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Volvo-Rückruf: 1,6-Liter-Benziner kann heiß laufen

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Aktuelle Rückrufaktionen  

Volvo-Benziner mit Temperatur-Problemen

01.12.2016, 10:20 Uhr | Reuters, dpa, AFP, mid, SP-X

Volvo-Rückruf: 1,6-Liter-Benziner kann heiß laufen. Rückruf für Volvo S60, S80, V60 (Bild), V70 und V40. (Quelle: Hersteller)

Rückruf für Volvo S60, S80, V60 (Bild), V70 und V40. (Quelle: Hersteller)

Defekte Airbags, nicht funktionierende Schlösser oder Gurte, unzuverlässige Motoren. Die Gründe für einen Rückruf in der Autobranche sind vielfältig. Das Auto-Portal von t-online.de informiert Sie hier über die wichtigsten Rückrufaktionen.

01.12.2016 Temperatur-Probleme bei Benzinern: Volvo ruft in Deutschland 7863 Fahrzeuge in die Werkstätten, deren 1,6-Liter-Motor unter gewissen Umständen heiß laufen kann. Bei den Modellen S60, S80, V60 und V70 aus 2011 bis 2015 sowie V40 und V40 Cross Country von 2013 bis 2015 (weltweit: 126.880 Einheiten) kann laut asp-online "unter spezifischen Fahrbedingungen eine erhöhte Motortemperatur auftreten". Das sei zum Beispiel bei Fahrten mit anhaltend hoher Last, hoher Beschleunigung oder hoher Geschwindigkeit in der Warmlaufphase und gleichzeitig sehr niedrigen Außentemperaturen der Fall.

Dadurch seien Folgeschäden am Zylinderkopf sowie Anbauteilen und Dichtungen möglich, was zu Kühlmittel-Leckagen und einem Ölverlust, im Extremfall gar zu einem Motorbrand führen könnte, heißt es. Die Werkstätten bauen aus diesem Grund eine geänderte Auspuffkrümmer-Dichtung ein und passen das Bypass-Ventil des Kühlersystems an, was etwa 90 Minuten dauern soll. 

30.11.2016 Wegen einer möglicherweise unzureichenden Befestigung der Vordersitze ruft Renault jetzt deutschlandweit 845 Espace, Talisman und Scenic in die Werkstätten. Weltweit sind 4.926 Einheiten von dem Rückruf betroffen. Bei Fahrzeugen, die vor dem 25. Mai 2016 gebaut worden sind, seien die hinteren Schrauben der Vordersitz-Gleitschienen unter Umständen nicht mit dem vorgegebenen Drehmoment festgezogen worden.

Renault Talisman: Vordersitze können sich unter Umständen lösen. (Quelle: Hersteller)Renault Talisman: Vordersitze können sich unter Umständen lösen. (Quelle: Hersteller)

Dadurch können die beiden Sitze laut asp-online im Falle eines Aufpralls oder starken Bremsvorgangs nach vorne kippen. Die Werkstätten führen eine Konformitätsprüfung des Anzugsdrehmoments der Gleitschienen (vier Schrauben pro Sitzbefestigung) durch, ziehen die Schrauben nach oder tauschen sie falls nötig aus. Dafür veranschlagt der Hersteller 18 bzw. 30 Minuten. 

29.11.2016 Yamaha muss erneut ein Modell zurückrufen: Dieses Mal ist die XSR 700 betroffen. Bei dem Motorrad kann wegen einer schlechten Führung der Zündschloss-Kabelbaum durchscheuern. Dadurch kann ein Kurzschluss entstehen und die Elektrik komplett ausfallen. Da dies auch während der Fahrt geschehen kann, muss Ersatz mit geänderter Kabelführung montiert werden.

Muss in die Werkstatt: Yamaha XSR 700. (Quelle: Hersteller)Muss in die Werkstatt: Yamaha XSR 700. (Quelle: Hersteller)

Betroffen sind die Modelle der Typen RM 11 und RM 12 mit den Fahrzeugnummern VG5RM111000000101 bis VG5RM111000007414 und
VG5RM121000000101 bis VG5RM121000000908. Alle Besitzer werden gebeten, sich schnellstmöglich mit ihrem autorisierten Vertragshändler in Verbindung zu setzen, um einen Werkstatt-Termin zu vereinbaren. Die Umrüstaktion ist für die Fahrzeughalter natürlich kostenfrei. 

22.11.2016 Gleich drei Rückrufe führt Daimler jetzt für die Modelle G-Klasse, S-Klasse und Smart Fortwo sowie Forfour durch. Zur Zahl der betroffenen Fahrzeuge macht Daimler bisher keine Angaben.

Muss in die Werkstatt: Mercedes G-Klasse. (Quelle: Hersteller)Muss in die Werkstatt: Mercedes G-Klasse. (Quelle: Hersteller)

Bei Exemplaren des Geländewagen-Urviechs mit 6-Zylinder-Dieselmotor aus der Produktion von September bis Dezember 2015 ist der Motorleitungssatz womöglich falsch verlegt. Dadurch kann es zu Beschädigungen und zu Fehlfunktionen bei der Motorsteuerung kommen. Vorsorglich tauschen die Werkstätten den Halter im Aggregate-Raum aus und verlegen den Leitungssatz neu, was etwa 30 Minuten dauern soll.

Ein ähnliches Problem besteht bei der S-Klasse: Bei zwischen Oktober 2014 und April 2016 gebauten Fahrzeugen mit 6-Zylinder-Dieselmotor und 9-Gang-Automatik entspricht laut asp-online der Abstand des Starter-/Generatorleitungssatzes zur Abgasanlage nicht der Spezifikation. Durch die Hitzeentwicklung könne es daher zu Getriebeproblemen kommen. Bei den potenziell betroffenen Fahrzeugen werden der Leitungssatz überprüft und wenn nötig der Abstand zur Abgasanlage korrigiert, was etwa drei Stunden in Anspruch nehmen.

Schließlich macht bei den Smart-Modellen Forfour und Fortwo aus dem Produktionsmonat April das Doppelkupplungsgetriebe Probleme. Möglicherweise rastet bei diesen Fahrzeugen der Parksperren-Zug vom Wählhebelmodul zum Getriebe nicht korrekt ein. Dadurch könnte das Auto wegrollen, wenn der Wählhebel (vermeintlich) auf "P" steht aber die Feststellbremse nicht aktiviert ist. Eine entsprechende Warnmeldung im Kombi-Instrument weist den Fahrer auf das Problem hin. Beim notwendigen Werkstattaufenthalt wird die Verbindung des Wählhebelzugs zum Getriebe überprüft und falls nötig nachgebessert. 

16.11.2016 BMW und die Tochter Rolls-Royce rufen 33.600 Autos mit defekten Airbags in die Werkstatt zurück. Wegen eines Programmierfehlers würden bei einem Frontalzusammenstoß oder Auffahrunfall falsche Daten an den Airbag übermittelt, so dass er mitunter nicht auslöse. Bei einem Unfall in China sei ein Fahrer ums Leben gekommen, sagte ein BMW-Sprecher. Betroffen seien 33.600 BMW 7er, BMW 5er GT und Rolls-Royce Ghost, die zwischen Dezember 2011 und Juni 2012 gebaut wurden. Die meisten seien in China unterwegs, in Deutschland seien 2300 Autos betroffen.

Die Halter würden unverzüglich informiert, der Austausch des Airbag-Sensors in der Werkstatt dauere drei Stunden, sagte der Sprecher. Das Problem habe nichts mit der "Takata-Thematik" zu tun. Um sofort zu erfahren, ob ihr Fahrzeug betroffen ist, könnten Kunden auch eine BMW-Werkstatt fragen oder ihre Fahrgestellnummer im Internet auf https://www.press.bmwgroup.com/sensorclustersearch/ eingeben.

