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Pfeiffersches Drüsenfieber: Ansteckung, Symptome und Verlauf

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Wie lange ansteckend?  

Pfeiffersches Drüsenfieber: Küssen verboten!

| nk (CF)

Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose) ist eine Viruserkrankung, die durch das Epstein-Barr-Virus (EBV) hervorgerufen wird. Da das Virus hauptsächlich beim Küssen von Mund zu Mund übertragen wird, bezeichnet man Pfeiffersches Drüsenfieber auch als Kusskrankheit.

Pfeiffersches Drüsenfieber: Ursachen und Symptome

Das Epstein-Barr-Virus, das Pfeiffersches Drüsenfieber verursacht, ist ein DNA Virus und gehört zu den Herpesviren. Es siedelt sich in bestimmten weißen Blutkörperchen, den sogenannten Gedächtnis-B-Lymphozyten an. Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit, beträgt vier bis sechs Wochen. Übertragen wird das Virus über Körperflüssigkeit, hauptsächlich über Speichel. Am häufigsten geschieht dies beim Küssen oder schon durch das Teilen einer Flasche oder eines Glases. Aber auch durch Bluttransfusion oder Geschlechtsverkehr ist die Ansteckung möglich.

Pfeiffersches Drüsenfieber: Ansteckung, Symptome und Verlauf. Pfeiffersches Drüsenfieber wird am häufigsten durch Küssen übertragen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Pfeiffersches Drüsenfieber wird am häufigsten durch Küssen übertragen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer sich einmal mit dem Virus infiziert hat, ist lebenslanger Träger des Virus. Laut der "Apotheken Umschau" sind bis zum 30. Lebensjahr rund 95 Prozent der Weltbevölkerung mit dem Virus infiziert. Das Virus wird im Laufe des Lebens immer mal wieder mit dem Speichel ausgeschieden. So befindet sich das Virus auch im Speichel von längst wieder gesunden Menschen und kann auf andere übertragen werden. 

Symptome sind altersabhängig

Die Symptome der Mononukleose sind vielfältig: Zu Beginn fühlen sich Betroffene müde und abgeschlagen, leiden an Appetitlosigkeit und Übelkeit. Später äußert sich das Krankheitsbild durch Fieber, Hals- und Kopfschmerzen sowie schmerzhafte Lymphknotenschwellungen, dies manchmal sogar in den Achselhöhlen. Die Milz kann sich vergrößern und für einen Druckschmerz im Oberbauchbereich sorgen. Der Blutbefund zeigt eine Erhöhung der Lymphozytenzahl sowie den Nachweis bestimmter Antikörper gegen das Epstein-Barr-Virus.

In etwa der Hälfte der Fälle tritt eine Mandelentzündung auf, wobei die Mandeln mit einem grauen Belag bedeckt sind. Teilweise kommt es zu einem juckendem Hautausschlag mit Rötungen und Quaddelbildung. Um Pfeiffersches Drüsenfieber aber eindeutig diagnostizieren zu können, müssen Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.

Häufig wird Pfeiffersches Drüsenfieber aber gar nicht bemerkt. Bei Kleinkindern treten oft keine oder nur kaum wahrnehmbare Symptome auf, weil ihr Immunsystem auf das Virus nicht so stark reagiert. Ist die Infektion in der Kindheit überstanden, tritt sie normalerweise kein weiteres Mal auf, da genügend Antikörper gebildet wurden. Erst ab dem Jugendlichen-Alter sind die Symptome in ausgeprägter Form festzustellen. Durch eine kurzfristige Immunschwäche, zum Beispiel hervorgerufen durch starken Stress, kann das Virus reaktiviert werden. Dabei äußert sich das Krankheitsbild aber nur selten im vollen Umfang und wird daher meist nicht als Pfeiffersches Drüsenfieber diagnostiziert.

Ansteckung: Muss ich auf das Küssen verzichten?

Während der Krankheitsphase sollte auf das Küssen verzichtet werden. Gegenstände wie Flaschen, Gläser und Besteck sollten nicht mit anderen Personen geteilt werden. Wichtig ist es, sich Ruhe und viel Schlaf zu gönnen. Bei Fieber helfen fiebersenkende Mittel nach Absprache mit dem Arzt. Ansonsten gibt es noch keine speziellen Medikamente gegen Pfeiffersches Drüsenfieber. Lediglich die Symptome können gelindert werden. In den meisten Fällen verläuft die Krankheit jedoch unkompliziert und ist nach etwa zwei Monaten auskuriert.

Bei Personen mit einem geschwächten Immunsystem kommt es mitunter zu Komplikationen. In diesem Fall besteht die Gefahr, dass sich verschiedene Organe, wie zum Beispiel Herz, Gehirn oder Lunge entzünden. Außerdem können zusätzliche Infektionen mit Bakterien oder Viren auftreten. Wenn bei einer bakteriellen Infektion der Einsatz von Antibiotika notwendig wird, ist Vorsicht geboten, da bestimmte Breitbandantibiotika Überempfindlichkeitsreaktionen, wie Hautausschlag auslösen. 

Es besteht zudem die Möglichkeit, dass das Pfeiffersche Drüsenfieber chronisch wird, wobei der Patient monatelang unter einem starken Krankheitsgefühl leidet.

Das sollten Sie während der Erkrankung vermeiden

Wenn Sie Pfeiffersches Drüsenfieber haben, wird Ihre Leber besonders belastet. Daher sollten Sie Alkohol meiden. Auch bestimmte Medikamente belasten die Leber, diese sollten durch weniger Leber schädliche Substanzen ersetzt werden.

Auf Sport sollten Sie in der akuten Phase der Krankheit verzichten, um die oft geschwollene Milz nicht zu belasten. Später dürfen Sie ein leichtes Training machen. Da die Krankheit sehr unterschiedlich verlaufen kann, lassen Sie sich in jedem Fall von Ihrem Arzt beraten.

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