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WM 2014: Frankreich zerstört symbolisch Mannschaftsbus von 2010

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Symbolische Zerstörung  

Frankreich will Fiasko von Knysna vergessen

27.05.2014, 10:30 Uhr | t-online.de

WM 2014: Frankreich zerstört symbolisch Mannschaftsbus von 2010. Symbolische Zerstörung vor der WM: Das Fiasko von Knysna wollen die Franzosen jetzt abhaken. (Quelle: AFP)

Symbolische Zerstörung vor der WM: Das Fiasko von Knysna wollen die Franzosen jetzt abhaken. (Quelle: AFP)

Der französische Fußballverband (FFF) hat eine Kopie des Mannschaftsbus des Nationalteams bei der Weltmeisterschaft 2010 zerstört. Damit will der FFF symbolischen einen Neuanfang nach dem Fiasko bei der WM 2010 wagen.

Zwischen dem 17. und 23. Juni 2010 war eine bereits angespannte Situation der französischen Nationalelf in einem Streit eskaliert, der weit über die WM in Südafrika hinaus Frankreich beschäftigte. Sowohl Raymond Domenech, der damalige Trainer, als auch der Ex-Mannschaftskapitän Thierry Henry schieden aus der Nationalmannschaft aus.

Auslöser der mannschaftsinternen Querelen war ein Disput zwischen Domenech und Nikolas Anelka. Der Trainer hatte Anelka angewiesen, sich in seine taktische Aufstellung zu integrieren, weil es zur Halbzeitpause im Vorrundenspiel gegen Mexiko noch kein Tor gegeben hatte.

Daraufhin kritisierte Anelka den Trainer heftig, weshalb dieser ihn zur zweiten Halbzeit auswechselte. Nach einem Remis im ersten Spiel gegen Uruguay und dem 0:2 gegen Mexiko, schwanden auch die Hoffnungen auf sportlichen Erfolg.

Sitzstreik im Mannschaftsbus

Als Anelka sich nicht, wie vom FFF-Präsidenten Jean-Pierre Escalettes gefordert, bei Domenech entschuldigte, schickte der Verband den Angreifer nach Hause. Aus Solidarität mit Anelka und weil viele wohl seiner Meinung waren, eskalierte die Situation schließlich in einem Sitzstreik im Mannschaftsbus.

Angestiftet von mehreren Wortführern der Mannschaft, darunter Franck Ribéry und Patrice Evra, entschieden sich die Spieler nicht trainieren zu wollen und blieben zunächst im Bus sitzen. Zwar stiegen sie später doch aus, gaben aber nur Autogramme.

Es kam wie es kommen musste: Frankreich verlor auch das dritte Spiel gegen Südafrika mit 1:2 und musste sich mit nur einem Punkt von der WM verabschieden.

Ursachen und Folgen der Meuterei

Auch in den Jahren zuvor war der sportliche Erfolg ausgeblieben und der Auftritt der "Bleus" in Südafrika wurde als Schande für Frankreich empfunden. Deshalb diskutierte auch die Politik in großem Maße über die Ursachen und Konsequenzen der Fußball-Meuterei.

Nachdem die FIFA einer Einmischung durch die französische Regierung kritisch gegenüberstand, wurden personelle Konsequenzen und Geldstrafen dann aber intern beschlossen. Die FFF-Vorsitzenden traten zurück, der Vertrag des Nationaltrainers wurde nicht verlängert und die mitwirkenden Spieler für ein bis 18 Länderspiele gesperrt.

Die Franzosen waren offenbar so enttäuscht von ihrer Elf, dass Frankreichs Fußballer des Jahres ausgerechnet Samir Nasri wurde, der für den WM-Kader nicht berücksichtigt worden war.

2014 soll alles besser werden

Zur Vorbereitung auf die WM 2014 wurden nun symbolisch die Altlasten abgeschüttelt. Auch der neue Coach Laurent Blanc genießen großes Ansehen in Frankreich und sollen die Ereignisse von Knysna vergessen lassen.

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