Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > >

Heizölpreis aktuell: OPEC-Unstimmigkeiten destabilisieren Rohölpreise

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group
 (Quelle: Mobene)

Heizölpreise aktuell

OPEC-Unstimmigkeiten destabilisieren Rohölpreise

23.05.2017, 09:45 Uhr | mobene

Heizöl-Marktbericht aktuell: OPEC-Unstimmigkeiten destabilisieren Rohölpreise Die Entwicklung des Heizölpreises im aktuellen Marktbericht. (Quelle: imago/Chromeorange)

Der Marktbericht informiert täglich, wie sich der Heizölpreis entwickelt. (Quelle: Chromeorange/imago)

+++ Heizöl-Marktbericht vom 23. Mai 2017 +++

Heizölpreis
AnzeigeHeizölpreisrechner

Preis berechnen und Heizöl online bestellen

 

Zu Wochenbeginn hatte die bullishe Stimmung rund um das kurz bevorstehende OPEC-Treffen den Markt beherrscht. Noch gestern zeigten sich Marktteilnehmer zuversichtlich, dass die am Abkommen beteiligten Staaten die Produktionskürzungen am Donnerstag nicht nur verlängern, sondern sogar langfristig aufrecht erhalten werden. Dieser Optimismus wandelt sich zwei Tage vor der Entscheidung jedoch in Unsicherheit. Offenbar gibt es innerhalb der OPEC Unstimmigkeiten zwischen den beiden größten ölproduzierenden Mitgliedsstaaten. Während sich Saudi-Arabien klar für eine neunmonatige Verlängerung der Vereinbarung ausgesprochen hat, berichten Medien über den Standpunkt des Irak Widersprüchliches.

Spekulationen über Entscheidung des Irak
Welche Verlängerungsoption der Irak am Donnerstag unterstützen wird, ist derzeit unklar. Am Sonntag hatte sich der Ölminister des zweitgrößten Ölproduzenten der OPEC, Jabbar Al-Luaibi, nicht zum Standpunkt seines Landes geäußert. Auf einer Pressekonferenz betonte Al-Luaibi lediglich, es gebe sowohl für sechs- als auch für neunmonatige Produktionskürzungen Unterstützer innerhalb der OPEC. Einigkeit herrsche bisher nur darüber, dass das Abkommen verlängert werden soll. In Medienberichten hieß es zuletzt einheitlich, der Irak favorisiere eine Weiterführung der Vereinbarung um sechs Monate.
Nach Information des Nachrichtensenders Bloomberg hat Saudi-Arabiens Energieminister Khalid Al-Falih den Irak jedoch mittlerweile von einem neunmonatigen Abkommen überzeugt. Bloomberg zufolge hat es ein Treffen zwischen Al-Falih und seinem irakischen Kollegen Al-Luaibi gegeben. Hier habe Al-Luaibi nach dem Gespräch seine Unterstützung für Produktionskürzungen bis ins kommende Jahr hinein zugesichert. Bereits am Sonntag hatte Saudi-Arabiens Al-Falih bekanntgegeben, alle am Abkommen beteiligten Staaten seien „an Bord“ der langfristigen Vereinbarung. Zu Beginn der vergangenen Woche hatten Saudi-Arabien und Russland empfohlen, die Produktionskürzungen bis Ende März 2018 weiterzuführen und seitdem Überzeugungsarbeit geleistet. Laut Bloomberg haben sie nicht nur den Irak, sondern auch die externen Ölproduzenten Oman und Mexiko für ihren Standpunkt gewinnen können. Da der Beschluss der OPEC-Vollversammlung einstimmig fallen muss, bleibt die Stimmung am Markt voraussichtlich bis Donnerstag angespannt. Erst dann wird sich zeigen, welche der aktuellen Annahmen sich bewahrheiten.
Die Spekulationen über den Standpunkt des Irak destabilisieren die Rohölpreise am Morgen etwas. Das amerikanische WTI befindet sich bei 50,76 US-Dollar, während ein Barrel der Nordseesorte Brent 53,48 US-Dollar kostet. Beide Rohölpreise liegen damit noch immer auf einem hohen Niveau, nachdem sie gestern ihre Einmonatshochs erreicht hatten. Der Heizölpreis hat im Vergleich zum Vortag erneut etwas zugelegt. Im Deutschlanddurchschnitt kosten 100 Liter 56,45 Euro. Der Blick gilt nun den wöchentlichen Daten des American Petroleum Institute und des amerikanischen Department of Energy zu den Veränderungen der US-Ölbestände. Diese werden der bevorstehenden OPEC-Entscheidung voraussichtlich einen letzten Impuls liefern.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 22. Mai 2017 +++

