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Wie Sie sich vor dem Hantavirus schützen können

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Meldepflichtige Krankheit  

Wie Sie sich vor dem gefährlichen Hantavirus schützen können

19.06.2017, 10:02 Uhr | dpa, t-online de (lk)

Wie Sie sich vor dem Hantavirus schützen können. Vor allem die Rötelmaus verbreitet in Deutschland die Hantaviren. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/CreativeNature_nl)

Vor allem die Rötelmaus verbreitet in Deutschland die Hantaviren. (Quelle: CreativeNature_nl/Thinkstock by Getty-Images)

Das Hantavirus ist zurzeit sehr aktiv. In ganz Deutschland hat die Zahl der Erkrankungen zugenommen. Einige Regionen sind besonders betroffen. Der Erreger kann für den Menschen sehr gefährlich werden.

Was ist das Hantavirus?

Hantavirus ist ein übergeordneter Begriff, der verschiedene Virenarten klassifiziert. Hantaviren sind auf der ganzen Welt verbreitet. In Mitteleuropa kommt vor allem das Puumalavirus vor.

Wie wird das Virus übertragen?

Das Hantavirus wird von Nagetieren wie der Rötelmaus übertragen. Sie scheidet die Viren aus. Wenn man Kotstaub einatmet kann man sich mit dem Erreger infizieren. Grund für die hohen Zahlen sei der gute Ertrag der Buchen in den Wäldern im vergangenen Jahr. Dadurch habe es viele Bucheckern gegeben, die vor allem der Rötelmaus als Nahrung dienen. Ihre Population ist durch die gute Futtersituation stark gestiegen. Dadurch breitet sich laut badenwürttembergischem Gesundunheitsministerium auch das Virus aus.

Welche Symptome gibt es?

Beim Menschen verursacht eine Infektion nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) eine grippeähnliche Krankheit mit Fieber, Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen. Der Blutdruck kann abfallen und es kann zu Nierenfunktionsstörungen bis zum Nierenversagen kommen und das kann tödlich sein.

Wie wird es behandelt?

Das Hanta-Virus ist in Deutschland seit 2001 meldepflichtig. Einen Impfstoff gibt es bisher nicht. Mediziner können bei den Erkrankten lediglich die Symptome behandeln. Tödlich verläuft die Infektion in Mitteleuropa aber nur sehr selten.

Wie viele Erkrankungen wurden gemeldet?

Bundesweit wurden dem Robert Koch-Institut bis Mitte Juni 672 Fälle gemeldet. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es lediglich 64 Fälle. Allerdings schwankten die Zahlen von Jahr zu Jahr erheblich, sagte eine Sprecherin des RKI. Und 2016 sei ein Jahr mit sehr geringen Fallzahlen gewesen: Nur 282 Menschen seien damals erkrankt, 2012 seien es 2825 gewesen.

Wo tritt das Virus verstärkt auf?

Vor allem im Südwesten Deutschlands grassieren derzeit Infektionen mit dem Hantavirus. Für Baden-Württemberg rechnen Experten derzeit mit mehr als 2440 Erkrankungen im Jahr 2017. Seit Jahresbeginn wurden in dem Bundesland bereits 460 Fälle registriert. "Die aktuellen Fallzahlen sprechen für eine erhöhte Hantavirus-Aktivität", sagte eine Sprecherin des Landesgesundheitsamtes. Im bundesweiten Vergleich gehört Baden-Württemberg nach RKI-Angaben zu den Ländern mit den meisten Fallzahlen. Damit zeichne sich ab, dass 2017 ein "Hantajahr" werde, sagte der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne).

Wie können Sie sich schützen?

Um sich zu schützen, sollten Menschen nach Expertenangaben vor allem in Gebieten mit viel Buchenwald den Kontakt mit Ausscheidungen von Nagern und erregerhaltigem Staub vermeiden – beispielsweise bei Holzarbeiten in Wald und Garten und bei der Reinigung von Kellern, Schuppen, Scheunen und Ställen. Wer tote Mäuse oder Mäusekot entfernen muss, sollte Gummihandschuhe und einen eng anliegenden Mund-Nasen-Schutz tragen. Einen Staubsauer sollte man nicht verwenden, weil Viren damit in der Luft verteilt werden könnten. Wichtig ist außerdem eine gründliche Hygiene: gründliches Händewaschen und noch besser – Duschen und Haare waschen nach Reinigungsarbeiten.

Menschen sollten es Mäusen nicht zu schmackhaft machen, sich bei ihnen einzunisten: Sie sollten den Rasen kurz halten und keine Lebensmittel oder Futtermittel offen herumstehen lassen. In länger nicht genutzten Gartenhäusern und Schuppen sollte geprüft werden, ob sich Mäuse eingenistet haben. Nester und Kot können durch feuchtes Wegwischen entfernt werden.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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