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Tuk Tuk Bajaj RE4Stroke: Dreirad mit acht PS

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Mit dem Tuk Tuk durch die Straßen von Asien

25.03.2013, 16:06 Uhr | Press-Inform

Tuk Tuk Bajaj RE4Stroke: Dreirad mit acht PS. Tuk Tuk Bajaj RE4Stroke: Dreirad mit acht PS (Quelle: Hersteller)

Tuk Tuk Bajaj RE4Stroke: Dreirad mit acht PS (Quelle: Hersteller)

Wer in Asien von A nach B möchte, bestellt sich für wenig Geld ein Tuk Tuk: Die kleinen Dreiräder flitzen, kriechen, hupen und knattern durch den Straßenverkehr. Je nach Körpergröße können bis zu fünf Passagiere transportiert werden. Doch wie fährt sich so ein knatterndes Dreirad?

Tuk Tuk Bajaj RE4Stroke: Einzylinder-Motor mit acht PS

Woher die 2,63 Meter kurzen und 1,30 Meter breiten Taxis ihren Namen haben, ist auf Grund des Viertakt-Motorsounds nicht schwer zu erraten. Der Einzylinder-Benzinmotor des 630 Kilogramm leichten Bajaj RE 4Stroke-Tuk Tuks lässt schnell den Verdacht aufkommen, dass das Fahren eines solchen Gefährts einfach sein muss. Doch weit gefehlt. Das Fahren eines nur 55 Kilometer pro Stunde schnellen Tuk Tuks ist harte Arbeit. Und wenn die Körpermaße des Fahrers von europäischer Natur sind, dann wird es sogar nahezu unmöglich. Wohin mit dem Knie? Wohin mit Kopf?

Tuk Tuks teilen sich die Straße mit Lkws und Autos

Der gewöhnungsbedürftige Linksverkehr stellt angesichts dieser Schwierigkeiten und der Tatsache, dass neben den Tuk Tuks ja auch noch schwere Lkw und schnelle Pkw die Straßen nutzen, das kleinste Problem dar.

Eine Checkliste muss vor der Fahrt durchgearbeitet werden

Ist der Fahrersitz, unter dem sich servicefreundlich die Batterie befindet, eingenommen und die unteren Gliedmaßen irgendwie neben dem dünnen Bremspedal verstaut, kann es losgehen. Doch so einfach ist das natürlich nicht. Laut Handbuch muss zuvor noch eine Checkliste durchgearbeitet werden. Ist der acht Liter fassende Benzintank voll? Sind 1,5 Liter Getriebeöl vorhanden? Ist die Batterie voll? Sind Bremsen und Lenkung funktionstüchtig und sind alle drei, beziehungsweise vier Reifen inklusive Ersatzreifen überprüft? Das Thema Reifen spielt angesichts der rauen und mit Schlaglöchern garnierten Straßen eine übergeordnete Rolle. Nicht ohne Grund sollten alle 5000 Kilometer die Reifen im Uhrzeigersinn rotiert werden. Soll heißen, aus dem Vorderrad wird das rechte Hinterrad, das wiederum zum Ersatzrad wird und so weiter.

Anlassen bereitet Probleme

Ist alles überprüft, darf der Schlüssel gedreht und im Leerlauf der Startknopf gedrückt werden. Sollte das 3000 Euro teure Tuk Tuk nicht innerhalb nächsten fünf Sekunden anspringen, hält das Handbuch einen Tipp parat: einfach zehn bis 15 Sekunden warten und dann nochmals versuchen. Mit einem lauten "Tuk Tuk" gibt der soeben mit Benzin geflutete 0,17 Liter große und acht PS starke Motor ein erstes Lebenszeichen von sich.

11,5 Newtonmeter greifen an der Hinterachse

Jetzt noch 15 Sekunden warten, einen Gang einlegen und langsam mit der rechten Hand Gas geben. Der Motor ist wieder aus. Also von vorn. Beim vierten Mal ist es geschafft. Die 11,5 Newtonmeter greifen schonungslos an der Hinterachse an und bringen die acht Zoll kleinen Räder in Bewegung. Der Fahrtwind sorgt angesichts der Außentemperaturen von 35 Grad für die gewünschte Abkühlung. Der Zeiger im leicht verstaubten Speedometer hat schon fast die weiße 20 auf grünem Grund überflogen, da wartet bereits die erste Kreuzung.

Schwierigkeiten beim Bremsen und Schalten

Ein beherzter Tritt auf die Bremse sorgt schnell, aber irgendwie auch zu schnell für Stillstand. "Normalerweise bremsen wir nicht. Wir gehen nur vom Gas", lachen die Besitzer des Tuk Tuk. Um nicht noch weiter in den schier undurchdringlichen Verkehr einzudringen muss der Rückwärtsgang herhalten. Doch schnell wird klar, das Anlassen war nicht das Schwierigste. Nass geschwitzt gelingt es beim gefühlt zehnten Mal, den korrekten der möglichen fünf Gänge inklusive des gewünschten Rückwärtsgangs einzulegen und langsam auf der Nebenstraße zurückzufahren.

Wie in einem Autoscooter

Nach einigen Manöverwiederholungen und vom Ehrgeiz getrieben wird eine kleine Runde um den Block angetreten. Dabei wird deutlich, dass es ohne weiteres möglich ist, das Dreirad auf den Kopf zu stellen. Ein zu starker Lenkeinschlag und es ist passiert. Das Gefühl in einem Autoscooter zu sitzen macht sich zudem schneller breit als gewünscht.

Dünnes Blech und fehlende Seitenwände

Lediglich das dünne Blech und die fehlenden Seitenwände holen einen schnell wieder in die Realität zurück und lassen die eigene Fahrt von jetzt auf gleich wie ein Himmelfahrtskommando erscheinen. Ein einsetzender starker Monsunregen in Verbindung mit den weiterhin viel zu schnell und zu dicht fahrenden Bussen und Lkw lässt nur das eine Fahrtziel zu: ab nach Hause, egal wie. Zur Not auch zu Fuß.

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