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Zucker: Schon ein Glas Apfelsaft ist zu viel

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Empfehlung zum Zuckerkonsum  

Forscher: Schon ein Glas Apfelsaft ist zu viel

17.09.2014, 19:13 Uhr | cme

Zucker: Schon ein Glas Apfelsaft ist zu viel. In einem Glas Apfelsaft stecken bis zu 24 Gramm Zucker.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Montage: t-online.de)

In einem Glas Apfelsaft stecken bis zu 24 Gramm Zucker. (Quelle: Montage: t-online.de/Thinkstock by Getty-Images)

Zucker schadet der Gesundheit - das ist bekannt. Erst vor wenigen Monaten senkte die Weltgesundheitsorganisation WHO ihre Empfehlung zum Zuckerkonsum deutlich - auf maximal sechs bis acht Teelöffel am Tag. Das entspricht etwa einem Glas Apfelsaft. Doch nun sagen britische Forscher: Auch diese Menge ist noch zu viel - zumindest, wenn es um die Zähne geht.

Bis vor kurzem galt die WHO-Empfehlung, maximal zehn Prozent des täglichen Energiebedarfs durch Zucker zu decken. Im März senkte die Gesundheitsorganisation diesen Wert auf fünf Prozent. Frauen sollten demnach nicht mehr als 24 Gramm Zucker zu sich nehmen - etwa sechs Teelöffel -, Männer maximal 30 Gramm.

Vier Teelöffel Zucker täglich sind für Frauen genug

Wie schnell diese Menge erreicht ist, zeigt ein Blick in die Kalorientabelle. So hat bereits ein 200-Milliliter-Glas Apfelsaft 24 Gramm Zucker, ein 200-Gramm-Becher Fruchtjoghurt liefert 27 Gramm.

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Zu viel für die Zähne, schreiben die Wissenschaftler vom University College London und der London School of Hygiene and Tropical Medicine im Fachmagazin "British Medical Journal". Um Karies zu verhindern, sollte die Zuckermenge höchstens drei Prozent der täglichen Kalorien betragen. Für Frauen wären dies etwa 14 Gramm Zucker - rund vier Teelöffel.

Schon kleine Mengen Zucker fördern Karies

Die Forscher werteten verschiedene Studien aus, die sich mit dem Zuckerkonsum und dessen Auswirkungen auf die Karieshäufigkeit in der Bevölkerung beschäftigt hatten. Dabei zeigte sich, dass Kinder, die etwa fünf Prozent der Kalorien über Zucker aufnehmen, rund doppelt so häufig Karies entwickeln wie Kinder, die fast keinen Zucker essen.

Die Wissenschaftler um Professor Philip James wiesen darauf hin, dass Karies nicht nur ein gesundheitliches, sondern auch ein finanzielles Problem sei: Ihm zufolge machen Zahnbehandlungen zwischen fünf und zehn Prozent der Gesundheitskosten in Industrieländern aus.

100 Milliliter Limonade sind genug

Für viele Menschen dürften die Empfehlungen jedoch an der Realität vorbei gehen. So stecken in 100 Milliliter Limonade bereits zwölf Gramm Zucker, in einer 0,33-Liter-Dose bis zu 40 Gramm. Eine Tafel Vollmilchschokolade liefert sogar 56 Gramm von dem Süßungsmittel.

Und auch andere Lebensmittel enthalten jede Menge Zucker: So steckt in 250 Gramm Leberwurst die Zuckermenge von drei Würfeln, manche Kekssorten und Buttergebäck beinhalten je 100 Gramm bis zu neun Würfel Zucker.


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