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Peugeot 308 – Erfolgreiches Lifting beim "französischen Golf"

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Erfolgreiches Lifting  

Der Peugeot 308 ist Frankreichs Antwort auf den Golf

23.06.2017, 17:27 Uhr | SP-X/Holger Holzer

Peugeot 308 – Erfolgreiches Lifting beim "französischen Golf". Der geliftete Peugeot 308 ist an dem Löwen im Kühlergrill zu erkennen. (Quelle: Peugeot)

Der geliftete Peugeot 308 ist an dem Löwen im Kühlergrill zu erkennen. (Quelle: Peugeot)

Der Peugeot 308 ist elegant, sparsam und komfortabel. Auf Wunsch kann er aber auch ganz anders. Da fällt die Wahl (nicht) schwer. 

Der Peugeot 308 ist Frankreichs Antwort auf den VW Golf: ein ausgereiftes, komplettes und recht ernsthaftes Auto. Aber auch eines mit einem Schuss speziellem Charme. Der ist auch nach dem gerade erfolgten Lifting erhalten geblieben.

Der VW Golf als großes Vorbild

Kurzcharakteristik: Dass sich der 308 den kompakten Dauer-Bestseller VW Golf zum Vorbild nimmt, entgeht selbst nicht dem flüchtigen Beobachter. Die Karosserie elegant und gefällig, der Innenraum aufgeräumt und technisch-kühl. Dazu ein gehobener Qualitätseindruck rundum, ein ausgewogenes, nicht mehr französisch-schwammiges Fahrverhalten und sogar ein sportlicher „GTi“. Doch der Peugeot setzt auch eigene Akzente, etwa mit dem extra kleinen, tiefen Lenkrad, das ein agiles Fahrgefühl schafft. Oder mit den hochgesetzten Instrumenten, die den Blick des Fahrers näher an der Straße halten sollen.

In der Kompaktklasse einer der Geräumigsten und Größten

Karosserieversionen: Gestartet ist der 308 im Herbst 2013 zunächst als fünftürige Limousine, im Frühjahr 2014 kam der Kombi „SW“ dazu. Letzterer überragt die 4,25 Meter lange Limousine um ungewöhnlich üppige 34 Zentimeter. Damit zählt er in der Kompaktklasse zu den größten Modellen, dank 1.660 Litern Gepäckraum übrigens auch zu den geräumigsten. Die Limousine ist im Vergleich bei Abmessungen und Hohlmaß eher durchschnittlich geschnitten, orientiert sich auch dort stark am VW Golf. Weitere Karosserieversionen sind in der aktuellen 308-Generation nicht zu haben. Wie schon beim Vorgänger wird auf einen Dreitürer verzichtet, gestrichen wurde beim Modellwechsel das Stahldach-Cabrio CC.

Alle Selbstzünder haben Effizienzklasse A+

Motoren: Beim Antrieb legt der 308 den Fokus auf Vernunft, gönnt sich aber auch ein wenig Exaltiertheit. Für die leidenschaftliche Fortbewegung steht vor allem der nur als Fünftürer angebotene GTI mit dem 200 kW/272 PS starken 1,6-Liter-Turbobenziner. Auch für den Kombi gibt es die schwächere Variante mit 151 kW/205 PS. Daneben ergänzen aktuell zwei 1,2-Liter-Turbos mit 81 kW/110 PS und 96 kW/130 PS das Programm, die mit großer Laufruhe und überschaubarem Durst überzeugen. Wer viel unterwegs ist, fährt mit einem Diesel trotzdem günstiger. Beim 308 tragen alle Selbstzünder das Effizienzlabel A+ und – noch wichtiger – bis auf das Topmodell beim Normverbrauch eine drei vor dem Komma. Volumenmotor ist der 1,6-Liter-Vierzylinder mit 88 kW/120 PS, den es auch mit Sechsgangautomatik gibt. Immer handgeschaltet wird die Variante mit 73 kW/110 PS. Für eilige Fahrer ist zudem ein 2,0-Liter-Diesel mit 110 kW/150 PS und Automatikoption im Programm. In Kürze ergänzt zudem wieder der Top-Diesel mit 133 kW/181 PS das Programm, bei dem eine Achtgangautomatik Peugeot-Premiere feiert.

Basisausführung ab 18.700 Euro zu haben

Ausstattung: Peugeot bietet Limousine und Kombi aktuell in vier Ausstattungsstufen an, spezielle Editionen für Businesskunden oder in Sport-Optik dürften bald dazukommen. Die Basisausführung „Access“ (ab 18.700 Euro) gibt es nur in Verbindung mit dem kleinsten Benziner und Diesel, die Stufe „GT“ nur für das 151 kW/205 PS starke Top-Modell. Die wichtigste Rolle spielen daher die beiden mittleren Linien. „Active“ (plus 2.200 Euro) bietet neben den immer vorhandenen Posten Klimaanlage und Tempomat ein bisschen Chic in Form von 16-Zoll-Leichtmetallrädern und den üblichen Design-Upgrades wie Außenspiegeln in Wagenfarbe. Relativ komplett präsentiert sich „Allure“ (plus weitere 1.800 Euro), wo es dann auch Einparkhilfe, Nebelscheinwerfer und ein schlüsselloses Schließsystem gibt. Für Handynutzer interessant: Apple Carplay und Android Auto sind dann ebenfalls aufpreisfrei an Bord („Peugeot Mirror“, ansonsten 250 Euro).

Unübersichtliche und komplizierte Auswahl bei Zusatzoptionen

Wer sein Auto weiter aufwerten will, muss das über die Optionsliste tun, die zahlreiche unterschiedliche Pakete bietet. Leider macht Peugeot die Wahl vor allem in Bezug auf die Assistenzsysteme sehr unübersichtlich und kompliziert. Die Helfer sind etwas unlogisch auf vier unterschiedliche Bündel verteilt, die zudem jeweils nicht für alle Motoren oder Ausstattung zu haben sind – der nützliche Totwinkelwarner beispielsweise ist für „Access“ gar nicht zu haben. Stattdessen gibt es vergleichsweise überflüssige Assistenten wie den Müdigkeitswarner oder die generell unzuverlässige Verkehrszeichenerkennung. Zu den interessanteren Punkten im Katalog zählen da die in diese Klasse noch eher seltenen LED-Scheinwerfer, die es im Paket mit LED-Blinkern und LED-Nebellichtern ab 950 Euro gibt – allerdings nur für das teurere „Allure“-Modell. Aus der Preislisten-Logik heraus fällt der 30.120 Euro teure GTi den es nur mit Quasi-Vollausstattung gibt. Auf der Optionsliste findet sich nicht viel mehr als ein paar Audiooptionen, Sonderlacke und ein Panoramaglasdach. Serienmäßig gibt es unter anderem Sportfahrwerk, 19-Zoll-Felgen und LED-Licht. 

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