Startseite
Sie sind hier: Home > Lifestyle > Gesundheit > Ernährung >

Diese Ernährung hemmt Entzündungen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Ernährungsmediziner gibt Tipps  

Diese Lebensmittel hemmen Entzündungen im Körper

17.08.2015, 16:40 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Diese Ernährung hemmt Entzündungen. Wer möglichst buntes Obst und Gemüse isst, beugt Zivilisationskrankheiten vor. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer möglichst buntes Obst und Gemüse isst, beugt Zivilisationskrankheiten vor. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Entzündungen im Körper sind häufig: Manche Betroffenen bekommen sie beispielweise in Form von Gelenkbeschwerden und Darmproblemen zu spüren. Doch viele bleiben unbemerkt – mit oft gefährlichen Folgen. Mit der richtigen Ernährung lässt sich vorbeugen. Ein Ernährungsmediziner verrät, worauf es ankommt.

"Der Lebensstil und die Ernährung haben einen bedeutenden Einfluss auf das individuelle Entzündungsrisiko", sagt Professor Johannes Georg Wechsler, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Ernährungsmediziner (BDEM). Übergewicht ist laut dem Experten der größte Entzündungsbeschleuniger. Besonders das Fett im Bauchraum, auch viszerales Fett genannt, schüttet eine Menge Botenstoffe aus, die entzündliche Prozesse anfeuern.

Übergewicht ist Hauptrisikofaktor für Entzündungen

So erhöht Übergewicht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Autoimmunkrankheiten, darunter Typ-1-Diabetes, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und Rheuma. Außerdem greift ein Zuviel an Körperfett die Gelenke an. Arthrose und Gicht beispielsweise gehören nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie zu den häufigen Folgen von Adipositas. Zudem steigt mit dem Zeiger der Waage auch das Risiko für Krebserkrankungen, wie Wechsler weiß.

UMFRAGE
Wie viel Obst und Gemüse essen Sie täglich?

Ab diesem Bauchumfang wird es kritisch

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) stellt ein Taillenumfang ab 88 Zentimetern bei Frauen beziehungsweise 102 Zentimetern bei Männern ein deutlich erhöhtes Risiko für Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Krankheiten dar. Gemessen wird der Taillenumfang – und zwar vor dem Essen – im Stehen und mit freiem Oberkörper. Hierzu wird ein Maßband genau in die Mitte zwischen Beckenkamm und dem Unterrand des Rippenbogens gelegt.

Zucker wird oft unterschätzt

Doch nicht nur Übergewicht, sondern auch der Konsum von Zigaretten und Alkohol führe zu extremen Entzündungsreaktionen im Körper, warnt der Arzt für Innere Medizin. Wechsler sieht auch Zucker kritisch: "Zucker fördert Entzündungen und ist maßgeblich bei der Entstehung von Diabetes beteiligt", so seine Warnung. Auch ein Zuviel an Fleisch sei für den Körper ungesund.

"Möglichst bunt essen"

Mit der richtigen Ernährung lassen sich Entzündungen bis zu einem gewissen Grad vorbeugen. "Gesunde Ernährung spielt neben Medikamenten eine bedeutende Rolle im Kampf gegen entzündliche Prozesse im Körper", betont Wechsler. "Dabei kommt es besonders darauf an, dass Sie viele Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe aufnehmen. Das funktioniert am besten, wenn Sie möglichst bunt essen."

Bei Übergewicht öfter zu Gemüse greifen

Von roten Paprika, über grüne Gurken bis hin zu orangefarbenen Aprikosen: Je bunter der Teller ist, desto besser. "Versuchen Sie, möglichst viele Farben auf Ihrem Teller zu kombinieren. So wird ihr Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt", erklärt der Ernährungsmediziner.

Gemüse habe gegenüber Obst zudem den Vorteil, dass es keinen Fruchtzucker enthalte. Der Experte rät übergewichtigen Menschen und Diabetes-Patienten daher dazu, öfter zu Gemüse als zu Obst zu greifen.

Auf diese Nährstoffe kommt es an

Besonders den Vitaminen A, C und E sowie den Spurenelementen Selen und Zink schreibt Wechsler antientzündliche Eigenschaften zu. Vitamin A ist reichlich in gelbem und orangefarbenem Obst und Gemüse zu finden. Vitamin C kommt unter anderem in Kartoffeln, Paprika und Zitrusfrüchten vor. Vitamin E ist in pflanzlichen Ölen reichlich enthalten, darunter Olivenöl und Sonnenblumenöl, sowie in grünem Blattgemüse. Nüsse und Fisch sind gute Selen-Lieferanten. Hülsenfrüchte, Pfifferlinge und Erbsen versorgen den Körper mit Zink.

"So oft es geht mit Knoblauch würzen"

Zudem empfiehlt der Experte, das Essen so oft wie möglich mit Knoblauch, Zwiebeln und frischen Kräutern zu verfeinern. "Dass die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe Entzündungen hemmen können, ist in Studien bewiesen worden." Auch Omega-3-Fettsäuren sollten regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Sie sind in Fischen wie Makrele und Hering reichlich enthalten, aber auch in Raps-, Soja- und Leinöl.

Frische Lebensmittel besser als Pillen

Zwar würden Patienten oftmals über Nahrungsergänzungsmittel mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Die ideale Lösung sei das aber nicht. "Am besten ist es, wenn der Körper die Nährstoffe über natürliche Lebensmittel zugeführt bekommt, so kann er sie am besten verwerten", erklärt Wechsler. "Wenn Sie dann noch darauf achten, dass Ihr Gewicht im Normalbereich liegt und sie sich ausreichend bewegen, können sie eine Menge erreichen."

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
42 Tonnen schwer 
70.000 PS treiben gigantischen Koloss an

Bis zu 40 Luftfahrzeuge können an Deck transportiert werden. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal