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Audi 100 Coupé S: Das Auto für Individualisten

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Audi 100 Coupé S: Das Auto für Individualisten

09.10.2012, 14:11 Uhr | dpa

Audi 100 Coupé S: Das Auto für Individualisten. Der Audi 100 Coupé S hatte seine Markteinführung 1970. (Quelle: Hersteller)

Der Audi 100 Coupé S hatte seine Markteinführung 1970. (Quelle: Hersteller)

In den 1960er Jahre hatte Audi noch keine sportlich geschnittenen Modelle im Programm. Das änderte sich mit dem Audi 100 Coupé S, der auch noch aus heutiger Sicht beeindruckend schön ist. Das Konzept, nach dem der elegante Ingolstädter entstand, war nicht neu: auch seine Coupé-Konkurrenten Opel Manta und Ford Capri besaßen formvollendete Fließheck-Aufbauten, basierten aber auch millionenfach erprobter Großserien-Technik.

Bei der Entwicklung des Autos griffen die Ingenieure ebenfalls auf hauseigene Produkte zurück. "Das Coupé basiert auf der Bodengruppe der Limousine, deren Radstand allerdings um 115 Millimeter verkürzt wurde", erzählt Friese von Audi in Ingolstadt. Bis zur A-Säule sind die Karosserieteile identisch. Ab der B-Säule neigt sich das Dach des Coupés in elegantem Schwung leicht nach unten. Lufteinlässe hinter den Seitenscheiben, Doppelscheinwerfer und zwei Auspuffrohre unterstreichen den sportlichen Charakter des Autos.

115 PS und 1,9-Liter-Vierzylindermotor

Ausgestattet war das Audi 100 Coupé S mit einem 115 PS starken 1,9-Liter-Vierzylindermotor und leistete damit etwas mehr als die Limousine. Aufgrund verschärfter Abgasgesetzgebung wurden im Herbst 1971 allerdings geänderte Vergaser eingebaut. Die Motorleistung fiel dadurch auf 112 PS, was aber immer noch für eine Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h gut war.

Auto für Individualisten

Zielgruppe für den Wagen waren vor allem gut verdienende Individualisten. Das Wort Familie tauchte in den Prospekten immer ganz hinten auf. Dabei bietet das Auto vier Personen ausreichend Platz. Der Wagen ist absolut alltagstauglich. Nicht zuletzt, weil der durchschnittliche Verbrauch von etwa neun Litern Super auch für heutige Verhältnisse noch akzeptabel ist.

Preis ist kein Schnäppchen

Ein Schnäppchen war das Auto allerdings nicht: Bei der Markteinführung 1970 betrug der Grundpreis des Coupé S 14.400 Mark. Das Coupé S mit Automatikgetriebe kostete bei Einführung im Oktober 1971 sogar 15.600 Mark. Bis März 1976 stieg der Listenpreis des schönen Audi sogar auf bis zu 19.365 Mark.

Weg in die automobile Oberklasse

Sicher lag es an dem recht hohen Preis, dass das Auto kein echter Verkaufsschlager wurde. Nur 30.676 Fahrzeuge wurden im Werk in Neckarsulm gebaut. "Damit war das Audi 100 Coupé S schon während seiner Bauzeit eine Rarität", erzählt Friese. Ausschlaggebend für die im Vergleich zu seiner Konkurrenz sehr mäßigen Verkaufszahlen war vor allem das Fehlen eines preiswerteren Einstiegsmodells. Dennoch war das Coupé für Audi von großer Bedeutung, denn damit ebnete der Hersteller den Weg in die automobile Oberklasse.

Sammlerobjekt aufgrund geringer Stückzahlen

Die relativ geringen Stückzahlen machen das Auto inzwischen zu einem begehrten Sammlerobjekt. "Weltweit gibt es noch etwa 400 Stück", sagt Feindt. Gut erhaltene Modelle zu bekommen, ist schwer. Denn das Coupé hatte einen entscheidenden Schwachpunkt: Die Blechqualität war ziemlich schlecht, wie bei vielen Autos zu dieser Zeit. In der Regel mussten schon nach sechs Jahren die ersten Schweißarbeiten erledigt werden und nach zehn Jahren konnte man viele der Coupés nur noch verschrotten.

Zwischen 12.000 und 18.000 Euro im guten Zustand

Kein Wunder, dass ein Audi 100 Coupé S in einem akzeptablen Zustand heute 12.000 bis 18.000 Euro kostet. Autos in einem schlechteren Zustand bekommt man auch schon für etwa 4000 Euro. Dann muss man aber einen fünfstelligen Betrag für die Restaurierung einplanen.

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