Richtungsweisender Impuls am Ölmarkt ist zu Wochenbeginn die bevorstehende OPEC-Entscheidung über die Zukunft der Produktionskürzungen. Am Donnerstag werden die am Abkommen beteiligten Staaten in Wien beraten, ob sie ihre Förderung für weitere Monate zurückfahren werden. Dass die OPEC-Vereinbarung verlängert wird, bezweifeln Marktteilnehmer nicht. Spekulationen ranken sich vielmehr um die Geltungsdauer des Folgeabkommens. Derzeit gibt es sowohl Stimmen für sechs- als auch für neunmonatige Produktionskürzungen. In Statements mehrerer Energieminister zeichnete sich gestern jedoch bereits ab, wie die Entscheidung der OPEC voraussichtlich ausfallen wird.

Saudi-Arabien sieht alle „an Bord“ eines langfristigen Abkommens
Die am OPEC-Abkommen beteiligten Staaten werden am Donnerstag voraussichtlich eine langfristige Folgevereinbarung verabschieden. Diesbezüglich äußerte sich Khalid Al-Falih, der Energieminister Saudi-Arabiens, gestern auf einer Pressekonferenz in Riad zuversichtlich. Die kooperierenden Staaten sind Al-Falih zufolge überzeugt, die Aufrechterhaltung der bisherigen Produktionskürzungen sei die richtige Lösung, um die globalen Ölbestände bis zum Ende des ersten Quartals 2018 auf das angestrebte Niveau zu senken. Möglicherweise beteilige man noch ein bis zwei weitere kleinere Ölproduzenten an dem Abkommen, sollte Bereitschaft bestehen. Wie er in einem Interview mit Bloomberg betonte, glaubt Al-Falih, es seien „alle an Bord“. Jeder, mit dem er gesprochen habe, favorisiere eine Verlängerung um neun Monate.
Auch der Ölminister des Iraks, Jabbar Al-Luaibi, hat sich gestern zu der Zukunft der Kooperationsvereinbarung geäußert. Al-Luaibi zufolge herrscht Einigung darüber, dass die Produktionskürzungen aufrecht erhalten werden sollten. Für wie lange das Folgeabkommen gelten werde, stehe jedoch noch nicht fest. Manche Minister seien für sechs Monate, manche für neun. Für den Markt scheint die konkrete Ausgestaltung einer Verlängerung aktuell nicht von Bedeutung. Hier genügt die Zuversicht, dass das OPEC-Abkommen überhaupt weitergeführt wird, für einen spürbaren Aufwärtstrend der Ölpreise. Das amerikanische WTI befindet sich am Montagmorgen mit 50,77 US-Dollar deutlich oberhalb der 50-US-Dollar-Schwelle. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet 54,01 US-Dollar. Die Preise beider Rohölsorten haben damit stark zugelegt. Der Heizölpreis verzeichnet indes einen vergleichsweise geringen Anstieg. Im Deutschlanddurchschnitt kosten 100 Liter 56,14 Euro.

US-Ölproduktion weiterhin mit Wachstumspotenzial
Die USA haben ihre Bohraktivität erneut gesteigert. Laut aktuellen Zahlen von Baker Hughes sind mit nun insgesamt 720 aktiven Ölbohranlagen acht mehr in Betrieb als zuvor. So viele Produktionsstätten seien zuletzt im April 2015 aktiv gewesen. Die US-Bohraktivität hat Baker Hughes zufolge innerhalb eines Jahres um 142 Prozent zugelegt. Seit mehr als vier Monaten sei sie in Form der Aktivierung neuer Anlagen ununterbrochen ausgebaut worden. Trotz der stetig wachsenden Zahl betriebener Ölbohranlagen ist die US-Produktion laut amerikanischem Department of Energy (DOE) derzeit rückläufig. Vergangenen Mittwoch hatte das DOE bekanntgegeben, die USA hätten in der Berichtswoche täglich 9.000 Barrel weniger gefördert als zuvor. In der Regel dauert es jedoch sechs bis acht Wochen, bis neu in Betrieb genommene Bohranlagen tatsächlich Öl fördern. Daher ist davon auszugehen, dass sich die von Baker Hughes gemeldeten Zahlen zeitlich verzögert im DOE-Bericht über die US-Produktion niederschlagen werden.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 19. Mai 2017 +++

