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Donald Trump erwartet Krim-Rückgabe an Ukraine

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Moskau reagiert empört  

Trump erwartet Krim-Rückgabe von Russland

15.02.2017, 14:42 Uhr | dpa, AFP

Donald Trump erwartet Krim-Rückgabe an Ukraine. Die russische Armee auf der ukrainischen Halbinsel Krim. (Quelle: Reuters)

Die russische Armee auf der ukrainischen Halbinsel Krim. (Quelle: Reuters)

US-Präsident Donald Trump fordert nach Angaben seines Sprechers, dass Russland die Halbinsel Krim an die Ukraine zurückgibt. Moskau reagiert empört.

"Präsident Trump hat sehr deutlich gemacht, dass er von der russischen Regierung erwartet, dass sie die Gewalt in der Ukraine deeskaliert und die Krim zurückgibt", sagte der Pressesprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer.

"Moskau gibt die Krim nicht zurück"

Der russische Parlamentspräsident Wjatscheslaw Wolodin sagte dazu: "Die Krim ist ein Teil Russlands. Alle Aussagen über eine Abtrennung der Krim von Russland sind ein Angriff auf unsere territoriale Integrität." Außenamtssprecherin Maria Sacharowa bekräftigte der Agentur Interfax zufolge, Moskau werde die Krim nicht zurückgeben.

Russlands Führung hat mehrfach betont, dass sie mit Trump auf eine Verbesserung der zerrütteten Beziehungen zu den USA hofft. Spicers Äußerungen dämpfen indes die russischen Erwartungen an Trumps Team. "Wir haben - bei aller Sympathie für Trumps konstruktive Rhetorik - zu früh entschieden, dass er pro-russisch ist. Er ist pro-amerikanisch", sagte der Außenpolitiker Leonid Sluzki.

Seit Trumps Amtsantritt im Januar war mit Spannung erwartet worden, ob es in der US-Position zum Ukraine-Konflikt eine Veränderung geben könnte. Ausgelöst worden waren die Spekulationen durch Trumps anerkennende Worte über den russischen Staatschef Wladimir Putin und seine Ankündigung, sich um eine Annäherung an Moskau bemühen zu wollen.

Vor knapp zwei Wochen hatte Trumps Regierung dann erklärt, sie wolle die wegen der russischen Annexion der Krim-Halbinsel verhängten Sanktionen gegen Moskau aufrecht erhalten. In einem Telefongespräch sicherte Trump dem ukrainischen Staatschef Petro Poroschenko zu, sich für ein Ende des Konflikts in der Ostukraine einzusetzen.

Wegen Verbindung zu Russland unter Druck 

Trump steht wegen Verbindungen von Mitarbeitern zu Russland noch vor seiner Amtsübernahme unter Druck. Der Nationale Sicherheitsberater Michael Flynn war am Montag zurückgetreten, nachdem herausgekommen war, dass er nach Trumps Wahlsieg mit dem russischen Botschafter in Washington über US-Sanktionen gegen Russland gesprochen und später falsche Angaben darüber gemacht hatte.

Er habe "unbeabsichtigt den designierten Vizepräsidenten und andere mit unvollständigen Informationen über meine Telefongespräche mit dem russischen Botschafter unterrichtet", hieß es in Flynns Rücktrittsschreiben.

Obama-Regierung erließ Sanktionen 

Am Dienstag berichteten die "New York Times" und der Nachrichtensender CNN, Trump-Mitarbeiter hätten während des Wahlkampfs im vergangenen Jahr in wiederholtem Kontakt mit russischen Geheimdienstlern gestanden. Die Bundespolizei FBI ermittle. Die Regierung streitet die Kontakte ab.

Russland hatte sich die Schwarzmeerhalbinsel Krim im Jahr 2014 einverleibt. Als Reaktion hatten die Vereinigten Staaten unter dem damaligen Präsidenten Barack Obama und die Europäische Union gegen Russland Sanktionen erlassen. Trump stellte im Wahlkampf in Aussicht, die Krim-Annexion anzuerkennen.

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