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Charlottesville, USA: Auto rast in Antirassismus-Demo – ein Todesopfer

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Drei Tote in Charlottesville  

Auto rast in Menge, Hubschrauber stürzt ab

13.08.2017, 07:00 Uhr | df, dpa, AFP, AP

Charlottesville, USA: Auto rast in Antirassismus-Demo – ein Todesopfer. Mit hoher Geschwindigkeit fährt ein Fahrzeug in eine Gruppe von Demonstranten in Charlottesville. (Quelle: AP/dpa/The Daily Progress)

Mit hoher Geschwindigkeit fährt ein Fahrzeug in eine Gruppe von Demonstranten in Charlottesville. (Quelle: The Daily Progress/AP/dpa)

Eine Kundgebung von Rechtsextremisten artet in Gewalt aus: In der Stadt Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia ist ein Auto in eine Gruppe Demonstranten gefahren. Dabei ist eine Frau getötet worden. Wenige Stunden später stürzte ein Polizeihubschrauber am Rande der Demonstrationen ab. Dabei kamen zwei Polizisten ums Leben.

Auf Twitter geteilte Videos zeigen, wie das Auto mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe von Gegendemonstranten fuhr, die gegen einen Aufmarsch rechter Gruppen protestierten.

Dabei starb eine 32-Jährige, teilte Bürgermeister Mike Signer auf Twitter mit. 19 Menschen wurden verletzt, berichtete der TV-Sender CNN. Eine Sprecherin des Krankenhauses nannte den Zustand von fünf Verletzten kritisch. Der 20-jährige Fahrer des Autos wurde festgenommen, so der Minister für öffentliche Sicherheit von Virginia, Brian Moran.

Die Videoaufnahmen des Vorfalls lassen den Schluss zu, dass der unbekannte Fahrer absichtlich und mit hoher Geschwindigkeit in die Demonstranten fuhr. Die Fahrt wurde erst durch eine Kollision mit einem weiteren Fahrzeug, das sich in Schrittgeschwindigkeit inmitten der Demonstranten bewegte, gestoppt. Nach dem Zusammenstoß setzte das Auto zurück und entfernte sich in hohem Tempo im Rückwärtsgang.

Rettungskräfte kümmern sich um Verletzte, nachdem ein Auto in eine Gruppe Demonstranten in Charlottesville gefahren war. (Quelle: Reuters/Joshua Roberts)Rettungskräfte kümmern sich um Verletzte, nachdem ein Auto in eine Gruppe Demonstranten in Charlottesville gefahren war. (Quelle: Joshua Roberts/Reuters)

FBI nimmt Ermittlungen auf

Bereits zuvor hatten sich Kundgebungsteilnehmer schwere Schlägereien mit Gegendemonstranten geliefert. Insgesamt wurden 35 Menschen verletzt, dem Sender CNN zufolge befanden sich fünf von ihnen am Samstagabend (Ortszeit) in kritischem Zustand. Die Behörden verhängten den Ausnahmezustand.

Mittlerweile hat das FBI die Ermittlungen wegen eines möglichen Hassverbrechens eingeleitet. Nach der Tat verurteilten zahlreiche Politiker die Tat. "Die Gewalt und die Toten in Charlottesville treffen das Herz der amerikanischen Justiz und Gerechtigkeit", sagte US-Justizminister Sessions. Wenn Handlungen aus rassistischen Motiven und Hass verübt würden, könne das nicht toleriert werden. "Sie verraten unsere zentralen Werte."

Auch US-Präsident Donald Trump verurteilte "auf schärfste Weise diesen ungeheuerlichen Ausbruch von Hass, Fanatismus und Gewalt auf vielen Seiten". Seine Reaktion und fehlende Abgrenzung zu rechter Gewalt löste in der Folge jedoch scharfe Kritik aus.

Polizeihubschrauber stürzt ab

Wenige Stunden nach der Attacke auf Gegendemonstranten ist ein Polizeihubschrauber abgestürzt. Dabei starben der Pilot und der einzige Passagier. Beide waren Polizisten. Der Absturz stehe laut Polizeiangaben in Verbindung zu den zuvor eskalierten Protesten. Weitere Informationen zur Absturzursache wurden bisher nicht bekannt.

Bei dem Aufmarsch in Charlottesville handelte es sich vermutlich um die größte Gruppe von protestierenden Rechtsextremisten in einem Jahrzehnt. Dabei waren rechtsextreme Gruppen Teilnehmer und Gegendemonstranten zum Teil mit Stöcken und Pfefferspray aufeinander losgegangen. Mitglieder ultra-rechter Bürgerwehren marschierten mit Schusswaffen auf. Mehrere Menschen wurden bei den Krawallen verletzt.

Anlass für die Kundgebung unter dem Motto "Vereinigt die Rechte" war ein Stadtratsbeschluss, eine Statue des Südstaaten-Generals Robert E. Lee aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 bis 1865) zu entfernen.

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