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Fünf neue Stadt-Pedelecs: Klein ist das neue Cool

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Neuer Fahrradtrend  

Fünf neue Stadt-Pedelecs: Kompakt und praktisch

12.02.2018, 17:20 Uhr | Mario Hommen/SP-X

Fünf neue Stadt-Pedelecs: Klein ist das neue Cool. Ion: Der chinesische Hersteller Tsinova will sein schickes Ion jetzt auch in Deutschland anbieten. (Quelle: Hersteller)

Ion: Der chinesische Hersteller Tsinova will sein schickes Ion jetzt auch in Deutschland anbieten. (Quelle: Hersteller)

Im Großstadtverkehr bieten Fahrräder viele Vorteile. Wenn die Bikes dann noch handlich, wendig, leicht verstaubar und zudem noch elektrisch angetrieben sind – umso besser.

Wenn es um neue Trends geht, ist die Fahrradbranche überaus kreativ. Ob Fixies, Lastenräder oder Gravel Bikes – für jede noch so kleine Nische werden Spezialisten erdacht oder weiterentwickelt, auf die dann Teile der Biker-Community abfahren dürfen.

Ein noch recht junger Hype sind besonders kompakte Stadt-Pedelecs auf kleinen Reifen. Sie sind praktisch, wendig und zumeist auch leicht verstaubar. Wie facettenreich dieser Fahrradtyp sein kann, zeigt sich an fünf Neuheiten, die mit zum Teil sehr unterschiedlichen Techniken und Talenten aufwarten.

Vielzweck-Pedelec Durban Compact G von Kalkhoff

Ein smartes und zugleich recht günstiges Vielzweck-Pedelec bietet die deutsche Traditionsmarke Kalkhoff mit dem Durban Compact G. Das kleine Bike mit Unisex-Rahmen steht auf 20-Zöllern, die dank Big-Ben-Ballonreifen neben gutem Handling auch etwas Fahrkomfort versprechen.

Durban Compact G von Kalkhoff: klein, praktisch und günstig. (Quelle: SP-X/Wolfgang Schäffer)Durban Compact G von Kalkhoff: klein, praktisch und günstig. (Quelle: SP-X/Wolfgang Schäffer)

Federelemente gibt es keine. Dafür aber einen Groove-Go-Nabenmotor im Hinterrad, der in Kombination mit einer am Sattelrohr montierten 252-Wh-Batterie eine für das urbane Einsatzgebiet ausreichende Reichweite von etwa 45 Kilometer erlaubt. Kombiniert ist der Antrieb mit einer Sora-Achtgang-Kettenschaltung aus dem Einsteigersortiment von Shimano.

Das Durban ist darüber hinaus mit hydraulischen Scheibenbremsen von Tektro, Seitenständer, Schutzblechen und einer Lichtanlage ausgerüstet. Für größeres Transportgut ist der ordentlich dimensionierte Frontgepäckträger ausgelegt. Trotz seiner bereits guten Ausstattung rangiert das rund 20 Kilogramm schwere E-Bike mit 1.600 Euro im unteren Pedelec-Preissegment.

Life S von Corratec – eigenwillige Lifestyle-Optik

Ebenfalls auf 20-Zoll-Rädern mit Ballonreifen steht das neue Life S der bayerischen Fahrradschmiede Corratec. Der City-Cruiser zeichnet sich durch eine eigenwillige Optik mit Lifestyle-Aufhübschung und alltagstauglicher Ausstattung aus.

Life S: Corratec bietet mit dem Life S ein Lifestyle-Stadt-Pedelec. (Quelle: SP-X/Mario Hommen )Life S: Corratec bietet mit dem Life S ein Lifestyle-Stadt-Pedelec. (Quelle: SP-X/Mario Hommen )

Während der in Einheitsgröße angebotene Rahmen in Schwarz oder Weiß zu haben ist, können Kunden die massiv gebauten Schutzbleche in verschiedenen Farben wie Rot, Blau oder Gelb bestellen.

Als Besonderheit bietet der Tiefeinsteigerrahmen ein weit nach hinten geneigtes Sattelrohr und einen extrabreiten Lenker, der dem Fahrer entgegenkommt. Unterstützt wird dieser von einem Bosch-Mittelmotor (Active Line) in Kombination mit 400-Wh-Batterie, Kettenantrieb und siebenstufiger Nexus-Nabenschaltung.

Gegen Aufpreis gibt es alternativ eine Stufenlosautomatik in Kombination mit einem 500-Wh-Akku. Weitere Ausstattungsdetails des Life S sind Scheibenbremsen (Shimano M315), LED-Licht, Seitenständer, ein solider Gepäckträger sowie ein gefederter Trekking-Sattel. Die Preise starten bei rund 2.500 Euro.

Klapprad Vektron von Tern

100 Euro mehr verlangt der Klappradspezialist Tern für eine neue Budget-Variante des Vektron. Anders als bei der bisherigen Vektron-Version mit Bosch-Antrieb setzt das neue Einstiegsmodell auf einen Mittelmotor des chinesischen Herstellers Bafang. Dieser erlaubt in Kombination mit einer 418-Wh-Batterie rund 100 Kilometer Reichweite.