In seinem am Mittwoch veröffentlichten Report meldete das amerikanische Department of Energy (DOE) nicht nur eine Reduzierung des Rohölvorrats der USA, sondern auch den Rückgang der US-Ölförderung. Während der Bestand an Rohöl um 1,8 Millionen Barrel gesunken sei, hätten die USA in der Berichtswoche täglich 9.000 Barrel weniger produziert. Diese Informationen gaben den Ölpreisen gestern Aufwind. Zum Wochenende hält dieser Effekt des DOE-Berichts an. Gemeinsam mit aktuellen OPEC-Statements begünstigen die US-Daten einen deutlichen Aufwärtstrend der Rohölpreise, der ihnen ein Dreiwochenhoch bescherte.

OPEC-Unterstützung für langfristige Produktionskürzungen wächst
Die meisten an der OPEC-Vereinbarung beteiligten Staaten haben sich für ein langfristiges Folgeabkommen ausgesprochen. Das bestätigte der algerische Energieminister Noureddine Boutarfa am Donnerstag. Die Mehrheit der kooperierenden ölproduzierenden Länder unterstütze den Vorschlag Saudi-Arabiens und Russlands, die Produktion bis ins kommende Jahr hinein zu kürzen. Die beiden größten am Abkommen beteiligten Ölproduzenten hatten in der Nacht zum Montag bekanntgegeben, sie favorisierten die Aufrechterhaltung der Kürzungen bis Ende März 2018. Boutarfa zufolge erfährt die neunmonatige Verlängerung von den OPEC-Mitgliedsstaaten Kuwait, Irak und Venezuela Unterstützung. Auch externe Kooperationsstaaten wie der Oman und der Südsudan befürworteten ein langfristiges Abkommen.
Vor dem Hintergrund des gesunkenen Rohölvorrats und der geringeren Ölförderung in den USA sorgen die OPEC-Statements erneut für Zuversicht am Markt. Der angestrebte Rückgang der OECD-Bestände auf ihren Fünfjahresdurchschnitt scheint vor allem im Rahmen einer langfristigen Vereinbarung realisierbar. Dieser Optimismus bescherte den Rohölpreisen ihre Dreiwochenhochs. Das amerikanische WTI befindet sich bei 49,78 US-Dollar, während ein Barrel der Nordseesorte Brent am Morgen 52,94 US-Dollar kostet. Auch der Heizölpreis bewegt sich das erste Mal seit einigen Tagen leicht aufwärts. Im Deutschlanddurchschnitt kosten 100 Liter 55,45 Euro.
Eine Entscheidung darüber, für wie lange die Produktionskürzungen verlängert werden, fällt die OPEC am 25. Mai. Auf Basis von Daten der Energy Information Administration (EIA) hat der Nachrichtensender Bloomberg bereits jetzt kalkuliert, ob ein aufrechterhaltenes Abkommen tatsächlich die globalen Bestände senken würde. Im April lagen die Ölvorräte der OECD-Staaten, 35 hoch entwickelter und industrialisierter Länder, laut EIA 307 Millionen Barrel über dem Fünfjahresdurchschnitt. Den Berechnungen von Bloomberg zufolge können die OECD-Vorräte im März 2018 leicht unterhalb dieses Referenzwertes liegen. Voraussetzung sei allerdings, dass die OPEC-Staaten konstant maximal 31,7 Millionen Barrel pro Tag produzierten und Russlands Förderung die Marke von 11,5 Millionen Barrel täglich nicht übersteige. Somit müssen die am Abkommen beteiligten Ölproduzenten ihre Kürzungsquoten laut Bloomberg vollständig einhalten, um die OECD-Vorräte bis März kommenden Jahres auf ihren Fünfjahresdurchschnitt zu senken.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 18. Mai 2017 +++

Am Dienstag hatte das American Petroleum Institute (API) mit seinem Bericht über die Veränderungen der US-Ölbestände einen Abwärtstrend der Ölpreise ausgelöst. Die gestern veröffentlichten Vergleichsdaten des amerikanischen Department of Energy (DOE) sind hingegen grundsätzlich bullish zu interpretieren. Sie stabilisieren die Rohölpreise am Morgen. Am Markt herrscht offenbar weiterhin Zuversicht hinsichtlich nachhaltig wirksamer OPEC-Produktionskürzungen.

