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Ford Mustang Boss 302: Erster Test mit dem Muscle Car

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So fährt sich der neue Ford Mustang Boss 302 mit 444 PS

09.12.2011, 15:21 Uhr | Press-Inform

Ford Mustang Boss 302: Erster Test mit dem Muscle Car. Ford Mustang Boss 302 (Quelle: Hersteller)

Ford Mustang Boss 302 (Quelle: Hersteller)

Ford legt den spektakulärsten Mustang aller Zeiten wieder auf. Der Boss 302 bietet ohrenbetäubenden V8-Sound, grandiose Fahrleistungen und ein unglaubliches Suchtpotenzial.

Ford Mustang Boss 302 startete 1969

Für echte Ford-Fans beginnt die Mustang-Zeitrechnung erst im Jahre 1969. Hier brachte der Autohersteller aus Dearborn seinen ersten Mustang Boss mit bulligem V8-Power auf den Markt - und schuf mit dem "302" eine Legende. Die lässt das Blue Oval jetzt wieder aufleben. Der aktuelle Boss 302 ist zwar weder der stärkste noch der schnellste Mustang aller Zeiten - doch wohl das schärfste Gefährt, das im Land der unbegrenzten Möglichkeiten derzeit ohne Waffenschein zu bekommen ist. Denn nicht der sehenswerte Auftritt mit düsteren Streifen rundum, einer schwarzen Kappe und fetten 19-Zöllern ist die eigentliche Schau.

Separater Schlüssel für mehr Motorpower

Der Genuss einen Ford Mustang Boss 302 zu bewegen, beginnt mit einem Dreh des Zündschlüssels. Der zahme, silberfarbene Schlüssel ist für den Alltag. Auf dem zweiten Schlüssel in kernigem Rot lassen sich zahlreiche Motorkonfigurationen für den Renntrimm abspeichern. Sinnlos, aber einfallsreich. Es scheint, als sei die Mehrleistung von 32 PS im Vergleich zum normalen Mustang V8 mit seinen alles andere als müde trampelnden 412 Pferden unter der langen Motorhaube 1:1 in den Motorsound gegangen. Bei 7400 Touren hat der Boss-Pilot 444 Pferde am Zügel.

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Mustang Boss 302 mit brüllendem V8

Der Ford Mustang Boss 302 macht seinem Namen nicht nur durch das tosende Gebrüll alle Ehre. Ein paar unmotivierte Gaspedalstöße lassen die Nachbarschaft aus den Betten fallen und bringen ein ganzes Stadtquartier in Aufruhr. Der Klang lässt vermuten, dass dieser Mustang keine Gefangenen machen will. Der fünf Liter große Achtzylinder leistet dank geänderter Motorelektronik, neuer Einlässe und der vierflutigen Sportabgasanlage, die in zwei Rohren ausläuft, ein maximales Drehmoment von 515 Newtonmeter, das bei 4500 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung steht. Wem das Gebrüll nicht reicht: mit wenig Aufwand lässt sich der Mustang Boss 302 auf Sidepipes umrüsten. Dann  wird der Auftritt auch akustisch noch imposanter.

Sehr starker, aber auch durstiger Motor

Die mäßige Schallisolierung im Innenraum des Boss 302 ist alles andere als langstreckentauglich. So lärmt der Achtender innen nahezu genauso schamlos tosend wie von außen. Der von Ford in Aussicht gestellte Normverbrauch zwischen 10 (Autobahn) und 14 (Innenstadt) Litern Superkraftstoff wird schon deshalb ad absurdum geführt, weil der Mustang seinen Piloten auf jedem Meter animiert, das Beste aus ihm heraus zu holen - unter 15 bis 18 Litern ist daher nichts zu machen.

In 4,2 Sekunden auf Tempo 100

Dafür lassen die Fahrleistungen keine Wünsche offen. 0 auf 100 km/h in 4,2 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von über 250 km/h bringen einen abseits offizieller Rennstrecken in den USA langfristig ins Gefängnis.

