Sie sind hier: Home > Nachrichten > Ausland > Internationale Politik >

"Nette Überraschungen": Erdogan kündigt Militärschläge an

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Neue Militärschläge  

Erdogan kündigt "nette Überraschungen" an

04.04.2017, 07:22 Uhr | AFP, rok

"Nette Überraschungen": Erdogan kündigt Militärschläge an. Staatspräsident Erdogan will weiter militärisch gegen Terroristen vorgehen. (Quelle: dpa)

Staatspräsident Erdogan will weiter militärisch gegen Terroristen vorgehen. (Quelle: dpa)

Nach dem Ende des türkischen Militäreinsatzes "Schutzschild Euphrat" in Nordsyrien hat Präsident Recep Tayyip Erdogan weitere Offensiven gegen "Terrorgruppen" angekündigt. An erster Stelle nannte er dabei zwei Kurden-Milizen.

"Die erste Phase, die Operation 'Schutzschild Euphrat' zur Vertreibung der Terroristen aus Al-Bab, ist vorbei, doch es wird weitere geben", sagte Erdogan bei einer Rede in der Schwarzmeerstadt Trabzon. "Es gibt kein Aufhalten", fügte er hinzu. 

"Wir bereiten uns darauf vor, die Terroristen auf ihren Hügeln zu erreichen. Wir werden den neuen Operationen neue Namen geben. Wartet auf den Frühling und alle Terrorgruppen, PKK, YPG, Daesch, FETÖ, werden sehr nette Überraschungen erleben", sagte Erdogan weiter.

Daesch ist die arabische Abkürzung für die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). FETÖ ist die türkische Bezeichnung für die islamische Gülen-Bewegung.

"Schutzschild Euphrat" gegen IS und Kurden

Die Türkei hatte Ende August "Schutzschild Euphrat" gestartet, um die IS-Miliz und die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), die als syrischer Ableger der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) gelten, von der türkischen Grenze zurückzudrängen. Nach ersten Erfolgen geriet der Einsatz aber ins Stocken. Erst nach monatelangen Kämpfen gelang der Armee im März die Einnahme der IS-Hochburg Al-Bab.

Die türkische Regierung kündigte anschließend an, auch die Stadt Manbidsch einnehmen zu wollen, die von der YPG kontrolliert wird. Zudem sprach sie sich für eine Beteiligung an der geplanten Offensive auf die IS-Hauptstadt Raka aus. Allerdings lehnt die US-Regierung es ab, wie von Ankara gefordert ihre Unterstützung für die YPG zu beenden. Washington sieht die YPG als wichtigen Verbündeten gegen die IS-Miliz.

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hatte am vergangenen Mittwoch den Einsatz "Schutzschild Euphrat" für beendet erklärt. Zwei Tage später stellte die Armee aber klar, dass die türkischen Truppen in Nordsyrien bleiben würden. Wo die neuen Militäreinsätze geplant sind, sagte Erdogan nicht. Möglich wäre auch ein Einsatz gegen die PKK im Nordirak, wo die kurdische Guerilla seit langem Stützpunkte hat.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
News-Video des Tages
Anzeige

Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Nachrichten > Ausland > Internationale Politik

Anzeige
shopping-portal
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017