+++ Rückruf für den Renault Mégane +++

16.11.2016 Wegen einer möglichen Beschädigung der Bremsschläuche ruft Renault deutschlandweit 337 Mégane der aktuell vierten Modellgeneration in die Werkstätten. Betroffen sind Fahrzeuge, die bis einschließlich 4. Februar 2016 produziert worden sind. Weltweit sind das 7790 Autos. Bei diesen kann es laut asp-Online zu einem Kontakt zwischen Bremsschlauch und der vorderen Felge bzw. des Reifens kommen.

Renault Mégane. (Quelle: Hersteller)Renault Mégane. (Quelle: Hersteller)

In diesem Fall ist das Bremssystem nur eingeschränkt funktionsfähig. Daher ersetzt Renault die Kabelbinder und Befestigungsschrauben und richtet den Halter neu aus, was etwa eine Stunde dauern soll. Zudem kontrollieren die Werkstätten die Bremsschläuche vorne links und rechts und ersetzen sie wenn nötig binnen zwei Stunden.

+++ BMW ruft X-Modelle zurück +++

04.11.2016 Eine fehlerhafte Schweißnaht am Airbag-Gehäuse veranlasst BMW jetzt zum Rückruf von weltweit 4400 Fahrzeugen. Betroffen sind die Modelle X3, X4, X5 und X6 mit Airbags aus der Produktion in 2014. Laut "Auto Service Praxis" könne es zu einem Bruch der 360 Grad umlaufenden Laserschweißnaht kommen.

Dadurch könnten laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) Metallspäne mitgerissen werden und die Insassen verletzen. Nach Angaben von BMW sind in Deutschland 24 Fahrzeuge betroffen. Die Halter werden schriftlich informiert.

+++ Wieder Rückruf bei Toyota +++

28.10.2016 Toyota ruft wegen eines möglichen Airbag-Defekts erneut 5,8 Millionen Autos zurück - davon 1,47 Millionen in Europa. Das teilte der weltgrößte Autobauer mit. Betroffen sind mehrere Modelle, darunter der Corolla, aus den Baujahren 2006 bis 2014. Die betroffenen Fahrzeuge sind mit Airbags des Zulieferers Takata ausgestattet, denen ein Trocknungsmittel fehle, das Fehlfunktionen bei Hitze und feuchter Luft vorbeugen soll. Es bestehe die Gefahr, dass die Airbags explodieren und Metallteile durch den Autoinnenraum schießen. Wie Toyota in einer E-Mail mitteilte, umfasst der Rückruf keine Modelle, die in den USA verkauft wurden, da dort zuvor schon ein Rückruf für dortige Autos bekanntgegeben worden war.

+++ BMW-Modelle haben ein Bremsen-Problem +++

BMW ruft deutschlandweit rund 190.000 Fahrzeuge der Modellreihen 1er, 3er und 5er zu einer "Service-Aktion" in die Werkstätten. Der Grund ist ein möglicher Defekt im Bremssystem. Betroffen sind ausschließlich Modelle mit Vierzylinder-Benziner aus dem Produktionszeitraum Januar 2007 bis Oktober 2013. Einen Mini-Rückruf gibt es für 400 M2, M3 und M4.

Von der Service-Aktion sind unter anderem der BMW 3er der Baujahre 2007 bis 2013 betroffen. (Quelle: Hersteller)Von der Service-Aktion sind unter anderem der BMW 3er der Baujahre 2007 bis 2013 betroffen. (Quelle: Hersteller)

Hintergrund der Vorladung für betroffene BMW-Besitzer: Laut "kfz-betrieb" besteht die Möglichkeit, dass das Bremssystem nicht über seine ganze Lebensdauer den nötigen Unterdruck bereitstellen kann. Das würde bedeuten, dass der BMW nur mit erhöhter Pedalkraft gebremst werden könnte. Deshalb wird eine "On-Board-Diagnose Bremsunterdruck" nachgerüstet, um eine dauerhafte Überwachung der Messwerte des Bremsunterdruck-Sensors durch das Motorsteuergerät zu ermöglichen.

Vom M-Rückruf sind weltweit 400 Fahrzeuge betroffen. Bei ihnen wurden bereits im Sommer wegen zu hohen Verschleißes die Hinterachsgetriebe getauscht. Allerdings war die Reparaturanleitung nicht vollständig, deswegen werden jetzt in einer rund zweistündigen Aktion die alten Schrauben des Hinterachsträgers gelöst und ersetzt, sowie die Gewinde in der Karosserie geprüft und bei Bedarf nachgearbeitet. 

+++ Lose Motorhaube - Rückruf Kia Carnival +++ 

26.09.2016 Wegen einer möglicherweise verrosteten Verriegelung der Motorhaube bei seinem Van Carnival ruft Kia in Deutschland 4.792 Fahrzeuge in die Werkstätten. Betroffen sind Autos aus dem Bauzeitraum 15. Juni 2004 bis 4. April 2014. Durch den Defekt bewegt sich der Fanghaken möglicherweise nicht in die Ausgangsposition zurück und die Motorhaube kann unter Umständen während der Fahrt entriegeln und aufklappen.

Rückruf für den Kia Carnival. (Quelle: Hersteller)Rückruf für den Kia Carnival. (Quelle: Hersteller)

Die Werkstätten tauschen die Verriegelung aus, was etwa eine halbe Stunde in Anspruch nimmt, sagt eine Kia-Sprecherin dem Portal "autoservicepraxis.de". Weltweit betrifft der Rückruf 25.586 Fahrzeuge.

+++ Ford Fiesta muss in die Werkstatt +++

21.09.2016 Wegen einer fehlerhaften Anordnung des Glühkerzen-Steuerungsmoduls ruft Ford in Deutschland 10.545 Fiesta mit Dieselmotor in die Werkstätten. Weil das Modul bei Fahrzeugen aus dem Bauzeitraum 1. Januar 2012 bis 29. August 2013 nicht wasserdicht ausgelegt sei, könne eindringendes Wasser zu einer Überhitzung führen. Dadurch bestehe eine potenzielle Brandgefahr, sagte ein Ford-Sprecher.

Ford ruft in Deutschland den Fiesta zurück. (Quelle: Hersteller)Ford ruft in Deutschland den Fiesta zurück. (Quelle: Hersteller)

Diese Gefahr bestehe auch für parkende Autos, denn das Modul wird ständig mit Strom versorgt. Der Einbau eines neuen Glühkerzensteuerungs-Moduls soll etwa zwölf Minuten dauern.

+++ Fiat ruft Fahrzeuge zurück +++

16.09.2016 Fiat Chrysler beordert wegen Problemen mit Airbags und Sicherheitsgurten 1,9 Millionen Fahrzeuge weltweit in die Werkstätten. Man wisse von drei Todesfällen und fünf Verletzten, die im Zusammenhang mit den defekten Teilen stehen könnten.

Betroffen sind verschiedene Modelle der Konzernmarken Chrysler, Dodge, Jeep und Lancia der Jahrgänge 2010 bis 2014. Mit 1,4 Millionen Autos entfällt der Großteil des Rückrufs auf den US-Markt. Außerhalb Nordamerikas sind laut Fiat Chrysler gut 284.000 Wagen betroffen.

+++ Mercedes-AMG ruft drei Baureihen zurück +++

08.09.2016 Rückruf für die "kleinen" Modelle von Mercedes-AMG: CLA 45, GLA 45 sowie A 45 haben eventuell Probleme mit einer Verschweißung zwischen Lamellenträger und Nabe der Kupplung - das könnte zu einem Riss führen.

Bei einer gerissenen Schweißnaht würde das Getriebe auf den neutralen N-Modus oder in den Notlauf schalten. Die neutrale Kupplungsstellung würde dazu führen, dass das Fahrzeug nur noch ausrollt.

Zurückgerufen werden Modelle der Baureihe 176 (A-Klasse), 156 (GLA) sowie des CLA der Baureihe 117 aus der Produktion zwischen Oktober 2015 bis Januar 2016. Die kostenlose Behebung soll etwa 13 Stunden dauern. 

