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Die sieben größten Feinde für die Augen

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Ab 50 wird`s kritisch  

Die sieben größten Feinde für die Augen

27.04.2015, 17:14 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Die sieben größten Feinde für die Augen. Schon bei leichten Beschwerden am Auge, sollte man zum Arzt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schon bei leichten Beschwerden am Auge, sollte man zum Arzt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Augen sind das wichtigste Sinnesorgan: Schätzungen zufolge nehmen wir 70 Prozent unserer Informationen über das Sehen auf. Damit die Sehkraft auch im Alter erhalten bleibt, sollte man den Augen genügend Aufmerksamkeit schenken und Risikofaktoren meiden. Ein Arzt hat uns die größten Augen-Feinde verraten.

"Besonders ab dem 50. Lebensjahr sind es die sogenannten Volkskrankheiten der Augenheilkunde, die unserem Sehvermögen zusetzen", sagt Dr. Georg Eckert, Augenarzt und Pressereferent des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands (BVA). "Darunter etwa die Anfänge des Grauen Stars, auch Katarakt genannt."

Ab 50 droht der Graue Star

Beim Grauen Star kristallisieren die in der Augenlinse befindlichen Eiweiße aus und trüben den Blick. Betroffene sehen dann wie durch ein Milchglas. Der Grüne Star hingegen, auch Glaukom genannt, kann bereits in jüngeren Jahren vorkommen. Dabei wird der Sehnerv aufgrund eines erhöhten Augeninnendrucks langsam zerstört. Ohne Behandlung erblindet der Betroffene.

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UV-Licht wird unterschätzt

Doch nicht nur das Alter stellt einen Feind für die Augen dar. Zu viel UV-Licht kann ebenfalls zu bleibenden Schäden an Linse und Netzhaut führen. Das Kritische dabei ist: Der Betroffene merkt davon nichts. Erst Jahre später gehören eine Makuladegeneration und Grauer Star zu den möglichen Folgen.

Bei Sonne in Kombination mit Schnee droht sogar Schneeblindheit, eine Art Sonnenbrand auf den Augen. "Dabei werden die obersten Zelllagen der Hornhaut beschädigt, was zu erheblichen Schmerzen  und kurzzeitigen Sehproblemen führt", erklärt Eckert. Der beste Schutz ist eine Sonnenbrille.

Eine gute Sonnenbrille ist das A und O

Der BVA rät, Sonnenbrillen im Fachhandel oder bei einem Optiker zu kaufen, um sicher zu gehen, dass diese über einen ausreichenden UV-Schutz verfügen. Sich nur auf die Farbe der Gläser zu verlassen, sei leichtsinnig. Sie sage nichts über den UV-Schutz aus, so die Warnung. Wichtig ist auch die Größe der Gläser. Diese sollten bis zu den Augenbrauen und seitlich zum Gesichtsrand reichen.

Blauer Dunst fördert eine Makuladegeneration

Oft unterschätzt wird das Rauchen. Dass der blaue Dunst unter anderem das Krebs- und Schlaganfallrisiko erhöht, ist bekannt. Wie kritisch er für die Augen werden kann, weniger. "Rauchen führt zu einer frühzeitigeren Entwicklung einer Makuladegeneration, der häufigsten Ursache für Blindheit im höheren Lebensalter", warnt der Augenexperte.

Zigaretten behindern die Sauerstoffversorgung

Zudem hemmen die in den Zigaretten enthaltenen Schadstoffe die Durchblutung des Auges. Wird dieses nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt, droht eine Verschlechterung der Sehfähigkeit. "Wie sehr Durchblutung und Auge zusammenhängen, können Sie daran erkennen, dass Ärzte beispielsweise Bluthochdruck und  Diabetes am Auge erkennen können", erklärt Eckert. "Das Auge ist die einzige Körperstelle, an der Blutgefäße gut sichtbar sind."

Bluthochdruck und Diabetes schaden den Augen

Im Umkehrschluss heißt das, dass ein unbehandelter Bluthochdruck oder ein schlecht eingestellter Diabetes den Augen langfristig ebenfalls schaden kann, da die feinen Gefäße, welche die Netzhaut mit Blut versorgen, zerstört werden. So gehört die sogenannte diabetische Retinopathie zu den häufigsten Komplikationen von Zuckerkranken. Die Sehfähigkeit nimmt ab und im schlimmsten Fall erblindet der Patient.

Zudem haben Diabetiker ein höheres Risiko, an Grauem Star zu erkranken als Gesunde. Daher sollten Diabetiker und Bluthochdruckpatienten einmal im Jahr zum Augen-Check gehen.

Kontaktlinsen besser nicht zu lange tragen

Zu lange getragene Kontaktlinsen können die Sauerstoffzufuhr des Auges hemmen. "Besonders die empfindliche Augenhornhaut reagiert dann mit sogenannten Gefäßeinsprossungen", erklärt Eckert die Folgen. Dann wachsen die Blutäderchen in Richtung Hornhaut, werden größer und sind deutlicher zu sehen. Sind sie erst einmal da, bilden sie sich nicht mehr zurück.

Auch schlecht gepflegte Kontaktlinsen erhöhen das Risiko für die Augen. "Sie müssen mit Infektionen rechnen", warnt der Eckert.

Alkohol kann das Sicca-Syndrom auslösen

Alkohol wirkt sich ebenfalls negativ auf die Gesundheit der Augen aus. So gibt es Studien, die einen Zusammenhang zwischen dem Sicca-Syndrom, also dem trockenen Auge, und Alkohol nachweisen. Alkohol kann bis in die Tränenflüssigkeit vordringen und deren Zusammensetzung so verändern, dass das Auge trocken wird und mit Brennen, Jucken, Rötungen und Tränen reagiert. Das Sehvermögen ist gestört. Wer oft am Computer sitzt, sollte besonders aufpassen.

Regelmäßig zum Augenarzt

Damit Störungen und Erkrankungen der Augen frühzeitig erkannt und behandelt werden können, rät Eckert daher, regelmäßige Kontrolluntersuchungen wahrzunehmen und die genannten Risikofaktoren zu vermeiden. Zusätzlich gilt: Sobald Beschwerden wie Brennen, Rötungen oder Schmerzen auftreten, sollte ein Augenarzt aufgesucht werden. Besonders bei Beeinträchtigungen der Sehfähigkeit, etwa durch Punkte, Schatten, Blitze, Doppeltsehen oder Verschwommensehen ist Eile gefragt.   

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