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Richtig fasten: Welche Fehler Sie vermeiden sollten

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Gesundheitliche Folgen  

Richtig fasten: Welche Fehler Sie vermeiden sollten

04.02.2014, 15:16 Uhr | ob (CF)/ses

Egal ob aus religiösen Gründen, zur Selbstfindung oder zur körperlichen Regeneration: Wenn Sie richtig fasten wollen, sollten Sie einiges beachten. Fehler passieren schnell und können gesundheitliche Folgen haben. Wir verraten, worauf Sie während einer Fastenkur achten sollten.

Fasten hat unterschiedliche Zielsetzungen

Unter Fasten versteht man eine selbstgewählte völlige oder teilweise Enthaltung von Speisen, Getränken und Genussmitteln über einen bestimmten Zeitraum hinweg. Unterschiedliche Menschen fasten aus unterschiedlichen Gründen.

Richtig fasten: Welche Fehler Sie vermeiden sollten. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gehört auf jeden Fall zum Fasten (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gehört auf jeden Fall zum Fasten (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Religiöses Fasten zwischen Fasching und Ostern soll dazu anleiten, sich auf das eigene Leben und seine Mitmenschen zu konzentrieren und dabei die Seele von Lastern wie Völlerei zu reinigen.

Heilfasten zur Stärkung der Gesundheit wird dadurch legitimiert, dass es den Körper von Giftstoffen reinigt und ihn in seiner Immunabwehr unterstützt. Wer allerdings aus Streben nach einer schlanken Figur eine "Nulldiät" macht, sollte sich darüber bewusst sein, dass Fasten kein nachhaltiges Mittel zur Gewichtsreduktion ist. Lesen Sie noch mehr Tipps zum Fasten weiter.

Die christliche Fastenzeit

In der katholischen Kirche sollten Gläubige, die zwischen 14 und bis 60 Jahre alt sind, während der Fastenzeit auf Fleisch, Alkohol, Süßigkeiten, Rauchen oder auch andere Genüsse verzichten. Im Mittelalter waren auch Fett, Eier und milchhaltige Produkte verboten; heute kommen Gewohnheiten wie Fernsehen oder Computerspielen dazu. An Sonntagen muss dabei nicht gefastet werden.

In der evangelischen Kirche existieren keine festen Vorschriften. Jedoch hat sie die Aktion "Sieben Wochen ohne" ins Leben gerufen, die in der Fastenzeit stattfindet und Christen dazu auffordert, ihre Gewohnheiten zu überdenken und auf alltägliche Genüsse zu verzichten.

Verschiedene Formen des Heilfastens

Abhängig von der jeweiligen Form des Fastens nehmen Sie unterschiedliche Mengen an Nahrung zu sich. So besteht beispielsweise der Speiseplan der F.X.-Mayr-Kur lediglich aus hellen Brötchen und Milch. Ziel hierbei ist es, den Darm zu entlasten und zu entschlacken. Die körpereigene Immunabwehr soll auf diese Weise gestärkt werden. Bei einer Saft-Fastenkur nehmen Sie keine feste Nahrung zu sich, sondern trinken ausschließlich Obst- und Gemüsesäfte.

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Starten Sie eine Heilfasten-Kur

Für den Körper bedeutet eine Fastenkur in jedem Fall eine große Umstellung, die nicht jeder Mensch gleichermaßen verkraftet. Der Organismus muss sich auf die plötzliche Reduktion der täglichen Kalorien erst gewöhnen. Die Folgen sind Müdigkeit, Schwächegefühle und Hunger. Nach ein paar Tagen sollten diese Symptome allerdings abklingen, als sich der Körper an die neue Situation allmählich anpasst.

Kann jeder fasten?

Grundsätzlich kann jeder gesunde Mensch fasten. Es gibt jedoch einige Einschränkungen: Kinder oder alte Menschen sollten vom Fasten absehen, da sie die Belastung der fehlenden Nährstoffe weit weniger gut kompensieren können als junge Erwachsene. Das ist der Grund, warum in der katholischen Kirche nur Menschen zwischen 14 und 60 zum Fasten aufgefordert werden - wenn Sie älter sind, empfiehlt es sich, die Diät in der Fastenzeit mit Ihrem Arzt abzusprechen.