+++ Mazda3 und CX-3 von Rückruf betroffen +++

03.09.2016 Der japanische Autohersteller Mazda ruft weltweit insgesamt 2,3 Millionen Fahrzeuge wegen möglicher Probleme mit der Heckklappe sowie mit dem Dieselmotor zurück. Bei rund 390.000 Autos in Japan, darunter die Modelle Mazda3 und der Geländewagen CX-3, müssen die Halterungen der Dämpfung überarbeitet werden. Es besteht die Gefahr, dass sie rosten und brechen könnten, wenn sie Salz ausgesetzt sind. Zudem würden 1,8 Millionen Fahrzeuge im Ausland zurückgerufen. Die betroffenen Autos wurden zwischen Dezember 2007 und Dezember 2015 gefertigt.

Mazda CX-3: Rückruf. (Quelle: Hersteller)Mazda CX-3: Rückruf. (Quelle: Hersteller)

Außerdem müssen in Japan rund 110.000 Mazdas in die Werkstatt, weil es ein Computer-Problem bei ihren Dieselmotoren gibt. Dies betrifft nach Konzernangaben ebenfalls unter anderem die Modelle Mazda3 und CX-3, die zwischen August 2014 und August 2016 gebaut wurden.

+++ VW ruft noch mehr Erdgas-Autos zurück +++

31.08.2016 Der Autobauer Volkswagen weitet seine Rückrufe bei Erdgasautos aus. Betroffen sind diesmal insgesamt mehr als 30.000 Fahrzeuge der Modelle CaddyPassat und Touran, das teilte VW mit. Grund des Rückrufs sei der vorsorgliche Tausch von Gasflaschen.

Bereits Anfang Juli hatte VW weltweit rund 5900 Touran-Erdgasmodelle der Jahrgänge 2006 bis 2009 wegen der gleichen Befürchtung in die Werkstätten gerufen, darunter 3800 in Deutschland. Die Aktion werde nun auf die Modelle Caddy, Passat und Touran bis einschließlich Modelljahr 2010 ausgedehnt.

Bei einigen Fahrzeugen könnte die Außenhaut bei Beschädigungen nicht mehr den nötigen Korrosionsschutz bieten. Sinke die Wandstärke der Gasflaschen durch Korrosion, könne dies zum Bersten eines Gastanks und zu erheblicher Verletzungsgefahr führen. Bis zur Umrüstung sollten betroffene Modelle nur im Benzinbetrieb genutzt werden. Die Besitzer würden direkt von Volkswagen kontaktiert.

Von dem nun erweiterten Rückruf sind rund 950 Touran-Wagen des Baujahrs 2010 betroffen, wie ein Volkswagen-Sprecher sagte. Außerdem werden 23.400 Caddys aus den Jahren 2006 bis 2010 zurückgerufen, darunter knapp 16.300 in Deutschland. Ebenfalls betroffen sind gut 6200 Autos vom Typ Passat aus den Jahren 2009 und 2010, davon gut 2500 in Deutschland.

+++ Rückruf-Quote liegt bei 50 Prozent +++

29.08.2016 Der Diesel-Skandal bei VW und die gefährlichen Takata-Airbags haben im ersten Halbjahr 2016 für ein unverändert hohes Rückruf-Niveau in der Autobranche gesorgt. Allein in Deutschland wurden zwischen Januar und Juni 850.000 Pkw zurückgerufen, wie eine Untersuchung des Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen ergeben hat. In Relation zu den 1,73 Millionen Neuzulassungen in Deutschland entspricht das einer Quote von 50 Prozent. In den Gesamtjahren 2014 und 2015 lag dieser Wert auf ähnlichem Niveau.

Weltweit rechnet das CAR für das laufende Jahr mit 60 Millionen Pkw-Rückrufen, was einem Anteil von 75 Prozent an den Fahrzeug-Neuzulassungen entspräche. Den größten Beitrag zu diesem Trend leisten bislang die Rückrufe von Fahrzeugen mit den Airbags des Zulieferers Takata - 40 Millionen Autos waren allein im ersten Halbjahr betroffen. Dazu kommen 11 Millionen VW-Modelle mit Schummel-Diesel, 3,4 Millionen Toyota mit Tank- oder Airbag-Problemen sowie 2,1 Millionen Fahrzeuge aus dem Fiat-Chrysler-Konzern wegen diverser Mängel.

Auch wenn die Rückrufe von VW und Takata in Kürze abgearbeitet sein dürften, rechnet das CAR mit weiter steigenden Zahlen. Vor allem in der bislang stiefmütterlich behandelten IT-Sicherheit sehen die Experten Potenzial für künftigen Ärger. Dazu kommen die bekannten Probleme, die die Rückrufe in den vergangenen Jahren stark haben ansteigen lassen. Dazu zählen neben dem hohen Kostendruck, der bei Zulieferern und Herstellern zu Lasten der Qualität gehen kann, auch die steigenden Produktionszahlen und die allgemein wachsende Komplexität von Technik und Modellpaletten. Zudem führt der Trend zum Einsatz möglichst vieler Gleichteile in unterschiedlichen Modellen dazu, dass bei einem Fehler gleich Millionen Autos betroffen sein können.  

+++ Lockere Motorhaube am Hyundai Tucson +++

23.08.2016 Wegen einer fehlerhaften Befestigung der Motorhaube ruft Hyundai deutschlandweit 15.216 Exemplare seines SUV Tucson in die Werkstätten. Weil sich der Sicherheitsfanghaken während der Fahrt aus dem Fanghakenbügel lösen kann, ist es möglich, dass sich die Haube im Betrieb öffnet.

Der Hyundai Tucson muss aufgrund einer fehlerhaften Befestigung der Motorhaube in die Werkstatt. (Quelle: Hersteller)Der Hyundai Tucson muss aufgrund einer fehlerhaften Befestigung der Motorhaube in die Werkstatt. (Quelle: Hersteller)

Betroffen sind Fahrzeuge aus der Produktion von 2015 bis März 2016, der Fehler ist bei internen Qualitätskontrollen aufgefallen. Um das Problem zu beseitigen erneuern die Hyundai-Vertragspartner den Fanghakenbügel, wofür der Hersteller einen Tag veranschlagt.

+++ Rückbank-Probleme bei Renault Twingo und Smart Forfour +++

05.08.2016 Wegen einer unzureichenden Befestigung der Rückbank rufen Renault und Daimler nun die Modelle Twingo und Smart Forfour in die Werkstätten. "Sollte es bei einem Frontalcrash zu einer starken Belastung der Rücksitzlehne durch schwere Gegenstände im Kofferraum kommen, könnte sich deren Verankerung vom Rohbau lösen", erklärt eine Daimler-Sprecherin der Fachzeitschrift "kfz-betrieb".

Beim Renault Twingo und Smart Forfour kann sich im Falle eines Frontalaufpralls die Rückbank lösen. (Quelle: Hersteller)Beim Renault Twingo und Smart Forfour kann sich im Falle eines Frontalaufpralls die Rückbank lösen. (Quelle: Hersteller)

Betroffen sind Smart aus der Produktion von September 2014 bis Anfang Dezember 2015 und Twingos aus dem Zeitraum April 2014 bis Ende November 2015. Bei Renault sind das weltweit rund 15.000 Autos, davon knapp 5.000 in Deutschland; bei Smart müssen laut der Zeitschrift weltweit 5.700 Forfour in die Werkstatt. Wie Renault mitteilt, wird bei diesen Fahrzeugen eine Verstärkung mit zwei Nieten an der vorhandenen Befestigungsbrücke der hinteren Sitzbank angebracht, was etwa 60 bis 90 Minuten dauern soll. 

