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Das BMW-Superbike S 1000 RR im Test

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Das BMW-Superbike S 1000 RR im Test

12.10.2015, 09:15 Uhr | SP-X

Das BMW-Superbike S 1000 RR im Test. BMW hat seinen Supersportler S 1000 RR noch weiter geschärft. (Quelle: Hersteller)

BMW hat seinen Supersportler S 1000 RR noch weiter geschärft. (Quelle: Hersteller)

Besser, schneller, stärker: BMW hat sein Renn-Motorrad S 1000 RR noch weiter verschärft. Jetzt wird es schier unmöglich, das Superbike auf den öffentlichen Straßen noch an seine Grenzen zu bringen.

Foto-Serie mit 5 Bildern

Bei Supersportlern können die Meinungen schon auseinander driften: Braucht man 200 PS, um seine Wege auf Landstraße und Autobahn zu absolvieren, oder gehören solche Motorräder viel eher auf Rennstrecken? Betrachtet man die neue S 1000 RR von BMW, dann neigt sich die Waage doch eher zu letzterer Ansicht, denn die bayerischen Ingenieure haben den Generationswechsel dazu genutzt, sie noch kompromissloser auf die Belange von (Hobby-)Rennfahrern zuzuschneiden.

BMW jetzt 200 PS stark

Der Reigen der Maßnahmen ist umfangreich: Der Motor wurde überarbeitet und ist auf nominell 199 PS erstarkt; Messungen auf Leistungsständen zeigen regelmäßig mehr als 200 PS. Wichtiger aber noch: Sein Drehmoment wurde gerade in mittleren Drehzahlbereichen angehoben, so dass der Durchzug gerade dort wuchtiger ausfällt. Zudem hat man die Fahrwerksgeometrie auf noch mehr Wendigkeit ausgelegt, der Schaltautomat unterstützt nun auch das Herunterschalten und dank einer Volltitan-Auspuffanlage wurden drei Kilo Gewicht eingespart.

So richtig aber manifestiert sich die kompromisslose Auslegung der neuen RR beim Blick in die Elektronik. Wie zuvor gibt es drei Fahrmodi (Rain, Sport und Race), und serienmäßig findet sich ABS und die Stabilitätskontrolle ASC. Darüber hinaus gibt es im Race-Paket für 500 Euro, das wohl in nahezu jeder verkauften Maschine enthalten sein dürfte, zwei weitere Fahrmodi (Slick und User), eine Launch Control, Boxengassen-Limiter und die 15-stufige Traktionskontrolle DTC mit Schräglagensensor.

Diese lässt sich nun auch direkt mit einem Kipphebel am Lenker während des Fahrens ansteuern. Ordert man das Dynamik-Paket für 1165 Euro, dann bekommt man noch den Schaltassistenten Pro, das semiaktive Fahrwerk DDC, heizbare Griffe und weiße LED-Blinker. Und wer es noch handlicher möchte investiert 1200 Euro in leichte Schmiederäder.

Und ist spätestens dann gerüstet für semiprofessionelle Einsätze auf der Rennstrecke. Für die Tour auf Landstraßen und Autobahnen benötigt man diese Gimmicks kaum. >>

Hier bewegt man sich dank des drehfreudigen und bärenstarken Triebwerks sowieso stets hart an der Grenze des Illegalen. Der elektronisch gesteuerte (Ride by wire) sehr leichtgängige Gasgriff verführt quasi dazu, das Potenzial des Motors zumindest teilweise abzurufen – und dann sollte auf der jeweiligen Straße keine Tempobegrenzung gelten.

Diese Maxime galt zwar auch für die älteren Generationen der S 1000 RR und alle anderen Supersportler; die Neue macht das Gasgeben aber noch einen Dreh verlockender. Nicht umsonst bezeichnen die Fans in ihren Internetforen die BMW als Beamer – Star Trek lässt grüßen.

Vertrauen in die Technik

Das wunderbare Gefühl der Sicherheit und Schwerelosigkeit wird zudem befördert vom DDC-Fahrwerk, das die Dämpfung stets an die Fahrbahnverhältnisse anpasst und viele Unebenheiten einfach wegbügelt. Auch der Basiseinstellung lässt sich nun elektronisch justieren. Die neue Geometrie macht das Motorrad noch handlicher, und nicht zuletzt die 200er-Reifen von Pirelli sowie die exzellenten Bremsen, die sich bei Bedarf auch nur mit einem Finger bedienen lassen, provozieren mächtig viel Vertrauen in die Technik. Auf öffentlichen Straßen ist es unmöglich, die S 1000 RR an ihre Grenzen zu bringen. Und so konnten wir auf unseren Touren das Potenzial der RR nur erahnen, nur selten ließ sich die brachiale Kraft des Vierzylinders austesten, die dann verblüffend leicht von der Bremsanlage vernichtet wurde. Das Fahrwerk und die Reifen vermitteln auf Anhieb ein großes Vertrauen in die Technik, die Stabilität in Schräglage ist nahezu perfekt. Und so urteilte ein altgedienter Rennfahrer in Bezug auf das Handling und die wunderbar dosierbare Gasannahmen nur: "Die fährt sich ja wie ein Kleinkraftrad". Ein wenig gewöhnungsbedürftig ist der wuchtige Auspufftopf, zumal wenn man ein Fan der kurzen Tüte am Vorgänger war.

Mit diesem einher geht ein ganz neuer Sound, der im Stand aggressiv und brabbelnd daher kommt, bei höheren Drehzahlen aber schnell laut und bis an die Grenzen schrill wird – und man fragt sich, wie BMW den durch die Homologation bekommen hat. Gewöhnen müssen sich größere Fahrer auch an die um zwei Zentimeter höher angesetzten Fußrasten, die einen engeren Kniewinkel verlangen. Hinter der flachen Verkleidungsscheibe können sich auch kleinere Piloten nicht verstecken; hier dürfte die Zubehörindustrie zum Zuge kommen. Um den Verbrauch werden sich die wenigsten Fans scheren; wir verorteten ihn bei etwa 6,7 Liter auf 100 Kilometer. Auf jeden Fall aber sollte man einige Zeit für das Studium des Bordcomputers einplanen, über den man die vielen elektronischen Goodies ansteuert. Zum Basispreis von 17.200 Euro bekommt man viel Rennmotorrad für sein Geld; mit etwas Ausstattung, die man sich und dem Restwert seines Bikes gönnen sollte, geht es in Richtung 20.000 Euro.

Fazit

Die BMW S 1000 RR ist ein reinrassiger Renner, der auf der öffentlichen Straßen sein Potenzial nicht mal annähernd ausspielen kann. Auf der Rennstrecke aber ist er State of the art. Bilder des neuen Superbikes von BMW finden Sie in unserer Fotoshow.

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