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G20 in Hamburg: Gruppe der Zwanzig – So sind sie unterwegs

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G20-Gipfel in Hamburg  

Gruppe der Zwanzig – Mit diesen Autos sind die Staatschefs unterwegs

06.07.2017, 15:07 Uhr | happycar

G20 in Hamburg: Gruppe der Zwanzig – So sind sie unterwegs. Kitam, das "Wildschwein": Das schwerste Geschütz fährt die mexikanische Delegation auf. (Quelle: El Universal)

Kitam, das "Wildschwein": Das schwerste Geschütz fährt die mexikanische Delegation auf. (Quelle: El Universal)

In Hamburg treffen sich die Delegationen der G20-Mitglieder und ihre Gäste. Rund 35-mal wird der Konvoi aus Staats- und Regierungschefs, Ministern und Vertretern verschiedener internationaler Organisationen am 7. und 8. Juli unter Polizeischutz durch die Stadt gelotst.

Den Hamburgern bietet sich dabei die einmalige Chance, einen Blick auf einige der sichersten Autos der Welt zu erhaschen. 

Argentinien: Mercedes-Benz Vito

Ungewöhnlich mutet die Wahl eines Kleintransporters als offizielles Staatsfahrzeug an. Dabei handelt es sich mehr oder weniger um eine Notlösung: Das vorherige Fahrzeug von Präsident Mauricio Macri beschädigten Demonstranten schwer und es musste ersetzt werden. Der Vito wurde vollständig gepanzert, wobei Teile extra aus Spanien importiert wurden. Allein die Panzerung soll bis zu 1500 Kilogramm wiegen.

China: HongQi L5

HongQi – der Name der chinesischen Edelautomarke – heißt übersetzt "Rote Fahne" und selbige ziert auch die Motorhaube des L5. Das offizielle Fahrzeug des Generalsekretärs der Kommunistischen Partei, Xi Jinping, zählt mit einem Preis von knapp 600.000 Euro wohl zu den teuersten jemals verkauften chinesischen Autos. Die Limousine basiert auf dem zwischen 1963 und 1981 produzierten CA770.

Deutschland: Audi A8 L W12 Security

Bundeskanzlerin Angela Merkel nutzt für offizielle Anlässe oft das rund 500 PS starke Luxusmodell von Audi, das dank spezieller Panzerung dem Beschuss mit Maschinengewehren, Handgranaten und Explosionen standhält. Die Standardausführung des Modells kostet rund 146.000 Euro. Die "Kanzlervariante" dürften deutlich darüber liegen: Schätzungen gehen von etwa 250.000 Euro aus. Dafür ist der Wagen mit zahlreichen Extras – wie einem Notausstieg – ausgestattet.

Frankreich: Citroën DS7 Crossback

Das Luxus-SUV ist zwar kein offizielles Staatsfahrzeug, kam aber beim Amtsantritt des jüngst gewählten französischen Präsidenten Emmanuel Macron zum Einsatz. Dafür wurde der Wagen extra mit einem speziellen Schiebedach ausgestattet, das es dem Präsidenten ermöglichte, dem Volk zuzuwinken.

Italien: Lancia Flaminia 335

Nur zu ganz speziellen Anlässen wie etwa der Wahl von Präsident Sergio Mattarella wird der Lancia Flaminia 335 noch genutzt. Anlässlich des Besuchs von Königin Elisabeth II. im Jahr 1961 wurden insgesamt vier dieser Cabriolets gebaut. Die Straßen Roms haben sie seitdem so gut wie nie verlassen – sie wurden stets mit dem Zug zu ihrem Bestimmungsort gebracht und sind deshalb heute noch hervorragend in Schuss. Zwei Exemplare sind noch in Staatsbesitz. Ein mögliches fünftes Modell soll die britische Königin damals als Geschenk erhalten haben.

Mexiko: Kitam, genannt "Wildschwein"

Kitam bedeutet in der Sprache der Maya "Wildschwein". Bei dem Spezialfahrzeug des mexikanischen Präsidenten handelt es sich um einen umgebauten und vom Militär gepanzerten Dodge RAM 3500. Er verfügt über einen rund 400 PS starken Dieselmotor. Die Gesamtkosten inklusive Umrüstung belaufen sich auf etwa 450.000 Euro. Unter anderem wurde auf der Ladefläche eine Bühne installiert – stilecht bezogen mit Kunstrasen.

Niederlande: Damenrad der Marke Gazelle

Ganz recht: Wann immer möglich, nutzt der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte sein eigenes Fahrrad statt einer Edellimousine. Das passt nicht allen. Eine Delegation aus dem Iran reagierte beschämt, nachdem Rutte 2012 zu einem Treffen mit dem Drahtesel anreiste – schließlich sei er der Regierungschef eines europäischen Landes. Der Wert des alten Damenrads liegt bei schätzungsweise 40 Euro.

Russland: Projekt Kortezh

Noch reist Wladimir Putin zu offiziellen Anlässen meist mit einem Mercedes. Das soll sich bald ändern: Ende 2017 soll eine neue russische Staatslimousine fertiggestellt werden, Codename: Kortezh (Gefolge). Aus mehr als 80 Vorschlägen nationaler und internationaler Designer soll Putin persönlich seine zwei Favoriten ausgewählt haben. Anhand erster Bilder kann man davon ausgehen, dass ein anderer Limousinen-Klassiker als Inspiration diente: der Rolls Royce Phantom. Quasi als Antwort auf "The Beast" soll der Motor 850 PS leisten.

USA: Cadillac One, genannt "The Beast"

Die gepanzerte Limousine von US-Präsident Donald Trump wiegt zwischen acht und neun Tonnen – trotz gut 1000 PS schafft es "The Beast" lediglich auf Tempo 100. Das Fahrzeug verfügt über reichlich Extras zur Erhöhung der "aktiven und passiven Sicherheit", wie etwa einem Tränengasgranatwerfer. Rund ein Dutzend Modelle existieren weltweit. Reist der Präsident ins Ausland, wird jeweils das nächstgelegene eingeflogen.

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