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Oldtimer: So funktioniert die Kindersicherung

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So sichern Sie ihr Kind in einem Oldtimer

18.06.2013, 09:48 Uhr | dpa

Oldtimer: So funktioniert die Kindersicherung. Kindersicherung in Autoklassikern (Quelle: dpa)

Kindersicherung in Autoklassikern (Quelle: dpa)

Oldtimer können mit den Sicherheitsstandards moderner Fahrzeuge natürlich nicht mithalten. Airbags und ABS fehlen, Gurte sind oft nicht vorhanden. Doch wenn Kinder an Bord sind, kann eine Tour schnell gefährlich oder sogar verboten sein. Doch mit ein paar praktischen Lösungen lässt sich der Nachwuchs sicher von A nach B bringen.

Oldtimer: Kindersicherheit in Klassikern

"Auch wenn Oldtimer-Piloten defensiv und nur selten fahren, so ist dies noch keine Garantie für deren Sicherheit", sagt Oldtimer-Experte Johann König vom ADAC in München. Falls es doch einmal zu einer Gefahrensituation oder einem Unfall kommen sollte, brauchen insbesondere Kinder einen speziellen Schutz.

Anschnallpflicht erst ab 1974

Viele Oldtimer haben aber keine Sicherheitsgurte. Diese wurden für Fahrer und Beifahrer erst 1974 Pflicht. Die Hersteller mussten nur Autos nachrüsten, die nach dem 1. April 1970 zugelassen worden waren. Ab 1979 galt die Gurtpflicht auch für die Rücksitze. Volvo war der erste Hersteller, der schon ab 1959 serienmäßig Dreipunktgurte in den PV544 und kurz darauf in den Amazon einbaute.

Kinder unter drei Jahren dürfen ohne Sicherheitsgurte nicht mitfahren

"In Oldtimern, die nicht mit Sicherheitsgurten ausgerüstet sind, dürfen Kinder unter drei Jahren nicht mitfahren", erläutert König. Und wer zwischen vier und zwölf Jahre alt und kleiner als 1,50 Meter ist, muss laut Paragraf 21 der Straßenverkehrsordnung auf dem Rücksitz fahren. Sollen die ganz Kleinen mitfahren, ist also eine vorschriftsmäßige Haltevorrichtung ein Muss.

TÜV erkennt Umbauten an

"In vielen Fällen lassen sich Gurte im Fond auch dann nachträglich einbauen, wenn es der Hersteller nicht vorgesehen hat", sagt Matthias Gerst vom TÜV Süd. Oft müssen dafür aber Umbauten an der Karosserie vorgenommen, Löcher gebohrt oder Platten zur Verstärkung eingeschweißt werden. Der TÜV erkenne solche Einbauten an, ohne den Originalzustand des Fahrzeugs infrage zu stellen, erläutert der Oldtimer-Fachmann. Voraussetzung: Die Veränderungen wurden fachgerecht erledigt.

Nachrüsten von Gurten ist eine einfache Lösung

Das Nachrüsten von Gurten sei eine einfache, aber effektive Lösung, um den Nachwuchs sicher im Oldtimer transportieren zu können, urteilt Andreas Scheuer, Parlamentarischer Staatsekretär der CSU und Initiator des Parlamentskreises Automobiles Kulturgut. Er hat in seinen Triumph TR 4 (Baujahr 1965) Gurte einbauen lassen.

Kindersitze mit Dreipunktgurt

Sind die Gurte montiert und vom TÜV abgenommen, fehlt noch der passende Kindersitz. "Die handelsüblichen Kindersitze können mit einem Dreipunktgurt befestigt werden wie in zeitgenössischen Fahrzeugen auch", erklärt Henry Görlitz von der Stiftung Warentest, die regelmäßig Kindersitze prüft. Der Kindersitz muss außerdem der ECE-Norm R44 03 oder 04 entsprechen. Die Preise liegen zwischen 50 und 300 Euro.

Einbau von Gurten ist keine teure Angelegenheit

Eine große finanzielle Hürde ist der Einbau von Gurten jedenfalls nicht. In der Regel ist die Nachrüstung für eine niedrige dreistellige Summe zu haben. Nur der passende Bezug des Kindersitzes im historischen Look könnte noch etwas darüber liegen.

Vorkriegsfahrzeuge werden anders behandelt

Etwas ausgenommen sind extrem alte, möglichst originalgetreue Oldtimer, bei denen der restaurierungsethische Aspekt eine wichtige Rolle spielt - etwa Vorkriegsfahrzeuge. Da sehe die Sache anders aus, sagt Scheuer. "Das ist aber nicht die Masse der Oldtimer, und sie legen auch keine hohen Kilometerleistungen zurück." Für den Transport von Kindern kommen diese Fahrzeuge aber ohnehin kaum in Frage.

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