+++ Maserati schickt Limousinen zum Check +++

04.08.2016 Wegen möglicherweise nicht korrekt angezogener Halteschrauben an der hinteren Spurstange ruft Maserati in Deutschland 2.260 Autos in die Werkstätten. Betroffen sind die Modelle Ghibli und Quattroporte der Modelljahre 2014 bis 2016. Das Anzugsdrehmoment entspreche bei diesen Fahrzeugen unter Umständen nicht den Vorgaben, was dazu führen kann, dass sich die Achseinstellung verändert und die Hinterachse abnormale Geräusche von sich gibt.

Maserati-Limousinen müssen in die Werkstatt. (Quelle: Hersteller)Maserati-Limousinen müssen in die Werkstatt. (Quelle: Hersteller)

Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ist auch der Verlust der Fahrzeugkontrolle möglich, schreibt asp-online. Daher müssen die Schrauben beidseitig überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden, was etwa 2,5 Stunden dauern soll. In Ausnahmefällen müssten auch die kompletten Radträger und Spurstangen ersetzen werden. 

+++ Renault-SUV hat Probleme mit Benzintank und Airbags +++

02.08.2016 Probleme mit der Befestigung des Einfüllstutzens für den Kraftstofftank und mit den Vorhang-Airbags an den Seitentüren veranlassen Renault jetzt zu einem Doppelrückruf für sein SUV Kadjar. In der Folge kann es laut asp-online bei einem Aufprall zu einem Kraftstoffaustritt kommen, und bei einem seitlichen Crash entfalten sich die sogenannten "Windowbags" nicht korrekt. Weltweit sind etwas mehr als 1000 Fahrzeuge aus der Produktion bis zum 4. Juni 2015 betroffen, davon 131 in Deutschland.

Renault Kadjar. (Quelle: Hersteller)Renault Kadjar. (Quelle: Hersteller)

Bei den Fahrzeugen kontrollieren die Werkstätten die Halterung am Tank und bessern wenn nötig nach. Die Airbags werden ebenfalls auf ihre Konformität mit den Vorgaben hin geprüft und wenn erforderlich ausgetauscht. Für diese Maßnahmen müssen Halter etwa 2,5 bis 3,5 Stunden einplanen. 

+++ Toyota Yaris mit Fahrwerkproblemen +++

26.07.2016 Toyota ruft weltweit rund 32.500 Kleinwagen vom Typ Yaris zurück. In Deutschland müssen etwa 2300 Fahrzeuge in die Werkstatt. Grund: Die beiden vorderen Federbeinstützlager können unter hoher Last beschädigt werden. Das kann bei fortgesetzter Fahrt im schlimmsten Fall zum Verlust der Fahrzeugstabilität führen. Das bestätigte jetzt ein Sprecher des Autoherstellers der Branchenzeitschrift "kfz-betrieb". Betroffen sind Fahrzeuge aus dem Bauzeitraum 13. Januar bis 27. Februar 2015.

2300 Toyota Yaris müssen in Deutschland in die Werkstatt. (Quelle: Hersteller)2300 Toyota Yaris müssen in Deutschland in die Werkstatt. (Quelle: Hersteller)

Bei diesen Fahrzeugen werden die beiden vorderen Federbeinlager gegen verbesserte Bauteile ausgetauscht, heißt es. Sollte ein Federlager beschädigt sein, werden zusätzlich der Stoßdämpfer und die obere Federbeinaufnahme ersetzt. Die reine Arbeitszeit dieser Maßnahme wir mit etwa 2,5 Stunden angegeben. 

+++ Scheinwerfer-Ausfall bei vier Ford-Modellen +++

18.07.2016 Ein Software-Fehler kann bei deutschlandweit rund 20.000 Ford-Fahrzeugen dazu führen, dass während der Fahrt unvermittelt die Scheinwerfer ausfallen. Betroffen sind die Baureihen Mondeo aus dem Zeitraum 3. Mai 2014 bis 22. Dezember 2015, Galaxy und S-Max (6. Oktober 2014 bis 8. Februar 2016) sowie Edge (9. Dezember 2015 bis 10. März 2016) mit LED-Kurvenlicht.

LED-Scheinwerfer eines Ford Mondeo Vignale. (Quelle: Patrick Schäfer)LED-Scheinwerfer eines Ford Mondeo Vignale. (Quelle: Patrick Schäfer)

"Falls diese Situation eintritt, muss die Zündung des Fahrzeugs aus- und wieder eingeschaltet werden, um die Scheinwerfer erneut zu aktivieren", sagt ein Ford-Sprecher der Fachzeitschrift "kfz-betrieb". Die Werkstätten spielen eine neue Software für das Scheinwerfer-Modul auf und aktualisieren das Karosserie-Steuergerät (BCM), was etwa eine Stunde dauern soll.

+++ Rückruf für Kleinwagen-Quartett +++

14.07.2016 Probleme mit der Sitzheizung beim Peugeot 207 und mit der Lenkung bei Peugeot 108 und Citroën C1 veranlasst den PSA-Konzern jetzt zu einem Doppel-Rückruf. Ebenfalls betroffen ist der mit dem Franzosen-Duo baugleiche Toyota Aygo.

Rückruf wegen defekter Sitzheizung: Peugeot 207. (Quelle: Hersteller)Rückruf wegen defekter Sitzheizung: Peugeot 207. (Quelle: Hersteller)

Bei etwa 30.000 Peugeot 207 aus dem Bauzeitraum Juni 2009 bis Mai 2015 können sich zur Sitzheizung gehörende Kabelstränge erwärmen und ein Entladen der Batterie verursachen, sagt ein Sprecher der Marke der Fachzeitschrift "kfz-betrieb".

In dem entsprechenden behördlichen Warnhinweis ist zudem von Brandgefahr die Rede, selbst wenn das Fahrzeug geparkt ist. Beim notwendigen Werkstattaufenthalt werden die Kabelstränge geprüft und modifiziert, was maximal zwei Stunden dauern soll. Das Schwestermodell Citroën C3 sei nicht betroffen.

Nur eine niedrige dreistellige Stückzahl in Deutschland und insgesamt 300 Fahrzeuge in Europa der Modellreihen Peugeot 108, Citroën C1 und Toyota Aygo sind von dem zweiten Rückruf betroffen. Hier sorgt ein Bauteil an der Lenksäule für Ärger, das "unter extremen, sehr unwahrscheinlichen Bedingungen reißen" kann. Um einem Lenkungsausfall vorzubeugen wird daher bei Fahrzeugen aus der Produktion von September und Oktober 2014 die Lenksäule getauscht. 

+++ Volkswagen ruft 5900 Touran-Erdgasmodelle zurück +++

06.07.2016 VW ruft weltweit rund 5900 Touran-Erdgasmodelle der Baujahre 2006 bis 2009 in die Werkstätten zurück. In Deutschland seien etwa 3800 Fahrzeuge betroffen, teilte der Autobauer am Mittwoch mit. Grund des Rückrufs sei der vorsorgliche Tausch der vorderen Gasflaschen.

Der Touran mit Erdgas-Antrieb muss zurück in die Werkstatt. Betroffen sind die Baujahre 2006 bis 2009. (Quelle: dpa)Der Touran mit Erdgas-Antrieb muss zurück in die Werkstatt. Betroffen sind die Baujahre 2006 bis 2009. (Quelle: dpa)

Bei einigen Fahrzeugen könnte deren Außenhaut bei Beschädigungen nicht mehr den nötigen Korrosionsschutz bieten. Sinke die Wandstärke der Gasflaschen durch Korrosion, könne dies zum Bersten eines Gastanks und zu erheblicher Verletzungsgefahr führen. Bis zur Umrüstung sollten betroffene Modelle nur im Benzinbetrieb genutzt werden. Die Besitzer würden direkt von Volkswagen kontaktiert.

