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"Pigida" macht auf Facebook Front gegen "Pegida"

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"Pigida" statt "Pegida"  

"Gebt den Christen das Abendland zurück!"

18.12.2014, 15:16 Uhr | vb, t-online.de

"Pigida" macht auf Facebook Front gegen "Pegida". Die Webseite "Pigida" setzt sich satirisch mit "Pegida" auseinander. (Quelle: Pigida)

Die Webseite "Pigida" setzt sich satirisch mit "Pegida" auseinander. (Quelle: Pigida)

Die Antwort auf "Pegida" heißt "Pigida": Abkürzung für "Patriotischer Islam gegen die Islamisierung des Abendlandes". Kein Witz - oder doch?

Hinter der satirisch anmutenden Botschaft versteckt sich tatsächlich feinsinnige Kritik. Nicht nur auf den Straßen Dresdens sammeln sich also die Gegner der Bewegung, auch im Netz regt sich der Widerstand. Der fällt nicht immer nur ernst aus: Seit wenigen Tagen ist "Pigida - Patriotischer Islam gegen die Islamisierung des Abendlandes" online und macht mit Netzauftritt und Facebook-Fanseite Front gegen "Pegida".

Die simple Forderung von "Pigida" lautet: "Gebt den Christen das Abendland zurück!" Gemeint sind damit die 1,7 Milliarden Christen, die nicht in Europa, sondern der ganzen Welt leben. Sie sollen nach Europa zurückkehren - im Austausch bietet man an, die 45 Millionen in Europa lebenden Muslime "zurückzunehmen".

Die unbegründete Angst vor der "Überfremdung"

Tatsächlich leben Weltweit 2,26 Milliarden Christen - nur 520 Millionen davon in Europa. 380 Millionen etwa leben in Afrika, weitere 480 Millionen in Südamerika. Betrachtet man diese Zahlen, wird der Hintergrund von "Pigida" recht schnell deutlich: Die Aktion will dem Argument der Islamkritiker, Europa würde "überfremdet", den Wind aus den Segeln nehmen. Denn auch Christen leben in allen Teilen der Welt unter anderen religiösen Gruppierungen - und das zumeist friedlich.

Vor allem greift "Pigida" ein Argument auf, das in den vergangenen Tagen immer wieder genannt wurde: Die Angst vor einer "Islamisierung" Deutschlands ist unbegründet - denn dort, wo die Demonstrationen stattfinden, leben kaum Muslime.

In ganz Deutschland leben ohnehin gerade einmal fünf Prozent der Bürger nach dem Islam, davon fast die Hälfte ohne Migrationshintergrund. Wozu "Pigida" unterhalb des satirischen Deckmantels also wirklich aufruft, ist ein friedliches Miteinander der Ethnien und Religionen statt Angst vor dem Fremden.

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