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Fasten Sie?

Auch bei Herzerkrankungen oder Depressionen ist dringend vom Fasten abzuraten. "Wenn jemand regelmäßig Medikamente einnimmt und trotzdem eine Fastenkur machen möchte, ist es sinnvoll, wenn der Hausarzt das Fasten begleitet", so Hausarzt Dr. Marcel Schorrlepp gegenüber dem SWR. Diverse Medikationen müssen während der Fastenzeit überprüft und gegebenenfalls um- oder eingestellt werden.

Fehler: Fasten ist keine Alternative zur Diät

Doch auch wenn Sie gesund sind, gilt es, Fehler zu vermeiden. Richtiges Fasten beginnt schon bei Ihrer Zielsetzung: Fasten ist kein probates Mittel zur Gewichtsreduzierung. Die Fastenzeit wird vom Körper als Mangelphase erfahren, in der er seinen Stoffwechsel reduziert, um überleben zu können. Nach der Fastenperiode setzt bei "falscher" Ernährung - gemeint ist der übermäßige Verzehr von Zucker, Fett und Alkohol - der so genannte Jojo-Effekt ein: Der Körper versucht, alle während der Fastenzeit verbrauchten Kalorien wieder anzusammeln und darüber hinaus neue Fettdepots für weitere Mangelperioden anzulegen.

"Unkontrolliertes Fasten außerhalb von Kliniken kann sogar tödlich enden", warnt Diät-Experte Sven-David Müller gegenüber "Fit for Fun". Dauerhaftes Fasten belastet den Körper stark, da lebenswichtige Nährstoffe aus der Nahrung fehlen oder nur in sehr geringen Mengen zugeführt werden. Dieser Entzug wichtiger Nähr- und Mineralstoffe schwächt den Körper und erhöht die Anfälligkeit für Krankheiten.

Richtig fasten: Gönnen Sie sich Ruhe und Entspannung

Damit sich der Körper vollständig entschlacken kann, empfiehlt der "Focus", das Fasten mit einer Darmentleerung einzuleiten, ob mit Einlauf oder mit Glaubersalz. Tipp: Wenn Sie vor haben, zum ersten Mal zu fasten, sollten Sie das nicht länger als drei bis sieben Tage tun – für einen längeren Zeitraum sollten Sie unbedingt über genügend Erfahrung verfügen, wie Ihr Körper auf eine Fastenkur reagiert. Um Ihren Körper bei der Selbstreinigung zu unterstützen, sollten Sie täglich mindestens drei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Das hat neben der Entgiftung des Körpers den positiven Nebeneffekt, dass Ihr Hungergefühl gemildert wird, wie Schorrlepp erklärt.

Da der plötzliche Nahrungsentzug vom Körper als Stress empfunden wird, sollten Sie sich vor allem Ruhe gönnen. Gehen Sie viel an der frischen Luft spazieren und versuchen Sie sich auf sich selbst und Ihren Körper zu konzentrieren. Überfordern Sie sich nicht. Sobald Sie merken, dass Sie das Spazierengehen anstrengt, legen Sie sich schlafen. Sie werden merken, wie Ihr Körper beginnt, sich selbst zu regenerieren und wie sich nach ein paar Tagen der Kreislauf auf die neue Situation einstellt.

Fastenbrechen: Gehen Sie es langsam an

Nach der Fastenkur sollte Ihre Darmflora langsam wieder an feste und regelmäßige Nahrung gewöhnt werden. Die Aufbauzeit sollte mindestens ein Drittel der Länge der Fastenzeit betragen, auf jeden Fall aber vier Tage. Ein behutsamer Einstieg gelingt durch eine gesunde Vollwertkost. Achten Sie auf leicht verträgliche Nahrungsmittel wie Kartoffeln oder Äpfel und vermeiden Sie schwer verdauliche Lebensmittel wie Kohl, Bohnen oder Fleisch. Trinken Sie in der Phase des Fastenbrechens mindestens ein bis zwei Liter Tee oder mineralstoffhaltiges Wasser täglich, um den Stoffwechsel anzukurbeln.

 
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