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10 Tipps um Blattläuse wirksam zu bekämpfen

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Was tun beim Befall?  

Blattläuse bekämpfen und dem Befall vorbeugen

12.04.2016, 13:11 Uhr | hadiet; rw, dpa-tmn, t-online.de

10 Tipps um Blattläuse wirksam zu bekämpfen. Blattläuse befallen im Frühling besonders gerne junge Blätter und Triebe. (Quelle: imago/INSADCO)

Blattläuse befallen im Frühling besonders gerne junge Blätter und Triebe. (Quelle: INSADCO/imago)

Ob Rosen, Oleander oder Hibiskus: Kaum eine Pflanze ist vor ihnen sicher. Blattläuse setzen sich gnadenlos an Blüten, Blättern oder Stengeln fest und saugen den Pflanzen den Lebenssaft aus. Dabei verbreiten sich die gefräßigen Tiere rasant und ehe man sich versieht, ist ein Großteil des Gartens befallen. Umso wichtiger ist es, schnell und beherzt gegen die Schädlinge vorzugehen. Die chemische Keule ist dafür aber nicht die beste Wahl. Oft genügt schon ein beherzter Wasserstrahl. Wie Sie Blattläuse im Garten wirksam bekämpfen und was gegen Schädlinge auf Zimmerpflanzen hilft.

Blattläuse tauchen oft wie aus dem Nichts auf und machen sich bevorzugt über junge Blätter und frische Triebe her. Dabei vermehren sich die Schädlinge geschlechtslos und äußerst rasant. Jede Laus kann bis zu fünf Nachkommen am Tag produzieren, die nach wenigen Wochen selbst wieder Larven auf die Welt bringen. Deshalb ist es so wichtig, dass ein Befall schnell auffällt und beherzt gegen die Insekten vorgegangen wird.

Blattläuse-Befall erkennen

Bei genauem Hinsehen sind die wenige Millimeter großen Insekten schon mit bloßem Auge zu erkennen. Darüber hinaus weisen schlechtes Wachstum, abfallende Knospen und verkrüppelte Blätter auf den Befall hin. Das sind die Folgen, wenn Blattläuse den zuckerhaltigen Pflanzensaft aussaugen. Einen Großteil davon scheiden die Schädlinge dann wieder aus, so dass befallene Pflanzen schnell von einem klebrigen Belag – dem sogenannten Honigtau – überzogen sind. Wird ein Befall festgestellt, ist schnelles Handeln erforderlich, denn Blattläuse vermehren sich rasant. Allerdings sind die handelsüblichen Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung nicht immer die beste Wahl.

Nicht gleich zur Chemie greifen

Gerade bei einem Befall von Erntepflanzen wie Kräutern, Salat oder Obstbäumen und -sträuchern sollte man nicht zu chemischen Insektiziden greifen. Zum einen wären die Gemüse und Früchte nach der Blattlauskur für lange Zeit nicht genießbar, zum anderen sind einige der eingesetzten Substanzen auch für Menschen schädlich. Beispielsweise stehen Pyrethroide im Verdacht, das Hormonsystem zu stören und damit die Fruchtbarkeit von Männern zu beeinträchtigen. Auch Asthma oder Hautausschläge können durch solche Gifte ausgelöst werden.

Blattläuse ohne Gift bekämpfen

Gesünder und günstiger rückt man den Blattläusen mit einfachen Hausmitteln zu Leibe. Die natürlichen Mittel müssen zwar bei Bedarf mehrfach angewendet werden, dafür sind sie vergleichsweise ungefährlich, trotzdem wirksam und bauen sich schnell wieder ab. Bei Rosen rät die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Bonn zu einem besonders einfachen Mittel: Man sollte die Blattläuse am besten mit einem kräftigen Wasserstrahl von den Blättern und Knospen spülen.

Blattläuse mit Nützlingen bekämpfen

Im Garten haben Blattläuse einige Feinde, die man bei Bedarf auch bewusst ansiedeln kann. Der Ohrenkneifer, auch Ohrenkriecher genannt, ist ein solcher Nützling im Kampf gegen die Läuse. Baut man ihm einen Unterschlupf aus einem umgekehrt aufgehängten Blumentopf mit etwas Holzwolle gefüllt, zieht er in der Nacht los und macht sich auf die Jagd nach Blattläusen. Wichtig ist, dass die Lauskolonie nicht zu weit entfernt ist und die Käfer sie auf direktem Wege erreichen können.

Blattläusen vorbeugen

Damit die Schädlinge nicht bei nächster Gelegenheit wiederkommen, hilft es, die Erde dezent mit Stickstoff zu düngen. Eine Überdüngung des Bodens sollte man aber vermeiden. Denn von einem besonders gehaltvollen Pflanzensaft profitieren auch die Schädlinge, die sich davon ernähren. Als vorbeugende Maßnahme können auch Lavendel oder andere Pflanzen, die ätherische Öle enthalten, gezielt zwischen die bedrohten Sorten gesetzt werden.

Bohnenkraut hat sich als eine wirksame Pflanze erwiesen, um die schwarze Blattlaus fern zu halten. Dafür sollte man das Kraut in regelmäßigen Abständen zwischen die bedrohten Pflanzen setzen. Generell beugen Mischkulturen im Garten Blattläusen vor. Größere Ansammlungen gleichartiger Pflanzen auf engem Raum sollte man also möglichst vermeiden. Ein naturnaher Garten, in dem sich Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen oder eben der Ohrenkneifer wohlfühlen, ist der beste Schutz vor unerwünschten Blattläusen.

Blattläuse mit Hausmitteln bekämpfen

Am besten ist es, wenn Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf Läuse kontrollieren und die Tiere schon frühzeitig mit der Hand ablesen. Als Hausmittel gegen Blattläuse werden Brennnesseln empfohlen. Etwa ein Kilo der Pflanzen werden einen Tag lang in zehn Liter Wasser eingeweicht. Das Wasser löst die Nesselgifte aus den Pflanzen und wird dann unverdünnt auf die befallenen Pflanzen gesprüht. Für anhaltenden Erfolg muss man diese Blattlaus-Kur zwar einige male wiederholen, jedoch darf der Brennnesselsud anders als chemische Pflanzenschutzmittel ruhig in den Boden geraten und beeinträchtigt nicht die Genießbarkeit von Obst und Gemüse.

Ein bewährtes Mittel zur akuten Bekämpfung der Parasiten ist auch Schmierseife. Man mischt einen Liter Wasser mit einem Esslöffel Schmierseife und sprüht damit die Blattläuse von den Blättern ab. Wichtig ist, als Schmierseife nur reine Kali-Seife ohne Zusätze zu verwenden und keine gewöhnliche Haushaltsseife. Noch wirkungsvoller wird das Gemisch, wenn man zusätzlich einen Esslöffel Spiritus hinzugibt. Der Nachteil dieser Methode: Zwar werden Blattläuse wirksam bekämpft, allerdings können die Tenside in der Seifenlösung hässliche Flecken auf den Blättern hinterlassen. Für dekorative Pflanzen sollte man also eher auf eine andere Methode zurückgreifen.

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