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FC Arsenal in deutscher Hand: Mesut Özil, Per Mertesacker und Lukas Podolski

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Özil, Mertesacker und Podolski  

Arsenal London in deutscher Hand

15.09.2013, 21:52 Uhr | t-online.de

FC Arsenal in deutscher Hand: Mesut Özil, Per Mertesacker und Lukas Podolski.  (Quelle: imago (Montage: t-online.de))

(Quelle: imago (Montage: t-online.de))

von Marc L. Merten

Nick Hornby ist wahrscheinlich der bekannteste Fan des Arsenal Football Club. Und "Fever Pitch" das wohl bekannteste Fußball-Buch der Welt. Hornby hat es 1992 geschrieben. In einer Zeit, in der Highbury ein heiliger Ort Londons war und die Gunners ein Team vornehmlich englischer Spieler waren. Seitdem hat sich einiges verändert.

Über das neue Emirates Stadium hat Hornby schon vor vier Jahren gesagt, dass es "bislang noch kein glücklicher Ort für den Klub ist. Wir haben ein paar gute Spiele gesehen, sicher, aber nichts, was die Tribünen zum Beben gebracht hat." Das gilt bis heute.

Mit Deutschlands Spielmacher zurück zu altem Glanz

Obwohl die Mannschaft von Arsene Wenger auch in den letzten Jahren nie erfolglos war. Seit dem Beginn der Wenger-Ära 1996 beendeten die Kanoniere eine Saison in der Premier League nie schlechter als auf Rang vier. Doch weil der letzte Titel (FA Cup) schon acht, die letzte Meisterschaft neun und der letzte internationale Triumph nächsten Sommer gar zwanzig Jahre zurückliegen, dürsten Hornby und die anderen Fans wie nie zuvor nach einer Trophäe. Sie fordern die Weihe des Emirates zur Spielstätte der Sieger.

Und tatsächlich stehen die Chancen so gut wie lange nicht mehr. In Londons Norden herrscht Euphorie. Nicht nur wegen des gelungenen Saisonstarts mit drei Siegen aus vier Spielen. Die Euphorie trägt einen Namen: Mesut Özil. Über den Wechsel des Spielmachers aus Madrid nach London ist bereits alles geschrieben worden. Unter dem Strich bleibt, dass Arsenal niemand Geringeren als den besten Vorlagengeber der Welt verpflichtet hat. In Zahlen liest sich Özils Zeit bei Real wie folgt: 3 Spielzeiten, 137 Pflichtspiele, 81 Torvorlagen. "Aha!", würde sein neuer Teamkollege Lukas Podolski wohl entzückt ausrufen.

Starke Arsenal-Premiere von Özil

Selten hat ein Transfer bei Arsenal derart hohe Wellen geschlagen. Trainer Wenger hat ihn unlängst mit dem Wechsel eines gewissen Dennis Bergkamp verglichen. Der Holländer war 1995 für die damalige Rekordsumme von 7,5 Millionen Pfund nach Highbury gewechselt. Mit ihm holten die Gunners unter Wenger drei Meisterschaften und viermal den FA Cup.

Der neue Bergkamp heißt Özil. Warum, zeigte der deutsche Nationalspieler bereits in seinem ersten Premier-League-Spiel. Beim 3:1 in Sunderland legte der Mann mit der Nummer elf das erste Tor auf, leitete das dritte ein und hätte mindestens drei weitere Scorerpunkte sammeln können, wenn Theo Walcott etwas kaltschnäuziger gewesen wäre. "Marionettenspieler" nannte ihn anschließend die englische Presse. Und schon während des Spiels schallte ein alter Song so laut wie eh und je durch das Stadion. "And it's Arsenal, Arsenal FC, we're by far the greatest team, the world has ever seen."

In der Tat war das erste Özil-Spiel die Demonstration einer neuen Arsenal-Qualität. Mit Walcott, Jack Wilshere und den noch verletzten Podolski und Santi Cazorla verfügte der AFC bereits letzte Saison über herausragende Flügelspieler. Nur eben über niemanden, der sie aus der Zentrale in Szene setzen konnte. Jetzt haben sie den 24-jährigen Deutschen, der überdies direkt damit begann, Mittelstürmer Olivier Giroud mit sensationellen Pässen zu füttern. Dem Franzosen, der bislang in jedem Saisonspiel getroffen hat, trauen einige Experten mit Özils Hilfe sogar den Griff nach der Torjägerkrone zu.

"The Big Fucking" Führungsspieler

Entsprechend hoch hängt Coach Wenger die Ziele für diese Saison. "Wir haben die gleichen Ambitionen wie die anderen Top-Klubs. Vielleicht noch größere", sagte er, als die Verpflichtung Özils perfekt war. Bei allem Jubel um die neue Offensiv-Power vergaß er aber auch nicht zu erwähnen, dass Arsenal die Stärke der letzten Saison nicht außer Acht lassen dürfe. Die Defensive, in der ein weiterer Deutscher eine Schlüsselrolle einnimmt.

Per Mertesacker, dessen Ansehen nicht nur in seiner Heimat zwischen Anerkennung, Skepsis und Bösartigkeit schwankt. Der mit seinem eher grobmotorischen Auftreten nur selten Begeisterung auslöst und doch so beständig wie kaum ein anderer Verteidiger in der Premier League auftritt. "The Big Fucking German", wie ihn die Briten nennen, steht bei Wenger hoch im Kurs. "Überragende Führungsqualitäten" bescheinigte der Coach dem 28-Jährigen jüngst und machte ihn zu Saisonbeginn sogar zum Ersatzkapitän der Gunners.

Mit dem Arsenal-Block zum WM-Titel?

Eine große Ehre für den deutschen Nationalspieler, der sich unter Joachim Löw passenderweise mal wieder entgegen aller Wahrscheinlichkeiten seinen Stammplatz zurückerkämpft hat. Bei Arsenal bildete er, zusammen mit dem eigentlichen Spielführer Thomas Vermaelen, letzte Saison das Herzstück der zweibesten Defensive der Liga. Kein Wunder also, dass Englands Idol Gary Lineker mit einigem Unbehagen bemerkte, mit Özil und Mertesacker würden nun ausgerechnet zwei Deutsche das Arsenal-Spiel prägen.

Der Dritte im Bunde kann derzeit hingegen nicht mitwirken. Der am Oberschenkel verletzte Podolski wird erst im November wieder für die Gunners auflaufen. Dann dürfte die Entwicklung des FC Arsenal auch für alle Deutschland-Fans von großem Interesse werden. Sollte Arsenal wirklich um die Meisterschaft mitspielen und auch international erfolgreich auftreten, kann sich die deutsche Nationalmannschaft neben einem Bayern- und einem Dortmund-Block auch auf einen Arsenal-Block freuen.

Und vielleicht verliebt sich dann ja sogar ein Gary Lineker in das Spiel der Deutschen. So, wie Nick Hornby es in "Fever Pitch" beschrieb: "Ich verliebte mich in den Fußball, wie ich mich später in Frauen verlieben sollte: plötzlich, unerklärlich, unkritisch und ohne einen Gedanken an den Schmerz und die Zerrissenheit zu verschwenden, die damit verbunden sein würden."

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