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Muskelfaserriss: Symptome, Therapie und Dauer

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Häufige Sportverletzung  

Muskelfaserriss: Symptome und Behandlung

| cw (CF)

Der Muskelfaserriss gehört zu den häufigsten Sportverletzungen überhaupt. Wir klären über die Symptome auf und verraten, was Sie bei der Behandlung und Therapie eines Muskelfaserrisses wissen sollten.

Wie entsteht ein Muskelfaserriss?

Durch zu starke und ruckartige Belastung kann es schnell zu einem Muskelfaserriss kommen. Sportarten wie Fußball oder Tennis, bei denen sich Sprints und schnelle Stopps abwechseln, gehören zu den größten Risikofaktoren. Die meisten Muskelfaserrisse betreffen die Wade, den Oberschenkel, den Oberarm oder die Schulter.

Muskelfaserriss: Symptome, Therapie und Dauer. Muskelfaserriss: Ein Mann sitzt auf dem Boden und hält sich die schmerzende Wade. (Quelle: imago/View Stock)

Mit einem Muskelfaserriss sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen. (Quelle: imago/View Stock)

Diese Faktoren erhöhen das Risiko von Muskelfaserrissen

Ein bereits geschädigter oder überlasteter Muskel ist sehr viel anfälliger für Muskelverletzungen aller Art. Regen und Kälte erhöhen das Risiko für Zerrungen und Muskelfaserrisse genauso wie nicht richtig ausgeheilte, vorangegangene Verletzungen.

Symptome eines Muskelfaserrisses

Beim Muskelfaserriss kommt es nach einer schnellen und heftigen Belastung des Muskels zu einem stechenden Schmerz. Eine weitere Belastung der betroffenen Muskulatur ist sehr schmerzhaft und oft kaum mehr möglich. Beim Muskelriss lassen sich teilweise sogar deutliche Dellen erkennen. Im Gegensatz zu einer Muskelzerrung kommt es beim Faserriss innerhalb kurzer Zeit zu einem großflächigen Bluterguss.

Behandlung eines Muskelfaserrisses – denken Sie an die PECH-Regel

Erste Hilfe: Die PECH-Regel ist die Abkürzung für die Reihenfolge folgender Behandlungsschritte:
Pause – Eis – Compression – Hochlagern

Pause

Beenden Sie Ihre sportliche Aktivität umgehend.

Eis

Kühlen Sie den betroffenen Muskel schnellstmöglich. Um Erfrierungen zu vermeiden, legen Sie Eis nicht direkt auf die Haut. Verwenden Sie besser einen feucht-kalten Umschlag.

Compression

Legen Sie einen elastischen Druckverband an. Die Kompression hilft, die Schwellung zu reduzieren. Hilfreich ist es, wenn Sie den Eis-Umschlag in den Verband integrieren, um so langfristig für Kühlung zu sorgen.

Hochlagern

Anschließend lagern Sie die verletzte Stelle – häufig die Wade oder den Oberschenkel – hoch.

 

Therapie eines Muskelfaserrisses

Nach der Ersten-Hilfe-Versorgung durch die PECH-Regel sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dieser kann Mithilfe von Ultraschall oder einer Kernspintomographie die genaue Art der Muskelverletzung erkennen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen der Behandlung ergreifen.

Wann ist eine Operation notwendig?

Je nachdem wie schwer die Verletzung des Muskels ist, kann ein operativer Eingriff notwendig sein. Hierbei wird der Bluterguss, der mit einem Muskelfaserriss einhergeht, entfernt und, wenn nötig, die Muskelfasern genäht. Ein solcher Eingriff kann den Heilungsprozess beschleunigen.

In einigen Fällen ist die Operation sogar unumgänglich, damit die Verletzung überhaupt heilen kann. Dies gilt wenn der Muskel so erheblich beschädigt wurde, dass er nicht von selbst heilen kann und bleibende Funktionsschäden drohen.

Muskelfaserriss: Verzichten Sie danach längere Zeit auf Sport oder ähnlichen Anstrengungen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)Muskelfaserriss: Verzichten Sie danach längere Zeit auf Sport oder ähnlichen Anstrengungen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wie lange dauert die Heilung nach einem Muskelfaserriss?

Selbst wenn Sie mit der PECH-Regel die richtigen Sofortmaßnahmen ergreifen, kommen Sie nicht darum herum, längere Zeit auf Sport zu verzichten. Bei einem Muskelfaserriss kann die vollständige Regeneration einige Wochen, manchmal sogar mehrere Monate in Anspruch nehmen. Wie lange die Pause im Einzelfall dauert, muss der Arzt entscheiden.

Beeinflusst wird der Heilungsprozess bei einem Muskelfaserriss unter anderem von Ihrem Alter und davon, welche Muskelpartie betroffen ist. Belasten Sie den Muskel zu früh, drohen Folgeschäden. Pausieren Sie nicht lange genug, kann beispielsweise eine Verkalkung der Muskulatur oder ein kompletter Muskelabriss entstehen.

Wann kann es mit Sport wieder los gehen?

Sobald Sie keine akuten Beschwerden mehr im betroffenen Muskel verspüren, können Sie mit vorsichtiger Belastung beginnen. Achten Sie darauf, nicht über die Schmerzen hinweg zu trainieren. In dem Fall riskieren Sie ernsthafte Verletzungen. Als Trainingseinstieg eignen sich Sportarten wie Fahrrad fahren oder joggen im gemäßigten Tempo. Schnelle und ruckartige Bewegungsabläufe, wie beispielsweise beim Fußball, sollten Sie unbedingt vermeiden.

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