DOE: US-Rohölbestand wegen hoher Raffinerieauslastung gesunken
Die USA haben ihre Vorräte an Rohöl, Destillaten und Benzin reduziert, während die Raffinerieauslastung gestiegen ist. Laut DOE wurde der US-Rohölbestand in der Berichtswoche um 1,8 Millionen Barrel abgebaut. Der grundsätzlich bullishe Effekt dieser Meldung wird durch die hohe Raffinerieauslastung eingedämmt. Im Vergleich zur Vorwoche sei diese um 1,9 Prozent gestiegen. Derzeit sind die Raffinerien in den USA damit laut DOE zu 93,4 Prozent ausgelastet, während sie es im Vorjahr nur zu 90,5 Prozent gewesen waren. Aktuell werden also große Mengen Rohöl in den Raffinerien weiterverarbeitet, sodass der Rückgang des Bestandes vor dem Hintergrund der OPEC-Produktionskürzungen deutlicher hätte ausfallen müssen. Diese Förderkürzungen haben die USA offenbar nicht erreicht. In der Berichtswoche haben die USA dem DOE zufolge sogar 6,8 Millionen Barrel mehr Rohöl importiert als zuvor, was die OPEC-Staaten weiter unter Druck setzt. Im Gegensatz zum DOE hatte das API am Dienstag gemeldet, der US-Rohölbestand habe um 900.000 Barrel zugelegt und damit einen Fall der Ölpreise ausgelöst. Mit den DOE-Daten im Fokus erholen sich die Preise am Morgen.
Neben dem Vorrat an Rohöl ist laut DOE auch der Bestand an Destillaten gesunken. Es würden 1,9 Millionen Barrel weniger von dem Produkt gelagert als zuvor. Der Benzinbestand hat dem DOE zufolge allerdings nur minimal abgenommen. Um 400.000 Barrel sei der Vorrat zurückgegangen. Dass der Benzinbestand kurz vor Beginn der Fahrsaison nur leicht gesunken ist, liegt laut DOE an der rückläufigen Produktnachfrage. Der Bericht des amerikanischen Department of Energy beinhaltet damit sowohl bullishe als auch bearishe Daten. Ein weiterer grundsätzlich bullisher Aspekt für den Markt ist die zum ersten Mal seit 13 Wochen gefallene US-Rohölförderung. In den gesamten USA wurden dem DOE zufolge täglich 9.000 Barrel weniger produziert als zuvor. Dass ein Großteil des Förderrückgangs jedoch allein auf Alaska zurückzuführen ist und die Produktion in den Schieferöl fördernden Staaten erneut zugenommen hat, sehen Marktteilnehmer bearish. Der Report des DOE hinterlässt damit einen gemischten Eindruck. Dennoch herrscht am Markt offenbar bullishe Stimmung. Das amerikanische WTI befindet sich am Morgen bei 48,97 US-Dollar, während ein Barrel der Nordseesorte Brent 52,09 US-Dollar kostet. Die Preise beider Rohölsorten haben damit deutlich zugelegt. Der Heizölpreis ist im Vergleich zum Vortag hingegen weiter gefallen. Im Deutschlanddurchschnitt kosten 100 Liter 55,05 Euro.

Irak: Premierminister unterstützt weitere Produktionskürzungen
Der irakische Premierminister, Haider Al-Abadi, hat sich für eine Verlängerung des OPEC-Abkommens ausgesprochen. Auf einer Pressekonferenz betonte er, sein Land werde sich für die Weiterführung der Produktionskürzungen einsetzen. Für wie lange die Förderlimits aufrecht erhalten werden sollten, sagte Al-Abadi nicht. In der vergangenen Woche hatte bereits der irakische Ölminister, Jabbar Al-Luaibi, seine Unterstützung für eine Verlängerung der Vereinbarung erklärt. Gemeinsam mit seinem Kollegen aus Algerien hatte Al-Luaibi bekanntgegeben, die am Abkommen beteiligten Staaten seien sich intern über eine sechsmonatige Fortsetzung einig. Die Entscheidung über die Zukunft des OPEC-Abkommens fällt am 25. Mai.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 17. Mai 2017 +++

Seit Wochenbeginn sind die Rohölpreise gestiegen und haben sich auf einem hohen Niveau zwischen 49 US-Dollar und 52 US-Dollar bewegt. Ausgelöst wurde der Aufwärtstrend durch Spekulationen über langfristige Produktionskürzungen der OPEC. Saudi-Arabien und Russland hatten sich in der Nacht zum Montag dafür ausgesprochen, das Abkommen bis Ende März 2018 zu verlängern. Die Bereitschaft der größten an der Vereinbarung beteiligten Ölproduzenten, ihre Förderung über einen so langen Zeitraum zurückzufahren, sorgte für bullishe Stimmung am Markt. Das Statement machte Marktteilnehmer offenbar zuversichtlich hinsichtlich einer nachhaltigen Reduzierung des globalen Ölvorrats. Dieser Optimismus wurde vom gestern veröffentlichen Bericht des American Petroleum Institute (API) über die Veränderungen der US-Ölbestände allerdings gedämpft. Eine unerwartet bearishe Entwicklung des Rohölvorrats begünstigt am Morgen einen deutlichen Abwärtstrend der Ölpreise.

