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WM 2014: Alte Försterei wird zum größten Wohnzimmer der Welt

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Mit eigenem Sofa ins Stadion  

Alte Försterei wird zum größten Wohnzimmer der Welt

14.05.2014, 12:42 Uhr | mpo, t-online.de

WM 2014: Alte Försterei wird zum größten Wohnzimmer der Welt. Die Alte Försterei wird während der WM 2014 zum größten Wohnzimmer der Welt. (Quelle: HELICON/COMPACTTEAM)

Die Alte Försterei wird während der WM 2014 zum größten Wohnzimmer der Welt. (Quelle: HELICON/COMPACTTEAM)

Stellen Sie sich vor, Sie gehen zum Public Viewing und können dort das erste WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Portugal von ihrem eigenen Sofa aus verfolgen. Gibt es nicht? Gibt es doch! Möglich machen das der 1. FC Union Berlin und seine Fans. Denn zur WM 2014 wird das Stadion An der Alten Försterei kurzerhand zum größten Wohnzimmer der Welt umfunktioniert - gigantischer Riesenfernseher und Wohnzimmertapete inklusive.

"Das ist natürlich eine Mördernummer", sagt Gerald Ponesky, der auf die verrückte Idee kam. "Wenn man mit 3000 Menschen in einer völlig neuen Wohngemeinschaft Fußball schaut, dann ist das etwas ganz besonderes. Das hat es bislang noch nicht gegeben und das sollte man sich nicht entgehen lassen."

"Wir machen kein Stadionlicht an"

Der Eintritt ist für alle Besucher im Übrigen komplett frei. "Sie kommen mit ihrem Sofa und zahlen nichts", sagt Ponesky. Dafür bekommt der Besucher aber allerhand geboten. 2000 Quadratmeter Tapete, ein 700 Zoll großer Fernseher und pro Sofa eine Couchlampe, die ebenfalls vom Veranstalter gestellt wird, sollen für die nötige Wohlfühlatmosphäre sorgen. Denn: "Wir machen kein Stadionlicht an", verrät Ponesky.

Programm wird es an der Alten Försterei jeden Tag geben, auch wenn aufgrund der teils sehr späten Anstoßzeiten nicht alle WM-Spiele übertragen werden. Insgesamt stehen 3000 Couchplätze (750 Sofas) und knapp 10.000 Sitz- und Stehplätze auf den Tribünen zur Verfügung.

100 Anmeldungen schon am ersten Tag

Die ersten Reaktionen auf die ungewöhnliche Aktion waren überragend. "Wir haben noch nie so viel positive Resonanz bekommen, wenn man einfach nur von der Idee erzählt hat. Sofort gab es bei den Menschen ein Kopfkino, Euphorie und sie bekamen ein Schmunzeln ins Gesicht. Das macht natürlich Spaß." Wichtig sei aber in erster Linie, ob der ersten Euphorie im nächsten Schritt auch die Aktion folge. Denn was nutzen Ponesky und seinem Team die zahlreichen Vorschusslorbeeren, wenn zum Beginn der WM kein einziges Sofa im Stadion steht.

Doch schnell war klar, dass jegliche vorhandene Skepsis fehl am Platze war. Denn bereits als die Aktion vor rund vier Wochen in die Union-Familie "hineingefunkt" wurde, war der Staudamm gebrochen. Innerhalb eines einzigen Tages gingen 100 Anmeldungen für die verschiedensten Sitzmöbel ein. So geht es seitdem weiter. Und das, obwohl die WM laut Ponesky in den Köpfen der Leute noch gar nicht angekommen sei. "Die Frage 'Wo schaue ich eigentlich die WM?' haben viele Menschen noch gar nicht für sich beantwortet", sagt der Eventplaner, der bereits zur WM 2006 gemeinsam mit mehreren Partnern in Berlin die Mutter aller Fanmeilen ins Leben rief. "Wir haben bezüglich des WM-Wohnzimmers nun aber schon mal eine erste Temperatur. Und die ist absolut heiß!"

Schwertransporter für ein einzelnes Sofa

Einen Vergleich zur Partymeile am Brandenburger Tor will der Veranstaltungs-Experte bewusst nicht zulassen. "Das wäre Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Wir haben hier bei Union eine ganz andere Verabredung und wenden uns mit der Aktion an ein ganz anderes Publikum. Die Meile 2006, das ist niemals zu übertreffen. Da hat einfach alles gepasst. Das muss bleiben und ist unantastbar. Was wir jetzt machen, ist kleiner, feiner, vielleicht herzlicher - ich weiß es nicht. Es ist auf jeden Fall etwas Neues und Anderes."

Welcher Hype um die ungewöhnliche Aktion bereits jetzt schon herrscht, erzählt Ponesky mit einem herzhaften Lachen. So wurde er beispielsweise spät abends von einem Fuhrunternehmer kontaktiert, der sein einziges Sofa gerne mit einem Schwertransporter zum Stadion bringen möchte. Ein anderes, kleineres Fahrzeug habe er leider nicht. Andere kündigten bereits vollmundig an, ihre Couch die 3,5 Kilometer von der heimischen Wohnung an die Alte Försterei tragen zu wollen.

"Eines Tages fiel der Groschen"

Wie auch immer die Möbelstücke ihren Weg auf den Rasen der Alten Försterei finden werden, Ponesky und sein Event-Team sind auf nahezu alle möglichen Eventualitäten vorbereitet. "Wir wissen zwar nicht, ob alles so funktioniert, wie wir uns das vorstellen. Wir wissen auch nicht, ob das alles so emotional wird, wie wir uns das wünschen. Aber wir sind immer spielfähig." Das Wetter spielt dabei keine Rolle, denn gesendet wird auch, wenn es regnen sollte. "Für diesen Fall haben wir Überzieher für die Sofas und Regencapes. Aber die Sofabesitzer werden sich sicher individuell bestens auf den Fall der Fälle vorbereiten."

Doch wie kommt man überhaupt auf die Idee, ein ganzes Fußballstadion in ein riesengroßes Wohnzimmer umzubauen? "Man hört den Leuten um einen herum ja automatisch immer zu. Bei Union sprachen die Fans immer wieder davon, dass die Alte Försterei ihr zweites Zuhause, ihr Wohnzimmer ist. Eines Tages fiel dann bei mir der Groschen", so Ponesky. "Nun sind wir sehr glücklich, dass man an die Idee geglaubt hat und uns die Chance gibt. Jetzt müssen die Leute nur noch ihre Couch von daheim mitbringen, den Rest bauen wir."

Mehr Informationen und wie Sie auch mit Ihrer Couch im WM-Wohnzimmer dabei sein können, finden Sie unter www.wm-wohnzimmer.berlin

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