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Achtung, giftige Pilze! Diese Arten sind lebensgefährlich

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Bloß nicht essen  

Achtung, giftige Pilze! Diese Arten sind lebensgefährlich

| lm (CF)

Es gibt in Deutschland giftige Pilze, die sogar lebensgefährlich sein können und den genießbaren Pilzen zum Verwechseln ähneln. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten sollten und welche Pilze Sie auf keinen Fall verzehren dürfen.

Giftige Pilze: Gefahr durch Doppelgänger

Beim Pilze sammeln geht die größte Gefahr von Doppelgängern aus: Das sind giftige Exemplare, die genießbaren Pilzen zum Verwechseln ähnlich sehen. Die folgende Übersicht zeigt Ihnen beliebte Speisepilze und ihre gefährlichen Doppelgänger.

Achtung, giftige Pilze! Diese Arten sind lebensgefährlich. Steinpilze nicht mit dem Gemeinen Gallenröhrling verwechseln! (Quelle: imago/CHROMORANGE)

Steinpilze nicht mit dem Gemeinen Gallenröhrling verwechseln! (Quelle: CHROMORANGE/imago)


WiesenchampignonGrüner Knollenblätterpilz

Quelle: imago/blickwinkel

Quelle: imago/blickwinkel

Das ungeschulte Auge verwechselt den gemeinen Wiesenchampignon schnell mit einem tödlich giftigen grünen Knollenblätterpilz. Dem Portal "gesundheit.de" zufolge sei der Knollenblätterpilz für 90 Prozent der Vergiftungen mit Todesfolge verantwortlich. Bereits 60 Gramm des frischen Pilzes können für einen Erwachsenen tödlich sein.

PerlpilzPantherpilz

Quelle: imago/blickwinkel

Quelle: imago/blickwinkel

Der Perlpilz wird oft mit dem Pantherpilz verwechselt, der Nervengift erhält. Zu Beginn der Vergiftung kommt es zu einem Gefühl der Trunkenheit, in schweren Fällen zu Wahrnehmungsstörungen, Halluzinationen, Muskelzuckungen und Krampfanfällen. Beim übermäßigen Verzehr ist er tödlich.


PfifferlingFalscher Pfifferling
Quelle: imago/blickwinkel

Quelle: imago/blickwinkel

UMFRAGE
Gehen Sie Pilze sammeln?

Ein prominenter Fall ist auch der Pfifferling und sein Doppelgänger, der Falsche Pfifferling, der aufgrund seiner Farbe auch Orangegelber Gabelblättling genannt wird. Dieser ist zwar nicht lebensgefährlich, aber dennoch wenig schmackhaft. In großen Mengen verzehrt, kann er Verdauungsstörungen verursachen. 


SteinpilzGallenröhrling
Quelle: imago/CHROMORANGEQuelle: imago/blickwinkel

Der beliebte Steinpilz wird oft mit dem Gemeinen Gallenröhrling, auch Bitterling genannt, verwechselt. Der Bitterling ist laut „Informationszentrale gegen Vergiftungen“ der Uni Bonn zwar nicht wirklich giftig, allerdings ungenießbar: Schon ein einziges Exemplar verderbe das gesamte Essen. Bei empfindlichen Menschen kann er darüberhinaus Magen- und Darmbeschwerden hervorrufen.


Weitere lebensgefährlich giftige Pilze

PilzartBeschreibung

Fliegenpilz

Quelle: imago/blickwinkel

Bei übermäßigem Verzehr ist der Fliegenpilz tödlich. Allerdings wurden bisher keine Todesfälle dokumentiert, da nach größeren Mengen Erbrechen einsetzt, sodass die Dosis kaum hoch genug sein kann, um daran zu sterben.

Spitzbuckelige Rauhkopf

Quelle: imago/blickwinkel

Der Spitzbuckelige Rauhkopf kommt besonders im Alpen- und Voralpengebiet auf und ist tödlich giftig. Er enthält das nierenschädigende Gift Orellanin. Der Tod tritt erst nach mehreren Tagen durch Nierenversagen auf.

Kahler Krempling 

Quelle: imago/blickwinkel

Der kahle Krempling ist auch im rohen Zustand tödlich giftig. Lange Zeit galt er als essbarer Speisepilz, da angenommen wurde, dass die giftigen Stoffe durch die Hitze beim Abkochen zerstört werden. Doch nach dem Verzehr abgekochter Exemplare bilden sich im Blut Antikörper, die auch nach längerer Zeit zu mitunter tödlichen Vergiftungen führen können. Da der Pilz abgekocht sehr wohlschmeckend ist, macht ihn dies zu einem besonders gefährlichen Giftpilz.

Gesäumter Häubling

Quelle: imago/blickwinkel

Der gesäumte Häubling enthält das Gift des Knollenblätterpilzes Amanitin und ist dadurch tödlich giftig. 

Frühlorchel

Quelle: imago/Nature Picture Library

Die Frühlorchel enthält den Giftstoff Gyromitrin, welches dem der Knollenblätterpilzgifte ähnelt. Auch durch das Abkochen wird das Gift nicht zerstört, weshalb es immer wieder zu tödlichen Vergiftungen kommt. 

(Bildquellen: imago)

Wichtig: Sammeln Sie nur, was Sie sicher kennen

Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) warnt auf ihrer Homepage nachdrücklich: "Sammeln Sie nur Pilze, die Sie sicher kennen. Erst wenn Sie sich nach wiederholter Bestimmung der Kenntnis sicher sind, denken Sie an die Bratpfanne."

Wer nicht auf frische Pilze aus dem Wald verzichten will, sollte unbedingt folgenden Hinweis der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM) beachten: "Lassen Sie sich Ihre Pilze nur von geprüften Pilzsachverständigen der DGfM auf Essbarkeit hin überprüfen und fragen Sie ihn nach seinem Ausweis der DGfM". Dazu bietet die DGfM eine Liste mit Pilzsachverständigen, welche Sie nach der Postleitzahl filtern können.

Grundsätzlich gilt: Lassen Sie im Zweifelsfall einen Pilz lieber stehen und gehen Sie kein Risiko ein.

In unserem Special erfahren Sie alles rund um das Thema Pilze.

Pilzvergiftung: Was tun?

Sollte trotz aller Sicherheit dennoch der Fall einer Vergiftung eintreten, sollten Sie sofort den Notarzt rufen oder das nächste Krankenhaus aufsuchen. - auch wenn die Symptome zunächst leicht erscheinen, denn sie können sich in Kürze rapide ändern.

Auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM) sind folgende Gift-Notrufnummern aufgeführt (ohne Gewähr):

  • GGIZ Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen: 0361-730730
  • Giftinformationszentrum Nord (Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein): 0551-19240
  • Giftnotruf Berlin und Brandenburg: 030-19240
  • Giftnotruf Freiburg: 0761-19240
  • Giftnotruf Mainz (Rheinland-Pfalz und Hessen): 06131-19240
  • Giftnotruf München: 089-19240
  • Informations- und Behandlungszentrum für Vergiftungen des Saarlandes: 06841-19240

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