API: US-Rohölbestand ausgebaut
Nachdem der US-Vorrat an Rohöl in den vergangenen Wochen teils stark abgebaut worden war, ist er entgegen allen Erwartungen nun wieder gestiegen. Laut API lagerten die USA in der Berichtswoche 900.000 Barrel Rohöl mehr als in der Vorwoche. Gerechnet worden war mit weiteren Bestandsrückgängen um bis zu 2,2 Millionen Barrel. Da der US-Rohölvorrat als Indiz für die Entwicklung des globalen Ölbestandes gilt, setzt die Meldung des API die OPEC unter Druck. Dass die Produktionskürzungen bis kurz vor dem über das Abkommen entscheidenden Treffen am 25. Mai in den USA keine Wirkung gezeigt haben, lässt am Markt Zweifel an der Wirksamkeit der OPEC-Maßnahmen aufkommen. Deutlich ausgebaut wurde dem API zufolge auch der US-Vorrat an Destillaten. Um 1,8 Millionen Barrel habe der Bestand zugelegt, obwohl auch hier zuvor von einem Rückgang um 1,2 Millionen Barrel ausgegangen worden war. Im Frühjahr liegt das Augenmerk der Marktteilnehmer in der Produktkategorie jedoch auf dem Benzinvorrat. Dieser war in den vergangenen Wochen gewachsen, wurde nun aber laut API um 1,8 Millionen Barrel reduziert. Diese Entwicklung ist für Marktteilnehmer eine beruhigende, da der sinkende Benzinbestand für eine saisonal typisch hohe Nachfrage spricht.
Richtungsweisend sind am Markt besonders die Daten des API zur Veränderung des US-Rohölvorrats. Sie lösten einen Abwärtstrend der Ölpreise aus. Das amerikanische WTI befindet sich am Morgen mit 48,35 US-Dollar deutlich unterhalb der 49 US-Dollar-Schwelle, während ein Barrel der Nordseesorte Brent 51,41 US-Dollar kostet. Auch der Heizölpreis ist im Vergleich zum Vortag zurückgegangen. Im Deutschlanddurchschnitt kosten 100 Liter 55,44 Euro. Abzuwarten bleibt, ob das amerikanische Department of Energy die Einschätzungen des API am Nachmittag bestätigt.

OPEC: Produktion minimiert, Exporte weiter hoch
Die am OPEC-Abkommen beteiligten Staaten haben offenbar zwar ihre Förderung zeitweise zurückgefahren, allerdings ohne Einfluss auf die Exportzahlen. Das geht aus einem gestern veröffentlichten Report des Informationsdienstleisters „Energy Aspects“ hervor. Trotz der Produktionskürzungen sei die exportierte Menge an Rohöl nahezu unverändert hoch geblieben. Energy Aspects zufolge haben die kooperierenden Staaten auf ihre eigenen Vorräte zurückgegriffen, um weiterhin Rohöl verkaufen zu können und so ihre Marktanteile zu sichern. Wegen der hohen Exportzahlen sei weltweit noch kein Rückgang der Bestände zu erkennen. Sobald die Vorräte der OPEC-Staaten allerdings stark genug gesunken sind, werden die Ölproduzenten die Kürzungen laut Energy Aspects nicht länger kompensieren können. Auf lange Sicht würden daher die Exporte zurückgehen, was sich auch in den OECD-Beständen bemerkbar machen werde. Die Mitgliedsstaaten der OPEC haben gemeinsam mit externen ölproduzierenden Ländern ihre Produktion seit Januar zurückgefahren, um die OECD-Vorräte auf ihren Fünfjahresdurchschnitt zu senken.

Heizölpreis
AnzeigeHeizölpreisrechner

Preis berechnen und Heizöl online bestellen

 

Shopping
Shopping
Gartengeräte: Tolle Helfer für den grünen Daumen

Die neuesten hochwertigen Modelle für Ihren kleinen oder großen Garten. Jetzt auf OTTO.de.


Anzeige
shopping-portal