Vektron: Ebenfalls aus Fernost kommt das Vektron, das Tern jetzt auch in einer günstigeren Version mit Bafang-Motor anbietet. (Quelle: SP-X/Max Friedhoff )Vektron: Ebenfalls aus Fernost kommt das Vektron, das Tern jetzt auch in einer günstigeren Version mit Bafang-Motor anbietet. (Quelle: SP-X/Max Friedhoff )

Hinzu kommt eine gute Ausstattung mit LED-Lichtanlage, Scheibenbremsen, breiten Schutzblechen und einem vielseitig nutzbaren Heckgepäckträger. Dank einer steifen Rahmenkonstruktion und 20-Zoll-Big-Apple-Reifen fährt des Vektron erfreulich stabil und handlich. 

Als Besonderheiten bietet es neben den mit wenigen Handgriffen auf eigentlich jede Körpergröße anpassbaren Lenker und Sattel zwei Klappmechanismen in der Rahmenmitte und an der Lenkstange. Dank dieser Lösung lässt sich das Vektron kompakt zusammenfalten und gut in der Abstellkammer oder im Kofferraum verstauen. Es lässt sich damit auch in Zügen mitnehmen.

Angesichts eines Gewichts von 23 Kilogramm ist das Falt-Pedelec im Vergleich zu klassischen Klapprädern allerdings etwas unhandlich.

KTM Macina Fold – E-Klapprad mit aufgeräumter Optik

Mit 84 x 68 x 40 Zentimeter geringfügig kompakter als das Tern lässt sich das mit rund 25 Kilogramm allerdings ähnlich schwere KTM Macina Fold zusammenfalten. Beeindrucken kann das ab Frühjahr verfügbare Klapp-E-Bike vor allem mit seiner aufgeräumten Optik, da sich der Powertube-Akku im massiven Zentralrohr der Rahmenkonstruktion versteckt.

Macina Fold: KTM steigt mit dem Macina Fold jetzt auch in den Markt der Klappräder ein. (Quelle: SP-X/Mario Hommen )Macina Fold: KTM steigt mit dem Macina Fold jetzt auch in den Markt der Klappräder ein. (Quelle: SP-X/Mario Hommen )

Angetrieben wird das Fold von einem Bosch-Mittelmotor, der seine Kraft über Zahnriemen und Achtgangnabenschaltung ans Hinterrad leitet. Abhängig von der Unterstützungsstufe verspricht KTM ein Reichweitenfenster von 50 bis 150 Kilometer.

Vorne und hinten kommen jeweils hydraulische Scheibenbremsen zum Einsatz. Auf die 20-Zoll-Räder wurden die pannensicheren Schwalbe-Reifen Marathon Plus aufgezogen. Eine Lichtanlage, Ergon-Griffe, Schutzbleche, Gepäckträger, Seitenständer und der in einem weiten Bereich höhenverstellbare Sattel runden das alltagstaugliche Paket ab. Mit 3.300 Euro ist das Macina Fold allerdings nicht ganz billig.

Ion von Tsinova mit trapezförmigem Rahmen

Für ziemlich genau die Hälfte will der chinesische Hersteller Tsinova das optisch auffällige Ion demnächst auch deutschen Kunden anbieten. Unter anderem aufgrund seines trapezförmigen Rahmens unterscheidet es sich deutlich von klassischen Konstruktionen.

Ion: Der chinesische Hersteller Tsinova will sein schickes Ion jetzt auch in Deutschland anbieten. (Quelle: Hersteller)Ion: Der chinesische Hersteller Tsinova will sein schickes Ion jetzt auch in Deutschland anbieten. (Quelle: Hersteller)

Zudem bietet Tsinova extrovertierte Farbkombinationen, wie etwa die Rahmenfarbe Kupfer mit weißen Reifen. Der Leichtbaurahmen auf 20-Zoll-Rädern soll dank der Entkopplung von Sattel- und Steuerrohr ein vibrationsarmes Fahren erlauben.

Auch der E-Antrieb des Ion wurde auf den Einsatz in der Stadt ausgelegt. Unterstützt wird der Fahrer von einem kleinen Nabenmotor im Hinterrad, der mit 250 Watt und 40 Newtonmetern Drehmoment bis Tempo 25 unterstützt.

Die im hinteren Bereich des Rahmens eingehängte und abnehmbare 5,8-Ah-Batterie ermöglicht bis zu 70 Kilometer Reichweite. Die Ladezeit soll lediglich zwei Stunden betragen. Als Besonderheit bietet das Ion einen leisen und sauberen Riemenantrieb, verzichtet allerdings auf ein Getriebe, das man angesichts der elektrischen Unterstützung vermutlich nicht vermissen wird.

Auch ein Display oder Bedientasten für den E-Antrieb erspart Tsinova dem Nutzer. Stattdessen steuert der Fahrer den Antrieb über eine Smartphone-App, die außerdem Navigation, Diebstahlsicherung und Bordcomputerfunktion umfasst.


Verwendete Quellen:
  • Spot Press Services

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