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Pilzkalender: Pilze sammeln nach Saison

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Pilzkalender  

Pilzsaison: Wann Sie welche Pilze sammeln können

| ah (CF)

Je nach Wetterlage beginnt die Pilzsaison früher oder später. In unserem Pilzkalender können Sie genau sehen, welche Pilzarten Sie zu welcher Zeit sammeln können. Aber Achtung: Bedenken Sie dabei unbedingt, dass nicht alle Pilze bekömmlich sind.

Wärme und Regen lassen viele Waldpilze dieses Jahr früher sprießen 

In der Regel gelten September und Oktober als Hauptsaison für Pilze. Doch auch ab Ende Juli zieht es die Speisepilzliebhaber in den Wald, so Michael Rolland, Geschäftsführer vom Verband AGDW-Die Waldeigentümer. Wenn das Wetter feucht-warm ist, kommt es auf vielen Waldböden zu einem regelrechten Wachstumsschub vieler Speisepilze.

Vorsicht: Diese Pilze haben einen Doppelgänger

Wer Pilze sammelt, sollte unbedingt bedenken, dass nicht alle Sorten bekömmlich sind. Fast jeder Speisepilz hat ein giftiges Gegenstück.

Vorsicht: Diese Pilze haben einen Doppelgänger


Verwechslungsgefahr

Generell gilt: Zum Steinpilz, Bovist und fast jedem anderen essbaren Pilz gibt es ein giftiges bis hochgiftiges Gegenstück, das dem Speisepilz zum Verwechseln ähnlich sehen kann. Deswegen sollten Sie Pilze ohne Expertenhilfe nur dann ernten und essen, wenn Sie sie wirklich genau kennen. Das rät auch die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM).

Pilzkalender von August bis November

Im September beginnt die eigentliche Pilzsaison, auch wenn viele dieser Pilze, wie etwa der Bovist, auch schon im August zu finden sind. Viele verschiedene Champignonarten wie beispielsweise der Wiesenchampignon, der Waldchampignon und der Anischampignon haben ab dem Spätsommer Saison. Doch vorsicht:  Oftmals werden Champignons mit den hochgiftigen und tödlichen Knollenblätterpilzen verwechselt. Auch der nur gekocht verzehrbare Perlpilz wird sehr leicht mit dem ähnlich aussehenden, aber sehr giftigen Pantherpilz verwechselt.

Pilzarten von März bis Juli

Sammeln kann man Speisepilze in nahezu jedem Monat des Jahres. Viele der "Frühpilze" bieten jedoch in Geschmack und Nährwert nicht die gewohnte Qualität. Märzschnecklinge (Achtung, Verwechslungsgefahr mit dem Ziegelroten Risspilz), Fichtenzapfenrüblinge und Milde Kiefernzapfenrüblinge (Vorsicht, von ungenießbaren Bitteren Kiefernzapfenrüblingen nur durch Geschmacksprobe zu unterscheiden) sind beispielsweise Arten, die ab dem kalendarischen Frühlingsbeginn im Wald zu finden sind. Ab April und Mai sind unterschiedliche Morchelarten und der blasige Becherling zu finden.

Im Mai beginnt dann die Saison des Steinpilzes. Ab Juni folgen Pfifferlinge und Parasole. Doch Vorsicht, bei diesen Pilzen kommt es auf die korrekte Verarbeitung an. Sie können roh teilweise giftig sein.

Mehr zu Speisepilzen und ihren gefährlichen Doppelgängern finden Sie hier: Achtung, giftige Pilze! Diese Arten sind lebensgefährlich

Im Herbst sammeln Pilzfreunde außerdem Marone, Herbsttrompete, Schopftintling und natürlich auch noch Steinpilze und Pfifferlinge. Rauchblättriger Schwefelkopf, Hallimasch und Stockschwämmchen gehören ebenso zu den essbaren Pilze. Allerdings sind diese Pilze roh teilweise giftig und daher nur im gekochten oder gut gedünsteten Zustand essbar.

Bei manchen Arten, die früher ausdrücklich als Speisepilz galten, wird mittlerweile vom Verzehr abgeraten. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Grünling, dessen vermehrter Verzehr eine Muskelschädigung hervorrufen kann.

