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Wie Sie TÜV-Kosten sparen können

12.10.2016, 16:14 Uhr | kf (CF)/ses

Wie Sie TÜV-Kosten sparen können. Je nach Prüfstelle lässt sich bei der HU Geld sparen. (Quelle: imago/blickwinkel)

Je nach Prüfstelle lässt sich bei der HU Geld sparen. (Quelle: blickwinkel/imago)

Gleiche Leistung, gleicher Preis? Wer die Preise bei der Kfz-Hauptuntersuchung vergleicht, kann TÜV-Kosten sparen. Denn was Sie für eine neue TÜV-Plakette zahlen, hängt nicht nur vom Fahrzeugmodell und der Region ab, sondern auch von der jeweiligen Prüfstelle.

Was zeichnet eine TÜV-Plakette aus?

Um die TÜV-Plakette kommt kein Autofahrer herum. Sie kennzeichnet die bestandene, gesetzlich vorgeschriebene Untersuchung bei Kraftfahrzeugen. Im Rahmen dieser Untersuchung werden alle Fahrzeuge auf ihre Sicherheit überprüft – von der Abgasanlage bis zur Zugvorrichtung. Bis zum 1. Januar 2010 gab es eine Abgasuntersuchung (AU) und eine Hauptuntersuchung (HU) mit zwei Plaketten. Seit 2012 wurden die beiden Untersuchungen zu einer HU zusammengelegt. Nun informiert nur noch eine Plakette über die bestandene Prüfung.

Bei der HU nimmt der zuständige Prüfer das Fahrzeug genau unter die Lupe: Bremsen, Lenkung, Scheiben, Spiegel, Licht, Sicherheitssysteme (ABS, ESP, Airbag, Sicherheitsgurte, Hupe), Tacho, Kupplung, Achsen (Räder, Reifen, Aufhängungen) und Fahrgestell werden auf ihren technischen Stand hin geprüft. Anschließend folgt die integrierte Abgasprüfung durch Messung der Abgaswerte und Prüfung der Abgasanlage. Verkehrsunsichere Autos oder bei erheblichen Mängeln wird das Fahrzeug nicht für den Straßenverkehr zugelassen. Es muss repariert und danach innerhalb von einem Monat nochmals vorgeführt werden.

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Eine HU können Sie auch ohne AU durchführen lassen. Zuvor sollten Sie in einer Werkstatt die AU erledigt haben. Diese legen Sie bei der HU dem Prüfer vor. Seit dem 1. Juli 2015 wurde zudem die neue Prüftechnik mit dem sogenannten HU-Adapter eingeführt. Fahrzeuge mit entsprechenden Datensätzen werden demnach auch auf die elektronischen Assistenz- und Sicherheitssysteme geprüft. Dadurch dauert die HU etwas länger – einen Preisunterschied gibt es nicht.

Prüfungsintervalle für die Hauptuntersuchung

Abhängig von der Fahrzeugart gelten unterschiedliche Prüfungsintervalle, wie auf der Webseite des TÜV Süd zu lesen ist:

FahrzeugartErste Untersuchung (Neuzulassung)Folgende Untersuchungen
Pkwnach 36 Monatenalle 24 Monate
Motorrädernach 24 Monatenalle 24 Monate
Wohnmobile
bis 3.500 kg zul. Gesamtgewichtnach 36 Monatenalle 24 Monate
über 3.500 - 7.500 kg zul. Gesamtgewichtnach 24 Monatenalle 24 Monate bis zum
6. Jahr, dann alle 12 Monate
über 7.500 kg zul. Gesamtgewichtnach 12 Monatenalle 12 Monate
Anhänger (inkl. Wohnanhänger)
ungebremstnach 36 Monatenalle 24 Monate
bis 750 kg zul. Gesamtgewichtnach 36 Monatenalle 24 Monate
über 750 kg - 3.500 kg zul. Gesamtgewichtnach 24 Monatenalle 24 Monate
über 3.500 kg - 10.000 kg zul. Gesamtgewichtnach 12 Monatenalle 12 Monate
Lkw
bis 40 km/h Höchstgeschwindigkeitnach 24 Monatenalle 24 Monate
bis 3.500 kg zul. Gesamtgewichtnach 24 Monatenalle 24 Monate
über 3.500 bis 7.500 kg zul. Gesamtgewichtnach 12 Monatenalle 12 Monate

Wenn Sie die Prüfungsintervalle nicht einhalten, drohen Bußgelder und sogar Punkte in Flensburg. Überschreiten Sie die Fälligkeit der HU um mehr als zwei Monate, müssen Sie zusätzlich zur Ergänzungsuntersuchung. Die Kosten erhöhen sich durch den größeren Prüfumfang um etwa 20 Prozent, so der ADAC.