+++ Unsichere Seitenkoffer bei Yamaha +++

04.07.2016 Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) warnt vor dem Gebrauch der Soft-ABS-Seitenkoffer für die Yamaha MT-09 Tracer. Bereits im Jahr 2015 gab es eine Rückrufaktion, die allerdings nicht alle Besitzer erreicht hat. Deshalb warnt das KBA erneut vor deren Gebrauch.
 
Der Schließmechanismus kann sich öffnen und der Koffer während der Fahrt vom Motorrad fallen. Betroffen sind Soft ABS-Seitenkoffersätze mit der Teilenummer 2PP-FS0SC-00-00. Diese befindet sich auf dem innen angebrachten Produktionsschild. Vertrieben wurden die Koffer von Januar 2015 bis zum 13.07.2015 durch Yamaha-Vertragshändler. Zur Abhilfe wird der Schließmechanismus der Seitenkoffer ausgetauscht.
 
Betroffene Nutzer, deren Koffer noch nicht umgerüstet wurden, sollen umgehend eine Yamaha-Vertragswerkstatt kontaktieren oder sich für weitere Informationen an den Hersteller unter info@yamaha-motor.de wenden.

+++ Noch mehr Takata-Rückrufe +++

30.06.2016 Nach Toyota, Volkswagen und Honda müssen weitere Autobauer mehr als 2,6 Millionen Fahrzeuge wegen potenziell gefährlicher Airbags des Herstellers Takata in die Werkstätten holen. Mazda rief weltweit 1,57 Millionen Autos der Modelle RX-8 und Demio zurück. Letzteres wird außerhalb Japans als Mazda 2 angeboten. Mitsubishi holt global insgesamt 608.000 Wagen der Typen Delica und eK Wagon zurück, die meisten davon in Japan selbst.

Takata-Airbag auf der IAA 2015. (Quelle: imago)Takata-Airbag auf der IAA 2015. (Quelle: imago)

Ebenfalls in Japan müssen 291.000 Fahrzeuge von Subaru, 93.000 von Mercedes Benz und 47.000 von UD Trucks zurück in die Werkstätten. Das teilten die Hersteller mit.

Bei den eingebauten Airbags des japanischen Zulieferers Takata besteht das Risiko, dass sie zu kräftig auslösen und bei der Explosion Teile der Verkleidung durch das Fahrzeug geschleudert werden. Mindestens 13 Todesfälle und Hunderte Verletzungen werden weltweit mit dem Airbag-Defekt in Verbindung gebracht. Nach derzeitigem Stand müssen schätzungsweise rund 100 Millionen Takata-Airbags weltweit zurückgerufen werden.

Takatas Firmenchef Shigehisa Takada kündigte am Donnerstag an, von seinem Posten zurückzutreten, sobald absehbar sei, dass sich das Unternehmen von dem Massenrückruf erhole. "Ich entschuldige mich dafür, unseren Anteilseignern und anderen von der Problem-Serie Betroffenen Ärger bereitet zu haben", sagte Takada auf einer Aktionärsversammlung.

+++ Rückruf für den Suzuki SX4 S-Cross +++

29.06.2016 Eine fehlerhafte Naht an den Sitzbezügen des Suzuki SX4 S-Cross verhindert womöglich, dass sich der Seitenairbag korrekt entfaltet. Daher ruft der Hersteller alle seit dem Produktionsbeginn 2013 produzierten Fahrzeuge in die Werkstätten, die die Rückenlehnen-Sitzbezüge austauschen.

Suzuki SX4 S-Cross: Rückruf wegen möglicher Entfaltungsprobleme der Seitenairbags. (Quelle: Hersteller)Suzuki SX4 S-Cross: Rückruf wegen möglicher Entfaltungsprobleme der Seitenairbags. (Quelle: Hersteller)

Das soll etwa 90 Minuten dauern. In Deutschland sind 13.315 Autos betroffen. Auf Nachfrage teilt Suzuki mit, dass die Halter bereits angeschrieben wurden und die Rückruf-Aktion bereits im Gange ist. 

+++ Toyota mit neuen Airbag-Rückruf +++

29.06.2016 Wieder einmal ruft Toyota wegen eines möglichen Airbag-Defekts 1,43 Millionen Autos zurück, davon 141.000 in Europa. Betroffen seien die Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Modelle des Prius und der Lexus CT 200h aus den Baujahren 2008 bis 2012. Diesmal stammen die Airbags jedoch nicht vom Hersteller Takata.

Die Wagen sind auf der Fahrer- und Beifahrerseite mit sogenannten Curtain-Shield-Airbags ausgestattet. Es könne vorkommen, dass der Gasgenerator des Airbags einen kleinen Riss an der Schweißnaht habe. Dies könne letztlich dazu führen, dass der Airbag teilweise aufgeblasen werden und der Generator ins Wageninnere geraten könne. Dadurch bestehe die Gefahr von Verletzungen. Nach Firmenangaben sind bislang keine solchen Verletzungen bekannt.

Mit 743.000 Stück müssen die meisten Autos in Toyotas Heimat Japan in die Werkstätten, teilte der weltgrößte Autobauer mit. In Nordamerika sind es knapp 500.000 Fahrzeuge. 

Die Airbags wurden nach Angaben von Toyota nicht vom japanischen Zulieferer Takata hergestellt, dessen Produkte zuletzt bereits millionenfach zurückgerufen wurden. 

Das Drama um fehlerhafte Airbags im Fall Takata hatte sich zuletzt Anfang Juni fortgesetzt. Toyota, der auch von diesem Zulieferer Sicherheitstechnik bezieht, hatte mitgeteilt, dessen Gasgeneratoren schrittweise auszurangieren. Grund war hier, dass einigen Geräten noch ein Trocknungsmittel fehlte, das möglichen Fehlfunktionen bei Hitze und feuchter Luft vorbeugen soll. Weltweit stehen mindestens elf Todesfälle mit defekten Aufblasvorrichtungen von Takata in Verbindung, die meisten davon in den USA. 

+++ Kraftstoff-Leck und falsche Abdeckung +++

28.06.2016 Wegen eines möglichen Kraftstoff-Austritts und der Verwendung einer falschen Abdeckung im Motorraum führt Mercedes-Benz jetzt einen Doppel-Rückruf für die C-Klasse durch. Die Zahl der betroffenen Fahrzeuge steht laut Hersteller noch nicht fest.

Die Mercedes-Benz C-Klasse muss in die Werkstatt. (Quelle: Hersteller)Die Mercedes-Benz C-Klasse muss in die Werkstatt. (Quelle: Hersteller)

Die erste Aktion betrifft die Modellvarianten C180 und C200 aus dem Bauzeitraum Dezember 2013 bis April 2016 mit dem Dieselmotor "OM626". Bei diesen Fahrzeugen kann sich der Schraubverbund zwischen Hochdruckleitung und Hochdruckpumpe lösen. "Im Fehlerfall könnte an der Verbindungsstelle von Hochdruckleitung zu Hochdruckpumpe Kraftstoff austreten", sagte eine Sprecherin der Fachzeitschrift "kfz-betrieb". Die Werkstätten tauschen die Hochdruckleitung kostenlos aus, was etwa 90 Minuten dauern soll.

Außerdem sorgt bei C-Klasse-Fahrzeugen, die im Februar 2016 vom Band gerollt sind, eine Abdeckung an der Unterseite des Motorraums für Ärger. Da bei sehr wenigen Fahrzeugen ein falsches Bauteil verwendet wurde, könnte es zu einem Kontakt zwischen dem Entkoppel-Element der Abgasanlage und der Abdeckung kommen, was zu einer Entzündung der Abdeckung führen könnte, heißt es. Für den Tausch der Abdeckung setzt Mercedes 60 Minuten an. 

