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Rente mit 63 ohne Abschläge? Geht das?

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Versicherung  

Rente mit 63 ohne Abschläge? Geht das?

| nk (CF)/ses/bec

Ein Rentenalter von 63 Jahren ist für viele Arbeitnehmer ein ferner Traum. Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten, den Ruhestand schon vor dem 67. Lebensjahr zu erreichen. Wir sagen Ihnen, ob und unter welchen Bedingungen und mit welchen Abstrichen Sie die gesetzliche Rente mit 63 in Anspruch nehmen können.

Früher in Rente gehen: Geht das?

Die Vorteile eines frühen Rentenalters liegen auf der Hand: Sie sind körperlich noch fit und können Ihre freie Zeit genießen: Reisen, Familie, Enkel, Freunde, Heimwerken und Garten.

Rente mit 63 ohne Abschläge? Geht das?. Durch ein frühes Rentenalter können Sie Ihren Ruhestand ausgiebig genießen. (Quelle: imago/CHROMORANGE)

Durch ein frühes Rentenalter können Sie Ihren Ruhestand ausgiebig genießen. (Quelle: CHROMORANGE/imago)

Allerdings müssen Sie bei einem frühen Renteneintritt vor dem 67. Lebensjahr oftmals finanzielle Einbußen in Kauf nehmen. Deshalb sollten Sie genau nachrechnen, ob und unter welchen Bedingungen Sie sich die Rente mit 63 leisten können. Und Achtung: Seit dem 1. Januar 2012 gelten neue Regeln für den Renteneintritt: Wer nach 1947 geboren ist, muss mit einem späteren Renteneintritt rechnen.

Die Altersgrenze für die Jahrgänge ab 1947 liegt laut der Deutschen Rentenversicherung für die Regelaltersrente bei 65 Jahren. Das Alter für den frühesten Rentenbeginn steigt für die für ab 1947 geborene bis 2029 auf 67 Jahre. Bei Geburtsjahrgängen ab 1964 liegt die Altersgrenz bei 67 Jahren. Die Regelaltersrente erhalten Sie mit nur fünf Versicherungsjahren, sie kann jedoch nicht vorzeitig in Anspruch genommen werden.

Rente mit 63 meist nur mit Abschlägen möglich

Wer schon mit 63 in Rente geht, also vor dem Erreichen des Renteneintrittsalters, muss Abzüge von 0,3 Prozent pro fehlenden Monat in Kauf nehmen. Dieser Abschlag gilt für die gesamte Laufzeit der Rente, also auch über die Altersgrenze hinaus.

Lediglich wenn Sie Anspruch auf Rente als besonders langjähriger Versicherter haben oder schwerbehindert sind, können Sie die Rente unter Umständen abschlagsfrei ab 63 Jahren bekommen.

Altersrente für langjährig Versicherte

Insgesamt müssen Sie mindestens 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben, um die Altersrente für besonders langjährig Versicherte zu erhalten. Wurden Sie vor 1953 geboren, erhalten Sie die Altersrente ohne Abschläge ab 63 Jahren. Wurden Sie zwischen 1953 und 1963 geboren, wird die Altersgrenze schrittweise angehoben – beim Jahrgang 1964 liegt die Altersgrenze bei 65 Jahren. Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte kann nicht vorzeitig in Anspruch genommen werden, auch nicht mit Abschlägen. Planen Sie also rechtzeitig, wie Sie im Alter leben möchten.

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Altersvorsorge: Diese Möglichkeiten haben Sie

Um die Altersrente für langjährig Versicherte beanspruchen zu können, müssen Sie mindestens 35 Jahre lang Rentenversicherung gezahlt haben. Die Altersgrenze liegt bei den vor 1949 geborenen Jahrgängen bei 65 und wird dann stufenweise angehoben. Wurden Sie 1964 oder später geboren, liegt die Grenze bei 67 Jahren.

Sie können die Rente jedoch auch vor Ihrem 65 Lebensjahr erhalten – allerdings mit einem Abschlag von 0,3 Prozent pro Monat.

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Vor 1952 geborene Frauen haben Anspruch auf Rente mit 63

Anspruch auf eine Alterstente für Frauen haben weibliche Versicherte, die vor dem 1. Januar 1952 geboren sind, mindestens 15 Jahre versichert waren und nach ihrem 40. Geburtstag mehr als 120 Monate Pflichtbeiträge an die Rentenversicherung gezahlt haben.

Die Altersgrenze für die Rente für Frauen liegt bei 65 Jahren und mit einem Abschlag von 0,3 Prozent pro Monat können Sie die Altersrente schon ab 63 beziehen.

Rente mit 63 für behinderte Menschen

Auch für schwerbehinderte Menschen gelten besondere Regeln, da ihre gesundheitliche Situation eine Beschäftigung bis zur Regelaltersgrenze selten zulässt. Schwerbehinderte, die vor 1952 geboren sind, können mit Vollendung des 63. Lebensjahres ohne Abzüge eine Altersrente beziehen.

Wurden Sie nach 1952 geboren, wird die Altersgrenze für eine abschlagsfreie Rente stufenweise angehoben. Wurden Sie ab 1964 geboren, liegt sie bei 65 Jahren. Wer schon früher in Rente gehen will, muss Abzüge von bis zu 10,8 Prozent in Kauf nehmen.

Altersrente nach Arbeitslosigkeit

Für Arbeitslose gelten im Hinblick auf Mindestbeitragszeiten die gleichen Voraussetzungen wie für Frauen. Sie müssen mindestens 15 Jahre lang in die Rentenkasse einbezahlt haben und mindestens 60 Jahre alt sein, wenn sie eine Altersrente beziehen wollen.

Die Deutsche Rentenversicherung schreibt eine Pflichtbeitragszeit von acht Jahren vor Rentenbeginn vor. Selbst wenn sich der Rentenantragsteller bereits arbeitslos gemeldet hat – die Beiträge werden auch in Zeiten der Arbeitslosigkeit durch die Arbeitsagentur gezahlt. Zudem muss die Arbeitslosigkeit für mindestens 52 Wochen bestehen, nachdem der Versicherte 58 Jahre und sechs Monate alt wurde.

Die Altersgrenze liegt hier bei 65 Jahren, bei einem vorzeitigen Ruhestand werden Abschläge in Höhe von 0,3 Prozent fällig.

Wo können Sie einen Antrag stellen?

Um sich die Rente mit 63 zu sichern, müssen Sie diese beantragen. Dies nimmt eine Bearbeitungszeit von mindestens drei Monaten in Anspruch, weswegen Sie bereits so früh wie möglich Ihren Antrag stellen sollten, um rechtzeitig aus dem Berufsleben aussteigen zu können. Wenn Sie Ihre Mitteilung stellen, achten Sie darauf, dass Sie Ihre berufliche Vita möglichst lückenlos darstellen. Eventuelle Lücken müssen umfassend begründet und dokumentiert werden.

Sie wollen früher in Rente gehen? Dann informieren Sie sich am besten direkt bei der Deutschen Rentenversicherung über Ihren Einzelfall. Das Institut bietet ein kostenloses Servicetelefon an unter: 0800 1000 480 70. Sie finden zahlreiche Informationen auch auf der Homepage der Deutschen Rentenversicherung.

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