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Suzuki GSX 1300 R Hayabusa

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Suzuki GSX 1300 R Hayabusa  

Wanderfalke im Sturzflug

23.09.2013, 14:47 Uhr | Ulrich Feld, driver.de

Suzuki GSX 1300 R Hayabusa. Suzuki GSX 1300 R Hayabusa (Quelle: Hersteller)

Suzuki GSX 1300 R Hayabusa (Quelle: Hersteller)

An der Suzuki GSX 1300 R Hayabusa erinnert vieles an die berühmten japanischen Sumo-Ringer. Das Motorrad wirkt schon optisch überaus kräftig, aber auch ziemlich pummelig. Passend zu ihrem Auftritt ist die Suzuki mit rund fünf Zentnern auch kein Leichtgewicht. Aber vor allem hat die Hayabusa Riesenkräfte. Sie startete ihre Karriere im Jahr 1999 mit gewaltigen 175 PS aus 1,3 Litern Hubraum.

Und sie setzt diese Leistung in geradezu furchterregenden Vortrieb um. Die Suzuki Hayabusa lief als erstes Serienmotorrad über 300 km/h, womit sie ihrem Namen - Hayabusa bedeutet auf japanisch Wanderfalke - alle Ehre macht. Und eine heftige Diskussion über Sinn und Unsinn von derart leistungsstarken und schnellen Motorrädern auslöste. Suzuki reagierte und beschränkte die Höchstgeschwindigkeit im Jahr 2001 auf knapp unter 300 km/h. Wer die Suzuki GSX 1300 R Hayabusa auf der Autobahn richtig aufmacht, sollte dennoch unbedingt über langjährige Fahrpraxis verfügen.

Suzuki GSX 1300 R Hayabusa mit hohen Fahrwerksreserven

Rein von ihren Fahrwerksqualitäten wäre vermutlich noch weit mehr als 300 km/h drin gewesen. Wohl noch nie zuvor hatte ein Motorrad seine Leistung kontrollierbarer auf die Straße gebracht als die Suzuki Hayabusa. Selbst heute noch verblüfft ihr müheloser Geradeauslauf wie auf Schienen und die hohe Stabilität. Weder Lenkerzuckeln noch das geringste Wackeln treiben dem Hayabusa-Fahrer Schweißperlen auf die Stirn. Besondere Handlichkeit ist dagegen nicht ihr Ding. Auch die Bremsen der früheren Jahrgänge sollten nach heutigen Maßstäben etwas feinnerviger ansprechen und besser dosierbar sein. Effektiv sind sie aber dennoch. Wer das Beschleunigungsvermögen der Suzuki GSX 1300 R Hayabusa gerne ausnutzt, muss sich aber auf hohe Reifenkosten gefasst machen.

Bummeltempo auf der Suzuki GSX 1300 R Hayabusa

Die Hayabusa hat außer brachialem Schub und hoher Fahrsicherheit aber noch sehr viel mehr zu bieten. So einen Motor, der schon knapp über der Leerlaufdrehzahl sanft zupackt und souveränes Bummeln in den oberen Gängen ermöglicht. Der Motor hängt sauber am Gas. Sein Anzug verläuft gefühlt nach oben offen, die Maschine läuft aber zwischen 4000 und 5000 Umdrehungen etwas rau. Für diesen Fahrstil hält die Suzuki GSX 1300 R Hayabusa auch einen beachtlichen Federungskomfort bereit.

Gute Aerodynamik, aber mangelnder Windschutz

Selten genug bei Motorrädern dieses Kalibers: die Hayabusa bietet durch ihre Sitzhöhe auch für kleinere Fahrer eine angenehme Sitzposition. Größere Fahrer dürften anlässlich der hohen Fußrasten auf längeren Strecken mit Gelenkschmerzen zu kämpfen haben. Nicht befriedigend speziell für ein derart schnelles Motorrad ist der Windschutz. Die anfangs vielfach kritisierte Form der Hayabusa ist zwar der sehr guten Aerodynamik geschuldet, auf den Fahrer hat Suzuki dabei aber zu wenig Rücksicht genommen. Hohe Geschwindigkeiten erfordern ein kauerndes Zusammenfalten hinter dem Windschutz und sind auf die Dauer sehr unbequem. Eine größere Nachrüstscheibe aus dem Zubehörladen schafft Abhilfe. Wenig Platz gibt es für Beifahrer. Die Hayabusa ist kein Fall für zwei.

Hayabusa der zweiten Generation

Seit 2008 ist das gleichnamige Nachfolgemodell erhältlich. Die Hayabusa der zweiten Generation unterscheidet sich von ihrer Vorgängerin durch einen um 40 Kubikzentimeter größeren Hubraum, noch größere Tourentauglichkeit durch verbesserten Windschutz und eine Leistung von 198 PS. Was sich nicht auf die Endgeschwindigkeit auswirkt - Suzuki beschränkt die Höchstgeschwindigkeit nach wie vor auf unter 300 km/h - aber dafür auf die Beschleunigung. Anders ausgedrückt: Die alte Hayabusa zerrte bei vollem Dreh am Gasgriff an der Antriebskette wie ein Höllenhund, die neue schon beinahe wie eine ganze Herde Höllenhunde.

Besserer Kauf ab 2002

Die Suzuki GSX 1300 R Hayabusa war von Beginn an ein Renner, entsprechend groß ist das Angebot an gebrauchten Maschinen. Echte 300 km/h gibt es, wie oben geschildert, nur bei den ersten beiden Produktionsjahrgängen. Vernünftiger ist aber der Kauf einer Maschine ab 2002, weil Suzuki ab diesem Jahr einen geregelten Katalysator installierte. Falls man bei einer Suzuki GSX 1300 R Hayabusa überhaupt von Vernunft sprechen kann.

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