+++ Airbag-Problem bei Nissan weitet sich aus +++

28.06.2016 Nissan muss den im Januar 2016 gestarteten Rückruf für den Note wegen eines fehlerhaften Airbags des Zulieferers Takata nun auch auf den Tiida ausweiten. Betroffen sind laut asp-online Fahrzeuge aus dem Bauzeitraum 13. November 2007 bis 8. Januar 2014. In Deutschland sind das rund 6.720 Fahrzeuge, weltweit 149.049 Autos. Beim Auslösen des Fahrer-Airbags könne der interne Druck zu hoch werden und zu einem Riss im Luftsack führen. Der notwenige Austausch soll laut Hersteller 25 Minuten dauern. 

+++ Neue Renault-Modelle haben Sicherheits-Probleme +++

22.06.2016 Nomen ist nicht immer Omen: Der Hoffnungsträger von Renault in der Mittelklasse mit dem klingenden Namen Talisman bringt den Franzosen offenbar kein Glück. Bereits zum zweiten Mal binnen kürzester Zeit muss der Hersteller für das Modell einen Rückruf starten, und diesmal ist auch noch der neue Espace betroffen, der die gleiche technische Plattform nutzt.

Rückruf für Renault Talisman und Espace. (Quelle: Hersteller)Rückruf für Renault Talisman und Espace. (Quelle: Hersteller)

Die Probleme betreffen laut der Fachzeitschrift "kfz-betrieb" Batterie, Heizung und Sicherheitsgurte. Der Stromspeicher sorgt bei weltweit mehr als 13.500 Einheiten für Ärger, davon sind 1697 Fahrzeuge in Deutschland registriert. Bei bis 4. September 2015 gebauten Autos kann der Motor während der Fahrt unvermittelt ausgehen, da die Massekabel in den Stromsensoren der Batterie fehlerhaft positioniert sind.

Bei 2461 Espace und 133 Talisman in Deutschland aus der Produktion bis 11. Januar 2016 müssen außerdem die vorderen Sicherheitsgurte überprüft werden. Weltweit sind etwa 22.500 Einheiten betroffen. Grund sind mögliche Beschädigungen an den Gurten, die in diesem Fall getauscht werden, was in der Werkstatt maximal 80 Minuten dauern soll.

Schließlich ist bei 2482 in Deutschland registrierten Espace und 51 Talisman (18.000 Einheiten weltweit) möglicherweise das Anzugsdrehmoment des Massekabelstrangs des Zusatz-Heizwiderstands unzureichend. Dadurch könne es zu einem Schmorbrand und in der Folge zu Rauchentwicklung kommen. "Als vorbeugende Maßnahme wird der Anzug des Massepunkts im Bodenblech vorne links kontrolliert und, falls erforderlich, die Konformität wieder hergestellt", teilt eine Sprecherin der Zeitschrift mit. 

+++ Fehlerhaftes Isofix in BMWs Kompakt-SUV +++

21.06.2016 BMW muss bei den Isofix-Halterungen für Kindersitze in den Modellen X3 und X4 nachbessern. Wie der Münchner Hersteller mitteilt, könnten die vier Befestigungsbügel in der Rückbank brechen, wodurch eine Rückhaltewirkung bei einem Unfall nicht mehr gegeben sei. Betroffen sind alle Fahrzeuge der aktuellen Baureihen F25 (X3 seit 2010) und F26 (X4 seit 2014). Laut Berechnungen der Fachzeitschrift "kfz-betrieb" handelt es sich dabei um mindestens 175.000 SUV in Deutschland.

BMW X3 und X4 (im Bild): Isofix-Halterungen können brechen. (Quelle: Hersteller)BMW X3 und X4 (im Bild): Isofix-Halterungen können brechen. (Quelle: Hersteller)

"Im Fahrbetrieb können Schwingbelastungen auf die Haltebügel einwirken. Bei einer erhöhten Schwingbelastung ist nicht auszuschließen, dass in wenigen Einzelfällen ein oder mehrere Befestigungsbügel im Laufe der Betriebszeit brechen können", sagt ein Sprecher der Marke. Daher rüsten die Werkstätten im Rahmen der Aktion (Code: 0041760100) an jedem Befestigungsbügel einen Metallwinkel zur Verstärkung nach, was eine Stunde in Anspruch nimmt. 

+++ Der VW Touran muss in die Werkstatt +++

31.05.2016 Volkswagen ruft weltweit etwa 5900 Fahrzeuge des Typs Touran EcoFuel der Modelljahre 2005 bis 2009 in die Werkstatt, davon 3800 in Deutschland.

Bei dem Erdgasfahrzeug müssen die vorderen Gasflaschen getauscht werden. Bei einigen dieser Fahrzeuge besteht die Möglichkeit, dass eine durch äußere Einflüsse beschädigte Außenhaut nicht mehr den erforderlichen Korrosionsschutz bietet. Die Montage wird in autorisierten Volkswagen Werkstätten durchgeführt.

+++ Takata muss 35 Millionen Airbags zurückrufen +++

04.05.2016 Weitere schlechte Nachrichten für den japanischen Zulieferer Takata: Das Unternehmen muss wohl seinen schon bestehenden Rückruf für Airbags ausweiten. Die US-Verkehrsaufsicht NHTSA stuft mindestens 35 bis 40 Millionen weitere Airbags als Sicherheitsrisiko ein. Das meldet das "Wall Street Journal" und beruft sich auf Insider.

Die US-Verkehrsaufsicht hatte vor wenigen Wochen erklärt, es könnten womöglich noch weitere etwa 85 Millionen Takata-Airbags auf ihre Sicherheit überprüft werden. Diese müssten bis 2019 zurückgerufen werden, wenn Takata nicht beweisen könne, dass sie sicher sind.

Weltweit stehen mindestens elf Todesfälle mit defekten Aufblasvorrichtungen von Takata in Verbindung, die meisten davon in den USA. Bei manchen Airbags explodieren bei Feuchtigkeit die Vorrichtungen mit zu viel Kraft, wodurch Fahrzeuginsassen von Splittern getroffen werden können. Allein in den USA haben 14 Autobauer bislang 24 Millionen Fahrzeuge wegen des Defekts zurückgerufen.

+++ Fiat-Chrysler ruft 1,1 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurück +++

25.04.2016 Der Autokonzern Fiat-Chrysler beordert wegen Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit der Automatikschaltung weltweit 1,1 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten. Dem Konzern seien 41 Verletzungen bekannt, die im Zusammenhang mit dem Problem stehen könnten.

Dodge Charger, Chrysler 300 und Jeep Grand Cherokee

Das teilte der Konzern mit. Betroffen seien Dodge Charger und Chrysler 300 Limousinen der Modelljahre 2012 bis 2014 sowie Jeep Grand Cherokee SUV von 2014 und 2015. Grund für den Rückruf sei, dass Fahrer ihre Autos verlassen hätten, ohne dass die Schalthebel zuvor in die "Park"-Position gebracht worden seien. Die Fahrzeuge könnten deshalb nach dem Abstellen wegrollen. Die Warnmechanismen sollen nun verbessert werden. Mit 811.586 Fahrzeugen betrifft der Großteil der Aktion die USA.

+++ Airbags mit Entfaltungsproblemen +++

15.04.2016 Wegen möglichen Airbag-Versagens ruft BMW weltweit rund 26.000 Fahrzeuge der 7er Baureihe zurück, rund 2600 davon in Deutschland. Dies bestätigte ein Konzernsprecher. Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet. Demnach könnten Metallpartikel in der Steuerung des Airbags dessen Entfalten bei einem Aufprall verhindern.

Die Fahrzeuge seien zum Teil noch im Bestand von Händlern, zum Teil schon bei Endkunden, schrieb das Blatt. In den USA seien 6110 Limousinen betroffen, die von Juli bis Dezember 2015 gebaut wurden. Alle nach dem 11. Dezember 2015 produzierten 7er fielen nicht unter die Rückrufaktion, sagte der BMW-Sprecher.

+++ Bugatti Veyron muss in die Werkstatt +++

14.04.2016 In den USA muss der Supersportwagen gleich in drei Fällen zurückgerufen werden. Die "National Highway Traffic Safety Administration" ruft 72 Modelle der Baujahre 2006 bis 2010 aufgrund von Problemen mit der Tankanzeige zurück.