Wichtig: Sammeln Sie nur, was Sie sicher kennen

Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) warnt auf ihrer Homepage: "Am häufigsten treten Pilzvergiftungen durch zu alte (...) oder zu lange, beziehungsweise falsch gelagerte Pilze auf." Auch der Genuss von rohen und ungenügend gedünsteten Pilzen kann schwere Folgen nach sich ziehen. Achten Sie daher auf die richtige Lagerung und eine entsprechende Zubereitung.

Und für das Sammeln von Pilzen gilt: "Lassen Sie sich Ihre Pilze nur von geprüften Pilzsachverständigen der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM) auf Essbarkeit hin überprüfen und fragen Sie ihn nach seinem Ausweis der DGfM". Dazu bietet die DGfM eine Liste mit Pilzsachverständigen, welche Sie nach der Postleitzahl filtern können.

Grundsätzlich gilt: Lassen Sie im Zweifelsfall einen Pilz lieber stehen und gehen Sie kein Risiko ein!

Pilze sammeln: Mengen sind festgelegt

Beachten Sie beim Sammeln von Waldpilzen auf jeden Fall die vorgeschriebene Höchstmenge. Sie ist in Deutschland je nach Bundesland geregelt und beträgt in den meisten Fällen ein Kilo pro Person und Tag für den Eigenbedarf. Durch diese Regelung soll der Pilzbestand in den Wäldern geschützt und ein gewerblicher Handel mit im Wald gesammelten Pilzen verhindert werden.

"Wer unberechtigt kiloweise Pilze aus dem Wald schleppt und dabei erwischt wird, riskiert – so aktuelle Urteile – ein saftiges Bußgeld von bis zu 5.000 Euro. Wer aber nur für den privaten Gebrauch eine schmackhafte Beilage zum Sonntagsbraten sammelt und dabei ein paar einfache Regeln beachtet, braucht keine Angst zu haben", betont der AGDW Geschäftsführer Michael Rolland.

Beachten Sie, dass ein generelles Sammelverbot in öffentlichen Parks, Naturschutzgebieten, Nationalparks, sowie auf eingezäunten Waldflächen und Flächen, auf denen Holz geschlagen wird besteht. 

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Märzschneckling

Märzschneckling, Quelle: Thinkstock by Getty-Images

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Fichtenzapfenrübling

kein Bild vorhanden

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Milder Kiefernzapfenrübling

Milder Zapfenrübling, Quelle: imago/blickwinkel

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Speisemorchel

Speisemorchel, Quelle: imago/blickwinkel




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Sommersteinpilz

Sommersteinpilz, Quelle: imago/blickwinkel

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Schopftintling

Schopftintling, Quelle: imago/blickwinkel

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Stockschwämmchen

Stockschwämmchen, Quelle: imago/Martin Werner

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Pfifferling

Pfifferling, Quelle: imago/blickwinkel

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Parasol

Parasol, Quelle: imago/blickwinkel

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Steinpilz

Steinpilz, Quelle: imago/blickwinkel

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Bovist

Bovist, Quelle: imago/Metodi Popow

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Wiesenchampignon

Wiesenchampignon, Quelle: imago/blickwinkel

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Waldchampignon

Waldchampignon, Quelle: imago/blickwinkel

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Anischampignon

Anischampignon, Quelle: imago/blickwinkel

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Perlpilz

Perlpilz, Quelle: imago/blickwinkel

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Marone

Marone, Quelle: imago/Reiner Bernhadt

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Birkenpilz

Birkenpilz, Quelle: imago/blickwinkel

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Hallimasch

Hallimasch, Quelle: imago/Metodi Popow

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Herbsttrompete

Herbsttrompete, Quelle: imago/blickwinkel

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Rauchblättriger Schwefelkopf

Rauchblättriger Schwefelkopf, Quelle: imago/McPhoto

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Violetter Rötelritterling

Violetter Rötelritterling, Quelle: imago/blickwinkel

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Bildquellen: imago und Thinkstock by Getty-Images

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