Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Europäische Union >

Misstrauen wegen Brexit: Eigene Abgeordnete fordern Mays Rücktritt

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Misstrauen wegen Brexit  

Eigene Abgeordnete fordern Mays Rücktritt

12.11.2017, 18:54 Uhr | dpa

Misstrauen wegen Brexit: Eigene Abgeordnete fordern Mays Rücktritt. Abgeordnete wollen Theresa May Misstrauen aussprechen (Quelle: dpa/Joe Giddens)

Theresa May bekommt immer mehr Kritik aus den eigenen Reihen. (Quelle: Joe Giddens/dpa)

Die britische Premierministerin Theresa May steht unter Druck. Auch in den eigenen Reihen erhält May immer weniger Rückhalt. Schleppende Brexit-Verhandlungen und die Wahlniederlage drängen May in die Ecke.

Vierzig Abgeordnete der regierenden britischen Konservativen sind einem Medienbericht zufolge bereit, ihr das Misstrauen auszusprechen. Damit fehlen nur acht Unterzeichner eines "Misstrauensbriefs", mit dem eine Neuwahl der Parteispitze erzwungen werden könnte, wie die Zeitung "Sunday Times" berichtet. Am kommenden Dienstag, wenn das Brexit-Gesetz erneut im Parlament besprochen wird, könnte May eine Niederlage drohen.

Kaum Klarheit zum EU-Austritt

Mays Position ist bereits seit der von ihr vorgezogenen Wahl im Juni angeschlagen, in der die Tories entgegen ihren Plänen die Mehrheit im Unterhaus verloren, anstatt sie auszubauen. Weiter geschwächt wurde ihre Regierung zuletzt durch den Mangel an Fortschritt bei den EU-Austrittsgesprächen in Brüssel. Kritiker lasten May an, dass auch sechs Runden der Brexit-Gespräche kaum Klarheit über den weiteren Verlauf des EU-Austritts und den Zeitplan gebracht haben. Binnen zwei Wochen waren zwei ihrer Minister zurückgetreten.

Geheimer Brief über "harten Brexit"

In einem geheimen Brief an die Regierungschefin haben nach einem Medienbericht indes zwei ihrer Minister May aufgefordert, notfalls einen "harten Brexit" durchzuziehen. Außenminister Boris Johnson und Umweltminister Michael Gove, die beide für den Brexit Wahlkampf gemacht hatten, forderten, dass alle Übergangsregelungen nach einem Austritt aus der EU spätestens am 30. Juni 2021 enden müssten.

Das Schreiben wurde den Angaben zufolge der Sonntagszeitung "Mail on Sunday" zugespielt. Großbritannien soll im März 2019 aus der Union austreten. Das Land müsse auch auf ein No-Deal-Szenario vorbereitet sein, in dem Großbritannien die EU ohne eine Einigung mit Brüssel verlassen würde, argumentieren Gove und Johnson.
Johnson selbst sieht sich indes mit scharfen Rücktrittsforderungen der Opposition konfrontiert. Der Außenminister habe das Land lange genug "lächerlich gemacht", schrieb Labour-Parteiführer Jeremy Corbyn in einem Leitartikel für den "Guardian". Auch Londons Bürgermeister Sadiq Khan forderte Johnson auf, sein Amt aufzugeben.

Liebe Leserinnen und Leser, leider können wir bei bestimmten Themen und bei erhöhtem Aufkommen die Kommentarfunktion nicht zur Verfügung stellen. Warum das so ist, erfahren Sie in einer Stellungnahme der Chefredaktion.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017