Bugatti Veyron - Supersportwagen wird in den USA zurückgerufen. (Quelle: imago)Bugatti Veyron - Supersportwagen wird in den USA zurückgerufen. (Quelle: imago)

Ein rostendes Batteriekabel sorgt für einen Rückruf von 13 Modellen, die zwischen 2006 und 2008 gebaut wurden.

Außerdem müssen insgesamt 87 Exemplare von Veyron (2006 bis 2010), Veyron Grand Sport (2009 bis 2014) und Veyron Super Sport (2011 bis 2013) wegen korrodierter Anbauteile in die Werkstatt. 

+++ Sitzprobleme bei Tesla +++ 

11.04.2016 Mitten in dem Hype um sein neues Modell ruft der US-Elektroautohersteller Tesla 2700 Wagen des Model X zurück. Wie das kalifornische Unternehmen mitteilte, gibt es beim Crossover Probleme mit den Sitzen in der dritten Reihe, dort ist die Verriegelung defekt. Dadurch könnten die Sitze bei einem Aufprall nach vorne rutschen.

Hat ein Problem mit den Sitzen in der dritten Reihe: Tesla Model X. (Quelle: Hersteller)Hat ein Problem mit den Sitzen in der dritten Reihe: Tesla Model X. (Quelle: Hersteller)

Die Rückrufaktion betrifft jene Wagen, die vor dem 26. März verkauft wurden. Bei allen seither verkauften Fahrzeugen sei das Problem bereits behoben worden, hieß es in der Mitteilung. Europa ist von der Rückrufaktion nicht betroffen; dort wurde der Model X bislang noch nicht ausgeliefert.

Vorletzte Woche hatte Tesla den neuen Model 3 vorgestellt, mit dem das Unternehmen auf den Massenmarkt abzielt. Dieses Modell soll 35.000 Dollar (knapp 31.000 Euro) kosten und damit für nur die Hälfte der Tesla-Modelle S und X zu haben sein. Bis vergangenen Woche waren bereits 325.000 Vorbestellungen für das Modell 3 eingegangen.

+++ Brandgefahr beim VW Passat +++

01.04.2016 VW klebt in den USA weiter das Pech an den Hacken: Der deutsche Autohersteller muss wegen Brandgefahr mitten im Abgas-Skandal einen weiteren Rückruf in die Wege leiten, wie die US-Verkehrsaufsicht NHTSA am Freitag mitteilte. Dabei geht es um 91.000 US-Passats mit TDI-Dieselmotoren, also dem Antrieb, der auch im Zentrum der Affäre um manipulierte Emissionstests steht.

Bei bestimmten Modellen der Baujahre 2012 bis 2014 könne es aufgrund von mangelhaften Dichtungsdrähten zu elektrischen Kurzschlüssen und Überhitzung kommen, heißt es in Unterlagen, die Volkswagens US-Tochter am 24. März bei der Verkehrsaufsicht einreichte. Durch den Defekt bestehe eine erhöhte Feuergefahr.

VW muss in den USA ohnehin Hunderttausende Diesel umrüsten, weil der Konzern eine illegale Software zum Austricksen von Abgas-Tests in den Fahrzeugen installiert hat. Bislang konnten sich die Wolfsburger aber nicht mit der US-Umweltbehörde EPA auf einen Plan zur Beseitigung der Betrugsprogramme einigen.

Der Hersteller muss sich in der "Dieselgate" genannten Affäre, die weltweit elf Millionen Autos betrifft, mit Hunderten Zivilklagen und strafrechtlichen Ermittlungen auseinandersetzen. Es drohen neben hohen Umrüstungs- und Rückkaufkosten Strafen in Milliardenhöhe.

In den USA, wo der Skandal im September ins Rollen kam, hat Volkswagen auch sonst eine Pechsträhne: Erst am Montag war bekanntgeworden, dass wegen des Risikos von Stromausfällen sämtliche bislang im US-Markt verkauften E-Golfs in die Werkstätten müssen. Dabei hatte VW gerade erst eine große Elektro-Offensive ausgerufen.

+++ Rückruf für Mercedes GLE, GLK und C-Klasse +++

31.03.2016 Probleme mit der hinteren Gelenkwelle sorgen für einen Rückruf des Mercedes GLE Coupé. Diese Gelenkwelle könne sich bei Fahrzeugen aufgrund einer fehlerhaften Verschraubung lösen, was zum Antriebsverlust führen könne. Die Mercedes-Partner fixieren die Welle. Die Zahl der betroffenen Autos nennt Daimler nicht.

Zudem ruft Mercedes-Benz eine noch unbekannte Zahl an Fahrzeugen der Baureihen C-Klasse und GLK in die Werkstatt. Grund sei eine mögliche Funktionsbeeinträchtigung des Steuergeräts für das Rückhaltesystem. Das könne zu einer Deaktivierung des SRS und damit von Airbags führen.

Betroffen sind Limousinen des C-Klasse und des SUV aus dem Bauzeitraum 2006 bis 2009. Die Vertragspartner überprüfen das Steuergerät und tauschen es falls nötig kostenlos aus, was etwa zwei Stunden in Anspruch nehmen soll.

+++ KBA: Immer mehr Rückrufe +++

30.03.2016 711 Produktsicherheits-Untersuchungen von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen führte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) im Jahr 2015 durch. In den Jahren 2010 bis 2012 lag das Niveau noch bei etwa 410 Untersuchungen. Seither ist das Volumen deutlich gestiegen. Nicht jede vom KBA durchgeführte Untersuchung, führt zu einem Rückruf. In Abhängigkeit der Unter­suchungsergebnisse werden die für die Sicherheit im Straßenverkehr notwendigen Maßnahmen nach den gesetzlichen Vorschriften durch das Kraftfahrt-Bundesamt ergriffen.

Die Untersuchungsergebnisse führten 2015 zu insgesamt 326 Rückrufaktionen (RRA). Mehr als 50 Prozent der Rückrufe wurden wegen der Schwere des Mangels überwacht. Auch bei einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit eines mangelbedingten, plötzlich auftretenden, unabwendbaren Schadensereignisses, beziehungsweise großem Gefährdungspotenzial, überwacht das KBA den Rückruf mit dem Ziel der vollständigen Beseitigung der möglichen Gefährdung.

Zur Beseitigung der Mängel ist die Benachrichtigung der betroffenen Fahrzeughalterinnen und -halter notwendig. Im Jahr 2015 wurden dafür 1,65 Millionen Halterdaten aus dem bei dem KBA geführten Zentralen Fahrzeugregister ermittelt (s. Diagramm 3). Im Jahr 2010 war die Millionengrenze mit 1,2 Millionen Halteranschriften zur Durchführung von insgesamt 185 Rückrufaktionen erstmals überschritten (zum Vergleich 2015: 1,65 Mio. Halteranschriften, 326 RRA). Dieser Vergleich verdeutlicht, dass die Anzahl betroffener Fahrzeuge nicht proportional zur Anzahl der Rückrufe steigt. Rückrufe von Volumenherstellern führen häufig zu einer höheren Anzahl betroffener Fahrzeuge.

7528 Betriebsuntersagungen leitete das Kraftfahrt-Bundesamt im vergangenen Jahr ein. In diesen Fällen führte eine vom KBA überwachte Rückrufaktion selbst nach mehrmaliger Aufforderung im Rahmen sogenannter Nachfassaktionen nicht zur vollständigen Mangelbeseitigung. Durch Betriebsuntersagungen werden die mangelbehafteten Fahrzeuge vollständig aus dem Verkehr gezogen und die Gefährdung beseitigt.