Mustang ohne Fahrhilfen nur schwer zu bändigen

Vorne und hinten wurde der US-Kraftprotz tiefer gelegt. Zudem gibt es ein einstellbares Fahrwerk, wenn es doch einmal auf Verbrecherjagd in den Straßen von San Francisco oder auf die Rennstrecke gehen sollte. Wer ESP und Traktionskontrolle abschaltet, hat am Steuer des Mustangs noch mehr Freude, reitet jedoch eine geölte Kanonenkugel. Gerade im Grenzbereich ist der Amerikaner kein frommes Lamm, sondern ein wilder Mustang, der mit Lenkung, Gas- und Bremspedal gezähmt werden will. Besonders die rustikale Hinterachse gibt sich im Grenzbereich gerne zickig. Haben die 285er-Pneus jedoch erst einmal Temperatur aufgenommen und hält der Fahrer den rechten Umgang mit der Pferdehorde in Händen, ist der Ford Mustang Boss 302 eine Fahrmaschine.

Brembo-Bremsen sorgen für gute Verzögerung

Mit kräftigem Oberschenkel bereitet die Kupplung den nächsten Schaltvorgang vor, der mit der schwarzen Billardkugel in der rechten Hand kraftvoll abgearbeitet wird. Eingekuppelt und der V8 brüllt wieder mit dem verzückten Piloten um die Wette. Die Brembo-Hochleistungsbremsanlage sorgt für den rechten Biss vor der nächsten Kehre, wenn Gaspedal und Alcantara-Steuer zum Taktstock des automobilen Dirigenten werden. Mit kaum einen Auto ist es leichter, den teuren Pirelli-P-Zero-Reifen den Garaus zu machen. Ohne ESP zaubert der Boss mit seinem 302 Kubik-Inches großen Triebwerke nicht enden wollende Gummischnüre auf den Asphalt.

Viel Hartplastik im Innenraum

Der Innenraum zeigt sich im gewohnt preiswerten Mustang-Look. Das Interieur aus mäßigem Hartplastik fällt im Vergleich mit dem sehenswerten Äußeren in schwarz, orange, rot, blau gelb oder weiß und den markigen Kontrastflächen deutlich ab. Dazu gibt es voluminöse Details wie Frontschürze, Heckspoiler,  schwarze Felgen und eine mehr als sinnvolle Differenzialsperre.

Gute Sportsitze

Die optionalen Recaro-Sportsitze sind ungewöhnlich weich, trotzdem bequem und tragen ebenfalls nicht zum wertigen Erscheinungsbild des Innenraums bei. In den beiden Sitzschalen im Fond können sich allenfalls Kinder tummeln, denen man einen spaßigen Nachmittag bereiten möchte.

Spielzeug für echte Kerle

Der Ford Mustang Boss 302 ist ein Spielzeug für echte Kerle. Dafür haben die Ingenieure aus Dearbon nicht nur die Motorleistung auf 444 PS angehoben, sondern auch fünf Kilogramm Dämmmaterial aus dem Viersitzer herausgeholt und ganze Wochen auf Rennstrecken wie dem Legendenkurs von Laguna Seca verbracht. Wer sich in den bollernden Sound oberhalb von 4000 Touren verliert, um den ist es geschehen. Dann kennt der Fahrspaß keine Grenzen.

Ford Europa bietet den Boss nicht an

Insbesondere weil der Boss nach europäischen Maßstäben ein echtes Schnäppchen ist. 40.310 Dollar, umgerechnet nicht einmal 30.000 Euro, kostet der Wagen in den USA, allerdings ohne Mehrwertsteuer. Wer den Wagen nicht in den USA direkt kauft, kann ihn in Europa nur über einen Importeur ordern. Dann kostet der Wagen wegen Steuern und Gebühren deutlich mehr und erreicht die 50.000 Euro-Schwelle. Damit zählt er aber mit der Leistung immer noch zu den günstigeren Sportwagen.

Boss 302 könnte Sportwagen-Klasse aufmischen

Wieso Ford Europa um diesen Sportler einen derart weiten Bogen macht, bleibt ein Rätsel. Ein echtes Imageprodukt haben die Kölner nicht im Hause und so sollte man sich durchaus überlegen, ob der zugegeben US-geneigte Mustang nicht auch für das europäische Ansehen ein Hauptgewinn wäre. Mit Fiesta, Focus oder gar dem Mondeo ist kein Staat zu machen. Hier wäre der Mustang gerade als imagereiche Boss-302-Version ein Generalangriff.

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