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Deutschland - Tschechien: Löw-Team interpretiert Uralt-Taktik völlig neu

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Neuer witzelt bereits darüber  

DFB-Team interpretiert Uralt-Taktik völlig neu

09.10.2016, 09:26 Uhr | t-online.de

"Tempo, Spielwitz, Einsatzfreude" machen Lust auf mehr

Die Deutsche Nationalmannschaft ließ im WM-Quali-Spiel gegen Tschechien nichts anbrennen.

"Tempo, Spielwitz, Einsatzfreude" machen Lust auf mehr. (Quelle: t-online.de)


Aus Hamburg berichtet Thomas Tamberg

Eine Fan-Kneipe in der Nähe des Hamburger Volksparkstadions trägt den wenig zweideutigen Namen "Tankstopp". Aufgetankt in Sachen Einstellung, Tempo und vor allem Spielidee hatte offenbar auch die deutsche Nationalmannschaft.

Das Team von Bundestrainer Joachim Löw besiegte in der Qualifikation zur WM 2018 Tschechien mit 3:0 (1:0) und zeigte dabei über weite Strecken begeisternden Fußball.

Spätestens als Löw nach gut einer halben Stunde eine Bogenlampe Richtung Trainerbank unter dem Jubel der Zuschauer lässig per Hacke zurück ins Spielfeld beförderte, wusste auch der Letzte in dem mit 51.299 Zuschauern offiziell ausverkauften Volksparstadion, dass auch der Bundestrainer mit der Darbietung seiner Spieler sehr zufrieden war.

"Hatten Spiel im Griff"

"Heute können wir schon sehr zufrieden sein. Wir hatten das Spiel über die gesamte Zeit fest im Griff", zog der 56-Jährige nach dem Abpfiff ein entsprechendes Fazit. Thomas Müller (13., 65.) und Toni Kroos (49.) schossen den niemals gefährdeten Erfolg heraus, der sogar noch um ein oder zwei Tore höher hätte ausfallen können.

Dadurch kamen die DFB-Kicker zu keinem Zeitpunkt in die Verlegenheit, dass ihnen ein selbstkreiertes Werbemotto hinterher auf die Füße gefallen wäre. "Kreisklasse spielen, Weltklasse tragen", lautete der Slogan auf einer Werbebande für neue Angebote im Online-Shop der verbandseigenen Amateur-Webseite. Diese Blöße gaben sich die Nationalspieler nicht. Aber zumindest taktisch ließen sie sich von der Kreisliga inspirieren.

DFB-Team veredelt Kreisliga-Taktik

"Hoch und weit" lautet bis heute ein altbewährtes Mittel auf den Dorfsportplätzen des Landes, um Spiele für sich zu entscheiden. Und bis weit in die neunziger Jahre waren lange Bälle auf den kopfballstarken Mittelstürmer sogar noch in der Bundesliga zu sehen.

Gegen Tschechien setzte auch die Nationalmannschaft auf diese Spielweise, allerdings in der Premium-Variante für technisch Hochbegabte. In den Hauptrollen standen dabei die beiden Innenverteidiger Mats Hummels und Jerome Boateng. Sie übernahmen die Rolle des Spielmachers. Immer wieder leiteten sie mit millimetergenauen Pässen über 30, 40 Meter gefährliche Angriffe der Nationalmannschaft ein und sorgten regelmäßig bei den Zuschauern für ein anerkennendes Raunen.

Zu langen Bällen gezwungen

Doch anstatt auf den ohnehin nicht existierenden großgewachsenen Mittelstürmer spielte das Bayern-Duo die Bälle entweder diagonal auf die Außenspieler oder Richtung Elfmeterpunkt in den Lauf eines Mitspielers. So wurde die Abwehrkette des Gegners immer wieder überwunden, da die technisch starken Spieler wie Mesut Özil oder Mario Götze die langen Bälle meist behaupten konnten.

"Wir sind es gewohnt die Bälle den Sechsern oder Achtern zu geben", analysierte Hummels nach die Partie diese neue Spielweise. Da Tschechien aggressiver draufgegangen sei, sei man auch ein bisschen zu den langen Bällen gezwungen worden. "Wir können das und machen das gerne", sagte er. Manuel Neuer witzelte später, dass er von hinten als "Zuschauer" den Eindruck hatte, dass es wohl ein "Battle" zwischen den beiden Innenverteidigern gab, "wer den schönsten Pass spielt".

"Leben selbst schwer gemacht"

Neben dieser Variante zeigte die Mannschaft einen Tempo-Fußball gepaart mit direktem Kombinationsspiel, den sie in dieser Konsequenz schon lange nicht mehr im Angebot hatte. "Wir haben von der ersten Minute an gezeigt, dass wir die drei Punkte haben wollen", sagte Özil.

"Wir waren mit der EM-Qualifikation nicht zufrieden. Da haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht. Daher haben wir uns auf die Fahne geschrieben, die WM-Qualifikation anders anzugehen", sagte Hummels.

Gegen Nordirland möchte man nun am Dienstag in Hannover (ab 20.30 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) noch einmal an diese Leistung anknüpfen. Dann, so Hummels, wäre man nach drei Spielen in einer "komfortablen Situation".

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