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Deutschland schlägt Italien und steht im Halbfinale der EM 2016

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Endlich Sieg gegen Italien  

DFB-Elf behält im Elfer-Krimi die Oberhand

03.07.2016, 16:32 Uhr | t-online.de

EM-Reporter Thomas Tamberg nach dem Spiel gegen Italien. (Screenshot: t-online.de)
"Diese Mannschaft hat einen ganz besonderen Charakter"

Unser Redakteur Thomas Tamberg analysiert den Viertelfinalsieg gegen Italien.

"Diese Mannschaft hat einen ganz besonderen Charakter". (Quelle: t-online.de)


Aus Bordeaux berichtet Thomas Tamberg

Mit dem ersten Sieg gegen Italien bei einem großen Turnier hat Deutschland das Halbfinale der Europameisterschaft erreicht. Die DFB-Elf setzte sich im Viertelfinale mit 6:5 im Elfmeterschießen gegen die Squadra Azzurra durch. Nach 120 Minuten stand es 1:1 (1:1, 0:0).

Nachdem DFB-Torhüter Manuel Neuer im Elfmeterschießen zwei Mal pariert hatte, verwandelte Jonas Hector den entscheidenden Elfmeter für Deutschland. Mesut Özil (65. Minute) hatte Deutschland in Führung gebracht, Leonardo Bonucci (77./Handelfmeter) gelang der Ausgleich.

Im Semifinale wartet der Sieger des Viertelfinals zwischen Frankreich und Island (Sonntag ab 20.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) auf die deutsche Mannschaft.

Draxler rotiert wieder raus

Bundestrainer Joachim Löw stellte seine Elf gegenüber dem Achtelfinal-Sieg gegen die Slowakei auf einer Position um. Julian Draxler blieb etwas überraschend auf der Bank, für ihn stand Benedikt Höwedes in der Startformation und bildete mit Mats Hummels und Jerome Boateng eine Dreier-Abwehrkette.

Auf italienischer Seite fehlte Thiago Motta wegen einer Gelbsperre. Für den angeschlagenen Daniele de Rossi (Oberschenkelblessur) durfte Stefano Sturaro von Beginn an ran.

Khedira muss früh runter

Nachdem beide Teams in der Anfangs-Viertelstunde forsch aber kontrolliert loslegten, setzte es einen frühen Dämpfer für Deutschland: Sami Khedira, der in einem Zweikampf mit Giorgio Chiellini zusammengestoßen war, musste das Feld verletzungsbedingt früh verlassen. Für den defensiven Mittelfeldmann kam Bastian Schweinsteiger in die Partie und übernahm die Kapitänsbinde.

Schweinsteiger war es auch, der für die erste wirklich nennenswerte Szene der Begegnung sorgte. Der 31-Jährige köpfte den Ball in der 27. Minute nach einer Hummels-Flanke zwar in die Maschen, doch Schiedsrichter Viktor Kassai hatte ein Foul Schweinsteigers an Mattia de Sciglio gesehen und verweigerte dem Treffer die Anerkennung. Auf der Gegenseite unterlief Kimmich einen Ball und ermöglichte so den Italienern eine erste Tormöglichkeit. Doch Boateng konnte die flache Hereingabe von de Sciglio entschärfen (32.).

Italien hat nur Härte entgegenzusetzen

Kurz vor der Pause nahm die bis dahin stark von Taktik geprägte erste Halbzeit plötzlich nochmal ordentlich Fahrt auf. Erst kam Thomas Müller acht Meter vor dem Tor von Gianluigi Buffon etwas zufällig an den Ball, erwischte das Spielgerät aber nicht richtig (42.). Dann hatte das DFB-Team Glück, dass Boateng den Schuss von Sturaro noch an den Pfosten lenken konnte (44.).

Auch nach dem Wechsel riskierten beide Mannschaften zunächst nicht mehr als nötig. Erst Müller, dessen Linksschuss nach schöner Vorarbeit von Mario Gomez artistisch von Alessandro Florenzi zur Ecke geklärt wurde, ließ den Puls der 42.000 Fans in Bordeaux kurzzeitig in die Höhe schnellen (54.) und sorgte für eine Art Initialzündung. Dem zunehmenden Druck Deutschlands begegnete Italien mit Härte: Sturaro (56.), de Sciglio (57.) und Marco Parolo (59.) sahen kurz hintereinander die Gelbe Karte.

Ausgleich aus heiterem Himmel

In der 65. Minute hielt das Bollwerk der Italiener dann nicht mehr Stand: Nach einer schönen Kombination über Gomez und Jonas Hector war Mesut Özil am Fünfer einen Schritt schneller als die italienische Abwehr und netzte zum 1:0 für Deutschland ein. Beinahe hätte Gomez im Anschluss per Hacke auf 2:0 erhöht, doch Buffon verhinderte mit einer Glanztat eine vorzeitige Entscheidung.

Etwas schmeichelhaft kam Italien mitten in der Drangphase der Deutschen zum Ausgleich. Einen von Boateng verursachten Handelfmeter verwandelte Leonardo Bonucci zum 1:1 (77.) und stellte den Spielverlauf damit auf den Kopf. Da de Sciglio bei seinem Versuch nur das Außennetz traf (89.), ging das Spiel in der Verlängerung. Auch dort vermochte keins der beiden Teams eine Entscheidung zu erzwingen. Die beste Chance vergab der eingewechselte Draxler (107.).

Im Elfmeterschießen versagten den Spielern zunächst reihenwiese die Nerven. Italiens Zaza und Pelle verfehlten das Tor komplett, Bonucci scheiterte an Neuer. Müller, Özil und Schweinsteiger leisteten sich ebenfalls Fehlschüsse; Kroos, Draxler, Hummels, Kimmich und Boateng trafen ebenso wie auf italienischer Seite Insigne, Barzagli, Giaccherini, Parolo und de Sciglio. Nachdem Neuer gegen Darmian seinen zweiten Elfer parierte, machte Hector als neunter deutscher Schütze den Halbfinal-Einzug klar.

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