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Fiat Uno: Bestseller startete auf Raketenbahnhof

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Fiat Uno: Premiere am Raketen-Bahnhof

14.05.2013, 17:49 Uhr | Auto-Reporter.Net

Fiat Uno: Bestseller startete auf Raketenbahnhof. Fiat Uno: Er gehört zu den zehn meistverkauften Autos

Fiat Uno: 1983 war seine Premiere

Mit dem Fiat Uno wollte Fiat hoch hinaus, was auch schon der Premierenort verdeutlichte: Der Weltraumflughafen Cape Canaveral. Zugleich erinnerte der Namen des Uno an die Wurzeln von Fiat: Bereits der Tipo Uno von 1910 trug diesen Namen.

Der Fiat Uno wurde seinen ehrgeizigen Zielen im höchsten Maße gerecht: Fast neun Millionen Exemplare liefen von 1983 bis heute vom Band, womit der Fiat Uno zu den zehn meistgebauten Autos aller Zeiten gehört.

Fiat Uno-Design war sehr aerodynamisch

Das revolutionäre Design stammt von Giorgetto Giugiaro. Der Fiat Uno verzichtete auf die herkömmliche Regenrinne. Einarmscheibenwischer und versenkte Türöffner senkten den Luftwiderstandsbeiwert auf 0,33, ab 1989 betrug der cw-Wert mit geändertem Kühlergrill sogar nur noch 0,30. Die nachgiebigen Kunststoff-Stoßfänger überstanden Parkrempler mit Schrittgeschwindigkeit schadlos.

Fiat Uno: In Deutschland Importwagen Nr. 1

Der Fiat Uno schwang sich zum meistverkauften Fahrzeug seiner Klasse in Europa auf. In der Bundesrepublik wurde der Fiat Uno Importwagen Nummer 1, nicht zuletzt auch dank attraktiver Sondermodelle wie "Weiße Flotte" (1985) oder "Silberflotte (1986). Schon knapp zwei Jahre nach der Markteinführung lief das millionste Exemplar vom Band.

Zweite Fiat Uno-Generation stand 1989 auf der IAA

Auf der IAA 1989 in Frankfurt erlebte die zweite Generation des Fiat Uno mit geändertem Kühlergrill, schmaleren Scheinwerfern, geänderter Heckklappe und größeren Stoßfängern ihre Premiere. Überarbeitet wurde auch der Innenraum. Zur Wahl standen bekannte Triebwerke: der 1,0-Liter-FIRE-Motor mit Single-Point-Benzineinspritzung, der 1,5-Liter-Benziner und der 100 PS starke Turbo. Neu war der Fiat Uno 70 i.e. (ab 1991 Fiat Uno 1.4 i.e.) mit einem 1,4-Liter-Benziner (70 PS), der serienmäßig über ein Fünfgang-Getriebe verfügte. Im Herbst 1989 kam ein neuer Saugdiesel mit 1,7 Liter Hubraum und 60 PS Leistung hinzu.

Probleme mit der Zuverlässigkeit

Auch die zweite Uno-Generation war auf dem Markt erfolgreich - trotz großer Probleme mit der Zuverlässigkeit. Der ADAC registrierte überdurchschnittlich viele Pannen. In den Jahren 1989 bis 1991 belegte der Uno sogar drei Mal hintereinander den unrühmlichen Spitzenplatz unter den Pannen-Riesen: Kein anderes Auto blieb laut ADAC so häufig liegen wie der italienische Kompaktwagen.

Fiat Punto als Uno-Nachfolger

Im September 1993 wurde der Fiat Punto als Nachfolger des Fiat Uno vorgestellt. Das völlig neu konstruierte Modell stellte den wirtschaftlichen Erfolg des Vorläufers sogar noch in den Schatten, avancierte ebenfalls zeitweise zum meistverkauften Auto Europas und behauptet sich auch im Jahr 2013 in der Spitze des Segmentes.

Fiat Uno als Innocenti

Nach der Präsentation des Fiat Punto wurde die Produktion des Fiat Uno in den italienischen Werken zunächst auf drei Modelle reduziert, 1995 nach knapp über sechs Millionen Exemplaren endgültig eingestellt. Doch damit war der Lebenszyklus der Baureihe noch lange nicht beendet. So diente der Fiat Uno als Starthilfe für die Wiedergeburt der Marke Innocenti - er wurde in Polen technisch modernisiert (z. B. mit Airbags) noch bis 2002 als Innocenti Mille gefertigt.

Fiat Uno außerhalb von Europa

Auch außerhalb Europas setzte der Fiat Uno seine Karriere weiter fort. In Südafrika wurde er ab 1990 zunächst in Lizenz gebaut, ab 1998 war Fiat selbst für die Produktion zuständig. In Marokko (bis 2003) und in Pakistan (bis 2004) wurde der Fiat Uno im so genannten CKD-Verfahren (Import sämtlicher Einzelteile) montiert.

Fiat Uno: Im Ausland gebaut und nach Italien exportiert

Südamerika war schon lange ein wichtiger Markt für den Fiat Uno. Werke in Brasilien und Argentinien (bis 2000) stellten das Modell für den heimischen Markt her. Zeitweise wurden aber auch die in Brasilien gebauten, einfach ausgestatteten Varianten Fiat Uno Trend und Fiat Uno CS nach Italien exportiert. 2004 erschien in Brasilien eine überarbeitete Version mit der Bezeichnung Fiat Mille.

Fiat Uno ist noch nicht am Ende

Zahlreiche Besonderheiten zeugten von der Anpassung an den südamerikanischen Markt. So wurde der Fiat Mille Way mit verstärktem Fahrwerk speziell für unbefestigte Straßen gebaut. Seit 2010 wird im Werk Betim außerdem zusätzlich der völlig neue Fiat Novo Uno gebaut, der technisch allerdings stark mit dem Fiat Panda verwandt ist. Doch wie dem auch sei - der Uno lebt weiter.

 

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