+++ Jeep hat ein Wasserproblem +++

30.03.2016. Ein möglicher Wassereintritt an der Heckscheibe des Jeep Cherokee sorgt jetzt für den Rückruf von weltweit 164.000 Fahrzeugen, davon knapp 3000 Geländewagen auf deutschen Straßen. Durch eine Undichtigkeit der Kabelstecker kann es bei den betroffenen Autos - Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum 4. Januar 2013 bis 18. Februar 2015 - zu einem Kurzschluss am Steuergerät der elektrischen Heckklappe kommen.

In der Folge kann das Steuergerät ausfallen, schlimmstenfalls droht gar ein Brand. Beim notwendigen Werkstattaufenthalt prüfen die Mechaniker, ob die Kabelstecker korrodiert sind und Wasser eingedrungen ist. In diesem Fall werde das Steuergerät samt Kabelsteckern ausgetauscht und mit einer Wassersperre versehen, was etwa 60 bis 130 Minuten in Anspruch nimmt.

+++ KBA warnt vor Felgenbruch +++

27.03.2016. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) warnt vor Pkw-Leichtmetallrädern der Firmen TT Concepts und Giovanna Design aus Rheine. Die Felgen könnten wegen unzureichender Festigkeit während der Fahrt brechen.

Die Räder wurden an Privatkunden, Kfz-Werkstätten und den Teilehandel verkauft. Betroffen sind die Modelle Magnum, Casino, YSM251, YSM320 und F5129 - jeweils in verschiedenen Größen.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Radbruchs steigt mit der Nutzungsdauer. Deshalb empfiehlt das KBA, ein Fahrzeug, an dem die Sonderräder montiert sind, nicht weiter zu benutzen.

+++ Warnung vor Motorrad-Stoßdämpfern +++

08.03.2016. Das Kraftfahrt-Bundesamt warnt vor möglichen Gefahren durch eine nicht ausreichend angezogene Befestigungsmutter beim Stoßdämpfertyp TTX36 des Herstellers Öhlins Racing AB aus Schweden. Dies betrifft die Typen TTX36 RT, TTX36 MkII und TTX36 GP. Die betroffenen Stoßdämpfer wurden im Zeitraum 5. November 2013  bis 25. März 2015 produziert.

Es ist von außen nicht erkennbar, ob ein Stoßdämpfer betroffen ist. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich eine Befestigungsmutter im Dämpferinneren löst und im ungünstigen Fall zum Auseinanderfallen des Dämpfers im Fahrbetrieb führt. Das KBA warnt weiter: "Es besteht daher Lebensgefahr und betroffene Fahrzeuge bzw. Dämpfer sollten nicht benutzt werden."

Nicht alle im Markt befindlichen Stoßdämpfer dieses Typs sind betroffen. Die betroffenen Artikel- und Seriennummern sind untenstehend aufgeführt und können zusätzlich auf der Internetseite www.recall.ohlins.eu geprüft werden. Die Artikelnummern und Seriennummern sind auf den Produkten eingeschlagen oder gelasert.

Dieser Rückruf wurde bereits am 25. März 2015 seitens des Herstellers gestartet, durch das KBA überwacht und am 27. März 2015 deutschlandweit publiziert. Der Verbleib von 130 Stoßdämpfern des Nachrüstmarktes konnte jedoch bis heute nicht eindeutig geklärt werden.

+++ Dacia Duster muss in die Werkstatt +++

25.02.2016. Wegen Problemen mit der Hinterachse ruft Autobauer Dacia jetzt weltweit knapp 23.000 Fahrzeuge seines SUV Duster 4x2 in die Werkstätten. Durch Schwingungen der Hinterachse können die Federn verrutschen, heißt es.

Dadurch besteht die Gefahr, dass die Federn aus dem Federteller springen. Betroffen sind Fahrzeuge, die zwischen dem 13. März 2014 bis 2. Juni 2014 gebaut wurden. In Deutschland sind rund 3200 Autos der Renault-Tochter von dem Rückruf betroffen. Bei diesen Fahrzeugen müssen die Hinterachsfedern ausgetauscht werden. Die Reparatur-Maßnahme soll etwa 45 Minuten dauern.

+++ Auch Reifen können zurückgerufen werden +++

24.02.2016. Wegen einer falschen Gummimischung für die Lauffläche veranlasst Goodyear Dunlop jetzt zum Rückruf von 1084 Pkw-Sommerreifen. Bei Nässe könne es durch eine reduzierte Haftung des Pneus zu einer gefährlichen Rutschpartie kommen.

Goodyear Dunlop ruft diesen Sommerreifen zurück. (Quelle: Goodyear Dunlop)Goodyear Dunlop ruft diesen Sommerreifen zurück. (Quelle: Goodyear Dunlop)

Betroffen sind laut dem Hersteller 369 Exemplare des Modells Dunlop SportMaxx GT in der Größe 255/40ZR19 100Y XL, die in den Kalenderwochen 37 und 38 des Jahres 2015 produziert worden sind.

Die Reifen sind an der DOT-Nummer DN5W JC1R 3715 oder DN5W JC1R 3815 in der Seitenwandmarkierung zu erkennen. Sind die betroffenen Reifen montiert, sollten die Kunden das Fahren bei Nässe unbedingt vermeiden.

+++ Anzahl der Rückrufe steigt +++

23.02.2016. Im vergangenen Jahr sind deutlich mehr Autos in Deutschland in die Werkstätten gerufen worden. Betroffen waren 1,67 Millionen Fahrzeuge nach 1,47 Millionen im Jahr zuvor. Im Jahr 2010 waren 1,17 Millionen Fahrzeuge zurückgerufen worden, 2011 gab es zwischenzeitlich einen deutlichen Rückgang auf 560.000 Fahrzeuge.

Den größten Rückruf gab es 2015 nach den Daten des Kraftfahrt-Bundesamts bei BMW mit 396.000 Pkws wegen eines Fehlers im Beifahrer-Airbag. Es folgte Opel mit 138.000 Personenwagen wegen eines Softwarefehlers in einer Berganfahrhilfe.

In der Statistik werden neben Pkw auch Lastwagen, Busse, Wohnmobile und Krafträder erfasst. Zurückgerufen werden Fahrzeuge auch aus Umweltgründen. Nach Angaben der Bundesregierung verstießen 2015 zwei Hersteller gegen Meldepflichten.

+++ Volvo beordert Baureihen zurück+++

21.02.2016Volvo ruft 59.000 Autos in die Werkstätten zurück. Betroffen sind die Modelle V60/S60/XC60 und V70/XC70 ab Mitte 2015 mit Fünfzylinder-Dieselmotoren. Grund für den Rückruf sei ein Softwarefehler. Bei einigen Pkw geht wegen dieses Defekts der Motor während der Fahrt plötzlich aus und startet dann wieder.

Volvo muss einige Baureihen in die Werkstatt bitten. (Quelle: dpa)Volvo muss einige Baureihen in die Werkstatt bitten. (Quelle: dpa)

Wie viele Fahrzeuge exakt in Deutschland betroffen sind, ist nicht klar. Volvo seien aber keine Unfälle im Zusammenhang mit den Problemen bekannt.

+++ Mazda hat Airbag-Probleme +++

19.02.2016. Fehler an den Airbags des japanischen Herstellers Takata sind der Grund, dass Mazda erneut rund 1,9 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten ruft. In Japan seien Modelle betroffen, die zwischen 2006 und 2014 hergestellt worden seien. Weitere Details sind noch nicht bekannt.

Der Konkurrent Mitsubishi Motors ruft ebenfalls 550.000 Autos wegen des gleichen Problems zurück.

+++ Toyota muss Autos zurückrufen +++

18.02.2016 Defekte Sicherheitsgurte auf den hinteren Sitzen: Der japanische Autobauer Toyota ruft in Deutschland rund 71.000 Fahrzeuge in die Werkstätten. Betroffen sind Modelle der dritten Generation des Toyota RAV4 aus dem Produktionszeitraum November 2005 bis November 2012. Weltweit beorderte der Autobauer rund 2,9 Millionen Fahrzeuge zurück.

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