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Geert Wilders: Rechtspopulist sagt alle Wahlkampfauftritte ab

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Nach Sicherheitspanne  

Wilders sagt alle Wahlkampfauftritte ab

24.02.2017, 07:26 Uhr | AFP

Geert Wilders: Rechtspopulist sagt alle Wahlkampfauftritte ab. Wilders (2. v. r.) vor wenigen Tagen mit Leibwächtern. Nun fürchtet er um seine Sicherheit. (Quelle: AP/dpa)

Wilders (2. v. r.) vor wenigen Tagen mit Leibwächtern. Nun fürchtet er um seine Sicherheit. (Quelle: AP/dpa)

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders und seine Partei haben bis auf weiteres alle öffentlichen Auftritte abgesagt. Hintergrund sind Sicherheitsbedenken.

Wilders sprach von "sehr verstörenden Neuigkeiten". Die Partei für die Freiheit (PVV) setze alle öffentlichen Aktivitäten wegen laufender Ermittlungen zu seiner Sicherheit aus. Das gelte auch für Aktionen wie Flyer verteilen.

Derzeit wird in den Niederlanden gegen einen Polizisten ermittelt, der Informationen über Wilders an eine marokkanische Bande weitergegeben haben soll und damit möglicherweise die Sicherheit des islam- und ausländerfeindlichen Politikers gefährdet hat. Der 53-Jährige hatte immer wieder gegen Marokkaner und auch Türken gehetzt und erst am Wochenende von einem "marokkanischen Abschaum" gesprochen, der die Straßen der Niederlande unsicher mache.

Die Tageszeitung "NRC" hatte am Mittwoch berichtet, dass der Polizist festgenommen worden sei. Der niederländische Polizeichef Erik Akkerboom bestätigte, dass Ermittlungen eingeleitet wurden, Wilders' Sicherheit sei aber "niemals gefährdet" gewesen. Der Nachrichtenagentur ANP zufolge kam der Beamte inzwischen wieder vorläufig auf freien Fuß, die Ermittlungen liefen aber weiter.

Parlamentswahlen Mitte März

In den Niederlanden wird am 15. März ein neues Parlament gewählt. Derzeit liegt die PVV mit der liberalen VVD von Regierungschef Mark Rutte in Umfragen gleichauf.

Das Land gilt als tolerant, den Niederländern ist politisch motivierte Gewalt trotzdem nicht fremd. Kurz vor den Parlamentswahlen 2002 war etwa der Rechtspopulist Pim Fortyun ermordet worden. Er hatte den Islam als eine "rückwärtsgewandte Kultur" bezeichnet und wollte die Grenzen für Einwanderer schließen. Sein politisches Erbe wird heute von Wilders' Partei vertreten.

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