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Schauen, staunen, träumen: Der Concorso d'Eleganza

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Schauen, staunen, träumen: der Concorso d'Eleganza

29.05.2012, 14:42 Uhr | Marcel Sommer, Press-Inform, driver.de

Schauen, staunen, träumen: Der Concorso d'Eleganza. Ein Ferrari 250 GTO beim Concorso d'Eleganza Villa d´Este. (Quelle: Michael Sommer)

Ein Ferrari 250 GTO beim Concorso d'Eleganza Villa d´Este. (Quelle: Michael Sommer)

Der Concorso d'Eleganza Villa d'Este ist ein Paradies für Liebhaber der seltensten und teuersten Autos der Welt. Das Motto des alljährlichen Schaulaufens im herrlichen Ambiente am Ufer des Comer Sees kann mit drei Begriffen relativ gut zusammengefasst werden: schauen, staunen und träumen.

Charles Nearburg ist Amerikaner. Genauer gesagt ein echter Amerikaner, der auf einer Veranstaltung, bei der sich nahezu alle anderen im feinsten Zwirn präsentieren, mit Jeans, Polohemd und einer blauen Baseballmütze herumläuft. Nicht um zu provozieren, sondern weil er Jeans eben lieber trägt als einen Anzug, bei gefühlten 30 Grad am Lago di Como. Dass er ein geladener Gast auf dem diesjährigen Concorso d'Eleganza Villa d'Este ist, würde niemand, der nicht der Oldtimerfamilie angehört, auf Anhieb erraten. Dass er das teuerste Auto des gesamten Concorso besitzt noch viel weniger.

Dabei sein ist alles

Sein Ferrari 250 GTO aus dem Jahr 1962 mit der großen Startnummer sechs auf den Türen wird inoffiziell auf rund 30 Millionen Euro geschätzt. Auf die Frage, wie man sich denn dabei fühlt, das wertvollste Fahrzeug bei einer solch hochkarätigen Veranstaltung zu besitzen, antwortet er: "Ganz ehrlich, ich denke da gar nicht drüber nach. Es macht mich allerdings sehr stolz, dass ich das wohl am besten zu fahrende Auto hier habe".  

Charles Nearburg ist jedoch kein Einzelfall. Hinter jedem der 52 auserwählten Fahrzeuge verbirgt sich mindestens eine spannende Geschichte. Dabei ist es für jeden Besitzer eine große Ehre, dass er zu diesem auserwählten Kreise gehören darf. Denn allein mit Geld und guten Worten hat es noch niemand dorthin geschafft. "Es bedarf viel Engagements und natürlich eines tollen Autos", sagt der in Düsseldorf lebende Engländer Dean Kronsbein. "Aus diesem Grund haben wir uns mit unserem Bentley R Type aus dem Jahr 1953 beworben. Hätten wir uns mit einem unserer anderen Fahrzeuge angemeldet, wären wir wahrscheinlich heute nicht hier", fügt seine Frau Sabine hinzu.

Auf Hochglanz poliert

Solche Sätze hört der staunende Besucher des Öfteren bei dieser Veranstaltung. Viele der geladenen Oldtimerbesitzer beantworten die Frage nach dem "Warum", dass alles irgendwann einmal mit dem Traum, ein eigenes Auto zu besitzen, angefangen hat, und sie sich jede kleine Schraube und Stoßstange hart erarbeiten mussten. Dieses "einmal klein angefangen“ ist es, was den Concorso im Norden Italiens trotz aller Exklusivität so herzlich macht. Hier gibt es niemanden, der sich mal eben ein Auto kauft, weil er das Geld von Papa zugesteckt bekommt. 

Die hier stehenden Rolls-Royce Phantom I, Delahaye 145, Tara87, BMW 507 und zwölf Ferraris haben zudem eines gemeinsam: Sie werden vor und nach der Show von ihren teilweise milliardenschweren Besitzern wie Sir Anthony Bamford per Hand auf Hochglanz gebracht. "Eifersüchtig? Auf die Autos meines Mannes? Nein. Da weiß ich wenigstens, wo er ist. Und Zeit für eine heimliche Geliebte bleibt da dann zum Glück auch nicht mehr“, verrät Frau Peier, Ehefrau von Caesar Peier, dem Besitzer des Rolls-Royce Silver Ghost mit der exklusiven Startnummer 02.

Prominente Schaulustige

Promis lassen sich an diesem Wochenende kaum ausmachen, läuft doch der Formel-1-GP von Monte Carlo zum selben Zeitpunkt. Neben dem Jurymitglied Nick Mason, seines Zeichens Gründungsmitglied und Drummer der Band Pink Floyd, hat es sich aber ein ganz Großer des deutschen Fernsehens nicht nehmen lassen, einen Abstecher zur schönen Villa d'Este zu wagen. Thomas Gottschalk, selbst Besitzer eines alten Aston Martins, hat einen äußerst einleuchtenden Grund, warum er sich zwischen die am Samstag ausschließlich geladenen knapp 2000 Gäste mischt: "Nachdem junge Frauen für mich nicht mehr in Frage kommen, versuche ich es halt mit alten Autos. Vielleicht wird der nächste ja ein BMW. Ich muss hier noch ein wenig dran feilen…" witzelt er und lässt beim nächsten BMW-Besitzer seinen Moderatoren-Charme spielen. 

Der Concorso d'Eleganza an der grandios gelegenen Villa d'Este existiert seit 1929 und lockt jedes Jahr rund 10.000 Besucher an. Die höchste Startnummer, die Nummer 104, trägt in diesem Jahr der Porsche 917/K aus dem Jahr 1969. 104 bei 52 Teilnehmern? Aus Aberglauben werden nur gerade Startnummern vergeben. Neben den in neun Kategorien gegeneinander antretenden Oldtimern gibt es noch neun Konzeptfahrzeuge aus den vergangenen Jahren zu sehen. Sie sind es wert.

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