Küche rohe Lebensmittel verarbeitet werden, desto öfter sollte man auch die verwendeten Reinigungshelfer austauschen, so die klare Empfehlung. Doch in vielen Haushalten gehen Schwamm und Lappen schnell vergessen und werden über einen langen Zeitraum hinweg verwendet. Erst wenn diese unangenehm riechen, fällt auf, wie lange sie bereits im Einsatz sind.

Doch krankmachende Keime können sich auch dann schon vermehrt haben, wenn der Schwamm noch normal riecht. Das BfR rät sogar, auf Schwämme in der Küche komplett zu verzichten: „Insbesondere in feuchten Tüchern und Schwämmen können sich Bakterien bei Raumtemperatur sehr schnell vermehren. Schwämme sind für Reinigungsarbeiten in der Küche weniger gut geeignet, weil sie nur langsam trocknen und in der Regel nicht oft genug ausgetauscht werden.“ Besser seien Reinigungstücher, die nach dem Gebrauch gut getrocknet und mindestens einmal in der Woche bei 60 Grad gewaschen werden sollten. Wichtig sei zudem, für Geschirr, Arbeitsflächen und Fußböden getrennte Reinigungstücher zu verwenden.

Wer auf Schwämme nicht verzichten möchte, dem rät der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e.V. (IKW) an heißen Tagen täglich den Schwamm zu wechseln, sonst einmal in der Woche, spätestens aber, wenn er riecht. Dann gehöre er bei 60 Grad mit einem Vollwaschmittel in die Waschmaschine.

Finger weg von Desinfektionsmitteln

Aus Angst vor Bakterien und Keimen greifen viele regelmäßig zu Desinfektionsmitteln. Doch davon sollte man besser die Finger lassen, warnt die Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH). Auch ohne Desinfektionsmittel werde im Haushalt alles sauber. Die Mittel seien überflüssig und gesundheitsschädlich. Zum einen gelangten sie durch die Abwässer in die Kläranlagen, wo sie das Zusammenspiel von Bakterienstämmen zerstören und so deren Reinigungswirkung mindern. Zum anderen würden sie die natürlichen Bakterien dazu bringen, Resistenzen gegenüber Antibiotika zu entwickeln.

Doch auch bei der direkten Anwendung sind die Mittel riskant. Besonders gefährlich seien Desinfektionsmittel aus Druck-Spraydosen, warnt die VZHH. Die verteilten Tröpfchen seien so fein, dass sie trotz der Schleimhäute in Nase und Rachen bis in die Atemwege des Brustraumes wandern könnten. Zudem enthielten Desinfektionsmittel Stoffe, die Allergien und Ekzeme auslösen können, so die Warnung. Der weitere Einzug der Mittel sollte am besten im Keim erstickt werden, wünscht sich die VZHH und rät, einfache Putzmittel wie milde Allzweckreiniger zu verwenden.

Vorsicht Kratzer: Fensterlappen immer wieder ausspülen

Wer Wert auf glänzende Fensterscheiben ohne Schlieren legt, sollte seine Fenster nicht bei Sonnenschein putzen. Denn durch die Wärme trocknet das Reinigungswasser schneller und die Zeit zum Nachwischen fehlt. Ein bewölkter Tag eignet sich für die Fensterreinigung am besten. Mehr Zeit gewinnt man zudem auch mit kühlem Wasser, da dies ebenfalls nur langsam verdunstet. Wer abschließend mit einem Küchenkrepp oder einem Fensterleder nachwischt, beugt den unschönen Streifen am besten vor.

Auch mit Reinigungsmitteln sollte man sparsam umgehen, da Rückstände ebenfalls Streifen hinterlassen können. Schwämme und Scheuermittel sind für Fenster nicht geeignet, weil diese das Glas zerkratzen. Wichtig ist zudem, dass während des Fensterputzens der Lappen immer wieder gründlich ausgewaschen wird. Denn gerade an der Außenseite der Scheiben sammelt sich viel Sand und Staub an. Bleibt der Schmutz am Lappen haften, kann dieser die Oberfläche ebenfalls beschädigen.

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