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    Prostataentzündung betrifft fast jeden zweiten Mann

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    Männer-Leiden  

    So tückisch ist die Prostata-Entzündung

    06.06.2016, 13:00 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

    Prostataentzündung betrifft fast jeden zweiten Mann. An einer Prostataentzündung sind häufig Bakterien schuld. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

    An einer Prostataentzündung sind häufig Bakterien schuld. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

    Über die Prostata machen sich Männer erst Gedanken, wenn sie Probleme bereitet. So beginnt das 20 Gramm schwere Organ mit dem Alter nicht nur zu wachsen. Auch das Risiko einer Entzündung (Prostatitis) steigt. Ohne die richtige Therapie kann die Erkrankung chronisch werden.

    Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, liegt im Becken des Mannes unterhalb der Harnblase. Die Prostata wiegt um die 20 Gramm, ist etwa so groß wie eine Kastanie und durch sie führt auch die Harnröhre. Die Prostata bildet ein wichtiges Sekret, das beim Samenerguss das Überleben der Spermien sichert.

    Entzündete Prostata verursacht Schmerzen

    Entzündet sich das Organ, bekommt das der Mann zu spüren: "Schmerzen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang sowie ein allgemeines Krankheitsgefühl gehören zu den Leitsymptomen einer Prostatitis. Häufig begleiten Fieber und Schüttelfrost die Erkrankung", erklärt Dr. Wolfgang Bühmann, Urologe und Pressesprecher des Berufsverbandes der Deutschen Urologen (BDU). "Eine Prostatitis verläuft in der Regel schwerer als eine Blasenentzündung bei der Frau, ist geschätzt aber auch nur ein Zehntel mal so häufig."

    Prostatitis: häufig Bakterien schuld

    Ausgelöst werden kann die Entzündung durch Bakterien wie Escherichia coli und andere, die über die Harnröhre aufsteigen und die Prostata besiedeln. Auch eine mit dem Alter einhergehende, gutartige Vergrößerung der Prostata erhöht das Risiko einer Prostatitis, da sie mit Harnabflussstörungen einhergeht. Im Restharn vermehren sich die Bakterien besonders leicht.

    Nässe und Kälte schwächen den natürlichen Schutz der Prostata ebenfalls. Auch im Zuge einer Hodenentzündung oder einer Entzündung der Samenblasen kann die Prostata mit infiziert werden. Wie viele Männer genau betroffen sind, ist allerdings unklar: "Es gibt keine verlässlichen Zahlen, weil die Prostatitis unter 'Harnwegsinfekt' geführt wird und somit eine Differenzierung zur Blasenentzündung nicht fassbar ist", erklärt Bühmann.

    Akut entzündete Prostata kann chronisch werden

    Eine Prostata-Entzündung wird meist mit Antibiotika und Entzündungshemmern behandelt. "Es dauert meist zwischen 10 bis 14 Tagen, bis die Behandlung abgeschlossen ist", weiß der Urologe aus seiner Praxis. In seltenen, stark ausgeprägten Fällen muss der Patient in eine Klinik. Im schlimmsten Fall droht eine Blutvergiftung. Das Tückische an einer Prostataentzündung ist zudem: Ohne eine ausreichende Behandlung läuft der Mann Gefahr, dass diese immer wieder neu auftritt.

    "Theoretisch können die Erreger beim Sex sogar an die Partnerin weitergegeben werden", sagt Bühmann. "Allerdings wird kaum ein Mann während einer Prostatitis Lust auf Sex haben." Die chronisch bakterielle Prostatitis macht etwa zehn Prozent der chronischen Entzündungen aus und muss ebenfalls mit Antibiotika behandelt werden.

    Chronischer Beckenschmerz: Erektionsstörungen möglich

    Wesentlich häufiger ist allerdings die abakterielle chronische Prostataentzündung. Sie wird auch als chronisches Beckenschmerzsyndrom bezeichnet. Hier sind es nicht Bakterien, welche die Beschwerden beziehungsweise die Entzündung auslösen, sondern zum Beispiel Reizungen durch Urin, Harnsäurekristalle oder Muskelverspannungen im Beckenboden.

    Schmerzen im Genital- und Analbereich sowie häufiges Wasserlassen, Harndrang und ein schwächerer Harnstrahl zählen zu den Leitbeschwerden. Störungen bei der Ejakulation und der Erektion sind ebenfalls möglich. Die Behandlung ist meist langwierig.

    Um zu verhindern, dass sich eine schwerwiegende Entzündung in der Prostata ausbildet, sollten Männer immer einen Arzt aufsuchen, wenn sie die genannten Symptome bei sich beobachten.

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