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Krise im Irak  

IS-Terroristen sollen mehrere Ölquellen in Brand gesetzt haben

28.08.2014, 16:41 Uhr | AFP, dpa

IS-Terroristen sollen mehrere Ölquellen in Brand gesetzt haben. Eine brennende Ölpipeline im Süden Falludschas im Jahr 2004. (Quelle: dpa)

Eine brennende Ölpipeline im Süden Falludschas im Jahr 2004. (Quelle: dpa)

Nach dem Beginn einer neuen Offensive kurdischer Einheiten im Nordirak haben Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) mehrere Ölquellen in Brand gesetzt. Die USA erwägen unterdessen gezielte Luftangriffe in der Region um Amerli im Norden des Irak und schmieden laut Medienbericht Bündnispläne für einen Einsatz in Syrien.

Die Dschihadisten setzten nach Angaben der irakischen Ölförderfirma North Oil Company drei Ölquellen im Norden des Landes in Brand. Nachdem kurdische Peschmerga-Truppen die IS-Kämpfer angegriffen haben, hätten diese die Ölquellen angezündet, bevor sie sich vom Ain-Salah-Ölfeld zurückzogen.

Die IS-Extremisten sollen bisher große Teile ihrer Einnahmen aus dem Verkauf von Öl beziehen, das aus Feldern unter ihrer Kontrolle stammt.

UMFRAGE
Chaos im Irak - sind die US-Truppen zu früh abgezogen?

Kurden wollen Sumar einnehmen

Laut der Nachrichtenseite "Al-Mada" wollen die kurdischen Peschmerga-Einheiten den Ort Sumar rund 70 Kilometer nordwestlich der Millionenstadt Mossul einnehmen. IS-Extremisten hatten ihn Anfang August unter Kontrolle gebracht.

Sumar liegt in der Nähe zweier Ölfelder, die ebenfalls von den Dschihadisten beherrscht werden. Kurdische Einheiten hatten vor rund zehn Tagen den Mossul-Staudamm östlich von Sumar zurückerobert.

Hilfe für die schiitischen Turkmenen?

Ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums, der anonym bleiben wollte, betonte unterdessen, es sei noch keine Entscheidung über Luftangriffe in der Region von Amerli gefallen. Derzeit versuchten die USA, sich ein genaueres Bild von der Lage zu verschaffen. Sollte es zu einer Hilfsaktion kommen, könne diese ähnlich verlaufen wie kürzlich für die ins Sindschar-Gebirge geflüchteten Jesiden.

Die zwischen Kirkuk und Bagdad gelegene Kleinstadt Amerli wird seit zwei Monaten von IS-Extremisten belagert. In ihr leben rund 12.000 Menschen - überwiegend schiitische Turkmenen, die von den radikalsunnitischen Dschihadisten als "Ketzer" betrachtet werden.

Nach UN-Angaben gelang es bisher nicht, die Bewohner in Sicherheit zu bringen oder ausreichend Hilfsgüter zu liefern. Der UN-Sondergesandte für den Irak, Nickolay Mladenov, warnte kürzlich vor einem "Massaker" im Fall einer IS-Einnahme.

USA schmieden angeblich Bündnispläne

Die USA schmieden angeblich unterdessen ein Bündnis mit anderen westlichen und arabischen Staaten, um Angriffe auf den IS in Syrien vorzubereiten. Dies berichtete die arabische Tageszeitung "Al-Sharq al-Awsat" unter Berufung auf nicht näher genannte Verantwortliche in der US-Regierung. Eine offizielle Bestätigung für den Bericht gibt es nicht.

Deutschland hat bereits klargemacht, dass es für solche Einsätze keine Soldaten stellen will. Geplant sind jedoch Waffenlieferungen an die Kurden im Norden des Irak. Auf Wunsch der Opposition soll darüber nächste Woche nun doch der Bundestag abstimmen. Die Entscheidung liegt jedoch weiterhin bei der schwarz-roten Bundesregierung allein. Die ersten sechs deutschen Soldaten zur Verteilung der Militärhilfe sind bereits in der Kurden-Hauptstadt Erbil.

Dem arabischen Zeitungsbericht zufolge könnten zu der Koalition gegen die IS Großbritannien, Australien, Jordanien, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate gehören. Auch die Hilfe der Türkei sei erwünscht, da deren Militärstützpunkte für Einsätze im Nachbarland wichtig wären. Bislang fliegen die USA nur im Nordirak Angriffe auf die Extremisten.

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