Hinzu kommen Bußgelder: Bei einer Überschreitung von zwei bis zu vier Monaten zahlen Sie 15 Euro. Bei vier bis acht Monaten zahlen Sie 25 Euro. Mehr als acht Monate kosten Sie 60 Euro und einen Punkt in Flensburg. Für Fahrzeuge, die sicherheitsprüfungspflichtig sind, zahlen Sie noch mehr. Das betrifft unter anderem LKW, Omnibusse und Anhänger.

Wählen Sie selbst: Prüfstelle oder Werkstatt

Obwohl der Volksmund die Kfz-Plakette gern als "TÜV-Plakette" bezeichnet, können Sie die HU auch bei Prüfstellen wie Dekra oder GTÜ durchführen lassen. Sie haben neben den genannten unabhängigen Prüfstellen auch die Möglichkeit, eine Werkstatt aufzusuchen, bei der ein autorisierter Prüfer die Untersuchung durchführt. So können Sie bei der TÜV-Abnahme möglicherweise Kosten sparen.

Preisunterschiede bei der Kfz-Hauptuntersuchung

Wie die Verbraucherzentrale "Nordrhein-Westfalen" in einer Stichprobe herausgefunden hat, sind Preisunterschiede zwischen 20 und mehr als 50 Euro möglich. Eine Werkstattkette bot hier einen günstigen Pauschalpreis von rund 69 Euro an. Dies allerdings nicht sofort und nur nach Voranmeldung. Während die Prüfstellen TÜV, Dekra und GTÜ rund 30 Euro mehr verlangten, schlug bei einer freien Werkstatt der Service mit zusätzlich 125 Euro zu Buche.

Vergleichen Sie daher im Vorfeld unbedingt die Angebote einzelner Prüfstellen und Werkstätten. Recherchen im Internet und ein paar Telefonanrufe verschaffen Ihnen in diesem Zusammenhang schnell einen Überblick. Da Werkstätten bei TÜV-Abnahmen den Prüfer und ihren eigenen Service in Rechnung stellen, empfiehlt es sich, selbst zur Prüfstelle zu fahren.

Unterschiede abhängig auch von Modell und Region

Interessanterweise macht es auch einen preislichen Unterschied, zu welcher regionalen Prüforganisation Sie fahren, wie der Nachrichtensender n-tv berichtet. Auch hier sollten Sie im Voraus vergleichen. Die Preise der Prüfstellen schwanken zwischen 88 Euro (KÜS) und 98 Euro (TÜV Süd).

Prüfstellen für die Hauptuntersuchung
DekraTel. 0 711-78 61-0
GTÜTel. 0 711-97 67 60
KÜSTel. 0 68 72-90 16-0
RWTÜVTel. 0 201-12 52-0
TÜV NordTel. 0 511-99 80
TÜV RheinlandTel. 0 221-80 60
TÜV SaarlandTel. 0 68 97-50 60
TÜV SüddeutschlandTel. 08 00-8 88 44 44
TÜV ThüringenTel. 03 61-4 28 30

Hauptuntersuchung: Tipps für die Vorbereitung

Es lohnt sich, wenn Sie Ihr Auto für die Hauptuntersuchung vorbereiten. Laut "autobild.de" sollten Sie die folgenden Punkte beachten:

  • PKW gründlich reinigen
  • Reifenprofiltiefe messen (mindestens 1,6 Millimeter Restprofil müssen übrig bleiben)
  • Wagenbeleuchtung überprüfen (funktionieren alle Scheinwerfer und Blinklichter?)
  • Funktion der Warnleuchten testen
  • Frontscheibe auf Steinschläge überprüfen und ggf. austauschen
  • Flüssigkeitsstände prüfen
  • Verbandkasten und Warndreieck müssen vorhanden sein (Bußgeld bei Fehlen: 15 Euro)
  • Funktion der Sitzgurte überprüfen
  • Papiere nicht vergessen!

So kommen Sie sicher durch den TÜV und sparen sich die Zusatzkosten der Nachprüfung.

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