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Magnesiumüberschuss - selten, aber gefährlich

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Magnesiumüberschuss: selten, aber gefährlich

21.06.2013, 15:55 Uhr | nm (CF)

Ein Magnesiumüberschuss tritt nur in sehr seltenen Fällen auf. Wenn es jedoch der Fall ist, dann wird es meist bedrohlich. Die Gefahren sind bei vielen Menschen kaum bekannt. Wir erklären, was das ist und wie Sie vorbeugen.

Magnesium (Mg) ist ein unverzichtbarer Mineralstoff und für zahlreiche Funktionen im menschlichen Körper verantwortlich: So steuert er die Muskel- und Nervenfunktion, also die körperliche und geistige Leistungsbereitschaft, ist für den Aufbau von Knochen, Zähnen sowie Erbanlagen verantwortlich und sorgt für eine richtige Verteilung anderer Mineralstoffe im menschlichen Körper. Darüber hinaus bildet Magnesium eine wichtige Voraussetzung für die Wirkung der Hormone.

Magnesiumüberschuss: selten, aber gefährlich. Magnesiumüberschuss: Selten- aber gefährlich (Foto: imago)

Magnesiumüberschuss: Selten- aber gefährlich (Foto: imago)

Laut Dr. Bernhard Peter, Apotheker und Diplom-Chemiker, befindet sich mehr als die Hälfte des Magnesiums in den Knochen, der Rest im Inneren der menschlichen Körperzellen und ganz wenig im Blut. Außerdem ist Magnesium sehr wichtig für das Zustandekommen vieler Stoffwechselvorgänge.

Was ist ein Magnesiumüberschuss?

Ein Magnesiumüberschuss, auch bekannt als Hypermagnesiämie, führt zu einer erschwerten Erregung der Nerven und kann für den Menschen sehr bedrohlich werden. Die Diagnose wird zwar nur in seltenen Fällen gestellt, kommt aber vermehrt bei Patienten vor, deren Nierenfunktionen gestört sind.

So kann der Magnesiumüberschuss Ursache von Fehlleistungen der Nierenausscheidung, Nierenversagen oder hormonellen Einflüssen sein, berichtet "MedizInfo", Gesundheitsportal für Verbraucher und Fachkräfte. Aber auch eine zu hohe Magnesiumzufuhr durch Nahrungsergänzungsmittel kann eine Hypermagnesiämie auslösen.

Welche Symptome treten bei einem Magnesiumüberschuss auf?

Bei einem Magnesiumüberschuss treten zuerst nur leichte Symptome, wie körperliche Schwäche, Schlaffheit und Müdigkeit, sowie ein niedriger Blutdruck auf. Sind die Normwerte allerdings um das zwei- bis dreifache überschritten, treten die Symptome in schwerwiegenderen Formen auf: So kann es zu einer Erschlaffung der Atemmuskulatur kommen, was folglich zu einem Atemstillstand führen kann.

Außerdem können Darm- und Blasenträgheit Verstopfungen und Inkontinenz auslösen, wie "MedizInfo" weiterhin informiert. Ist das zentrale Nervensystem betroffen, können sogar Symptome in Form von Reflexarmut und Lähmungserscheinungen auftreten.

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Wie sind die Normwerte? Kann man Sie beeinflussen?

Die Normwerte von Magnesium im Blutserum liegen zwischen 0.66 bis bis 1.10 mmol/l und zwischen 0.6 bis 5.0 mmol im 24-Stunden-Urin. Bei der 24-Stunden-Urinprobe erstreckt sich die Sammelperiode jeweils über einen Tag und eine Nacht.

Da das lebenswichtige Mineral "Magnesium" vom menschlichen Körper nicht selbst hergestellt werden kann, muss es über Nahrungsmittel, wie beispielsweise Teigwaren, Sonnenblumenkerne, Fisch- und Fleischprodukte oder Obst aufgenommen werden.

Die Gefahren von einem Magnesiumüberschuss

Das größte Problem bei einem Magnesiumüberschuss ist, diesen auch zu erkennen. Aufgrund der vorerst schwachen Symptome, ist die Diagnose häufig nicht eindeutig zu bestimmen. Da viele Menschen generell niedrige Blutdruckwerte haben, ist es schwierig, hieraus eine Hypermagnesiämie zu erkennen.

Trotzdem sollten Sie sich bewusst machen, dass ein Magnesiumüberschuss fast nur bei schwerer Einschränkung der Nierenfunktion oder in seltenen Fällen bei einer Überdosierung der Magnesiumzufuhr durch Nahrungsergänzungsmittel auftritt, wie die Apotheken Umschau auf www.apotheken-umschau.de informiert.

Wenn Sie die Gefahren erkannt haben

Der Magnesiumüberschuss wird mit der Verabreichung von Kalzium gemindert, welches die Nierenfunktion anregt und den Abbau des Magnesiums erhöht. In schweren Fällen werden Diuretika eingesetzt. Dabei handelt es sich um ein Medikament, das die Ausscheidung von Wasser und Salzen aus dem Körper beschleunigt.

Bei Patienten, deren Niereninsuffizienz bereits durch eine Dialyse behandelt wird, ist ein Magnesiumüberschuss ausgeschlossen, weil das Magnesium während dem Trennungsverfahren aus dem Körper gefiltert wird. Hier ist eher das Eintreten eines Magnesiummangels wahrscheinlicher.

Wichtig!

Haben Sie den Verdacht, an einem Magnesiumüberschuss zu leiden, lassen Sie sich bitte unbedingt von einem Arzt untersuchen. Erst dann, wenn er den Verdacht durch Blut- oder Urinuntersuchung bestätigt, können unter ärztlicher Aufsicht entsprechende Behandlungsmethoden eingesetzt werden.

Behandeln Sie eine vermutete, aber in Wahrheit nicht vorhandene Hypermagnesiämie durch die zusätzliche Einnahme von Kalzium selbst, können Sie einen Magnesiummangel hervorrufen - und das muss nicht sein! Sprechen Sie sich daher bitte immer zuerst mit Ihrem Arzt ab.

 
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