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Lohnsteuer: Was ist das überhaupt?

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Lohnsteuer: Was ist das überhaupt?

22.02.2013, 15:56 Uhr | tw (CF)

Die Lohnsteuer ist keine eigentliche Steuer, sondern vielmehr eine besondere Form der Steuererhebung. Es handelt sich dabei um die monatliche Vorauszahlung der jährlichen Einkommenssteuer. Hierfür behält der Arbeitgeber einen bestimmten Teil des monatlichen Arbeitslohns ein und führt diesen direkt an das Finanzamt ab. Erfahren Sie hier, wie sich die Höhe der Lohnsteuer bemisst und welche Rolle die Steuererklärung spielt.

Höhe der Lohnsteuer: Steuerklasse entscheidend

Wer ein Einkommen aus nicht selbstständiger Arbeit bezieht, dessen Gehalt wird zu einem gewissen Anteil vom Arbeitgeber einbehalten und direkt ans Finanzamt weitergegeben. Der Arbeitgeber haftet auch dafür, dass diese Lohnsteuer in korrekter Höhe abgeführt wird. Selbstständige sind hingegen nicht von dieser Form der Steuererhebung betroffen.

Lohnsteuer: Was ist das überhaupt?. Lohnsteuer- vom Gesetzgeber vorgeschrieben (Quelle: imago)

Lohnsteuer- vom Gesetzgeber vorgeschrieben (Quelle: imago)

Die Höhe der zu entrichtenden Lohnsteuer bemisst sich nach der Steuerklasse, die lange Zeit von der Lohnsteuerkarte abzulesen war. Je nach Steuerklasse werden bestimmte Freibeträge gewährt, die direkt beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt werden.

Die elektronische Lohnsteuerkarte

Seit der Einführung der elektronischen Lohnsteuerkarte zum Januar 2013 sind die Bemessungsgrundlagen statt auf der Lohnsteuerkarte in den elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen (ELStAM) vermerkt. Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Steuern finden sich dort die gleichen Angaben, die zuvor auf der ersten Seite der Lohnsteuerkarte vermerkt waren - neben der jeweiligen Steuerklasse beispielsweise der Lohnsteuerfreibetrag, die Zahl der Kinderfreibeträge und das Kirchensteuerabzugsmerkmal.

Lohnsteuerjahresausgleich im Dezember

Wer nicht in jedem Monat des Jahres das gleiche Einkommen bezieht, von dem wurde am Ende des Jahres unter Umständen zu viel Lohnsteuer einbehalten. Aus diesen Grund sind Arbeitgeber ab zehn Mitarbeitern dazu verpflichtet, mit der Dezemberabrechnung einen Lohnsteuerjahresausgleich durchzuführen. Auf diese Weise sollen Monate, in denen besonders hohe oder niedrige Steuerabgaben anstanden, ausgeglichen werden. Der Ausgleich dient dazu, dass der Arbeitnehmer am Jahresende die korrekte Höhe an Lohnsteuern gezahlt hat und eine Einkommensteuererklärung zumindest theoretisch nicht mehr notwendig ist.

Einkommensteuererklärung bei Zusatzeinnahmen und Verlusten

Wer sein Einkommen ausschließlich aus nicht selbstständiger Arbeit bezieht, ist nicht dazu verpflichtet, eine Einkommenssteuererklärung beim Finanzamt abzugeben. Anders sieht es aus, wenn weitere Einkünfte, beispielsweise aus Immobilien- oder Börsengeschäften, hinzukommen. Andererseits lassen sich bei Verlusten durch Abschreibungen oder verschiedenen steuerlichen Vorteilen Steuerrückzahlungen durch eine Einkommenssteuererklärung erwirken.

 
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