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Pest: Die Seuche des Mittelalters ist zurück

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Pest in USA nachgewiesen  

Die Seuche des Mittelalters ist zurück

17.08.2017, 18:29 Uhr | ron, t-online.de

Pest: Die Seuche des Mittelalters ist zurück. Die Ratte gilt als einer der Hauptüberträger der Pest im Mittelalter. (Symbolfoto) (Quelle: dpa/Martin Schutt)

Die Ratte gilt als einer der Hauptüberträger der Pest im Mittelalter. (Symbolfoto) (Quelle: Martin Schutt/dpa)

Eigentlich gilt die Pest als ausgerottet. Dennoch fordert die hochansteckende Infektionskrankheit jährlich mehrere hundert Tote. Im Januar 2017 starben in Madagaskar 27 Menschen an der Pest. Auch in den USA sind in diesem Jahr bereits mehrere Pestinfektionen nachgewiesen worden. Ist das der Anfang einer weltweiten "Pestwelle"?

Verheerende Pest-Epidemien suchten die Menschheit vom frühen Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert heim. Auch heute ist die Pest noch nicht besiegt, obwohl sie – rechtzeitig entdeckt – mit Antibiotika behandelt werden kann. Bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden jährlich bis zu 3000 Erkrankungsfälle gemeldet.

Die Pest ist eine Infektionskrankheit und wird durch das Bakterium Yersinia pestis verursacht. Die Übertragung erfolgt meist durch Bisse von Flöhen, die auf infizierten Nagetieren (meist Ratten) leben.

Die drei am stärksten betroffenen Länder sind Madagaskar, Kongo und Peru. Auch in den USA sind im vergangenen Jahr 16 Pestinfektionen nachgewiesen worden, vier davon endeten tödlich. Momentan hat es die tückische Infektionskrankheit wieder in die Schlagzeilen und auf die Titelblätter lokaler US-Medien geschafft.

Pestbakterien im US-Bundesstaat Arizona aufgetreten

Auslöser ist eine Meldung des Gesundheitsamts des Coconino County im US-Bundesstaat Arizona. Die Behörde berichtete Anfang August von mehreren toten Präriehunden und Kaninchen, auf denen Flöhe mit dem Pestbakterium Yersinia pestis nachgewiesen wurden. Deshalb druckte die lokale Presse bereits die ersten Tipps ab, um sich im Freien vor der Pest zu schützen.

Niedrige Temperaturen im Sommer begünstigen Ausbreitung

Laut des US-Senders ABC News ist eine mögliche Ursache für die Verbreitung des Pesterregers das Wetter der vergangenen neun Monate. Im Norden von Arizona folgte auf einen milden, nassen Winter ein kühler Sommer. Die niedrigen Temperaturen in Verbindung mit entsprechender Luftfeuchtigkeit bieten einen idealen Nährboden für die Pestbakterien, so ABC News.

Noch keine Reaktion oder Warnung von WHO

Dennoch gibt es bislang weder vom Center for Disease Control and Prevention (CDC), der nationalen US-Seuchenschutzbehörde, noch von der WHO in Genf eine Reaktion oder eine konkrete Warnung vor der Pest. Die USA sind somit vor einer Rückkehr der Pest als landesweite Epidemie noch weit entfernt.

Bislang noch keine Fälle in Europa registriert

Wird die Pest jetzt auch für Deutschland und Europa wieder gefährlich? Fakt ist, dass solche Fälle, wie sie jetzt in den USA aufgetreten sind, in Deutschland oder Europa bislang nicht beobachtet wurden. Das gilt auch für die vergangenen Jahrzehnte.

Das Robert-Koch-Institut in Berlin, das als zentrale Einrichtung der Bundesregierung Infektionskrankheiten überwacht, wollte sich auf Anfrage der Gesundheitsredaktion von t-online.de nicht zu einer möglichen Ausbreitung des extrem seltenen Pesterregers in Deutschland äußern. 

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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