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Die besten Automuseen in Deutschland

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Automuseen  

Das sind die besten Automuseen in Deutschland

15.10.2012, 08:38 Uhr | dpa

Die besten Automuseen in Deutschland. Das Forschungsfahrzeug "See-Golf" von 1983 (Quelle: Hersteller)

Das Forschungsfahrzeug "See-Golf" von 1983 (Quelle: Hersteller)

Wer braucht bei einem entspannten Museumsbesuch noch Autos? Anscheinend sehr viele. Denn allein in Deutschland gibt es bis zu 200 Museen, die Fahrzeuge jeglicher Art zur Schau stellen. Es gibt Sammlungen, die sich einer Marke widmen oder den historischen Rundumschlag versuchen. Einige Museen haben außergewöhnliche Prototypen im Bestand. Wir zeigen Ihnen die besten Automuseen.

Museum Prototyp in Hamburg

Autofans sehen in den Ehrenhallen für Fahrzeuge neben Design-Ikonen auch Technikvorreiter, Einzelstücke und Prototypen oder Boliden, die Rennsportgeschichte schrieben. Es sind "die kleinen Episoden einer großen Geschichte als Teil einer Alltags- und Industriekultur, die erzählt werden müssen", sagt der Automobilhistoriker Simon Braker. Braker arbeitet als Kurator beim 2008 eröffneten Museum Prototyp in der Hamburger Hafencity. Das Haus gehört mit rund 50 gezeigten Fahrzeugen nicht zu den größten der Republik, doch sein Ansatz ist besonders: die Beziehung von Mensch und Maschine. "Wir erzählen Geschichten von Autos, Fahrern und Konstrukteuren".

Auto & Technik Museum Sinsheim

Mit rund 1000 ausgestellten Fahrzeugen, darunter Nutz-, Landwirtschafts- und Militärfahrzeuge sowie Motorräder, ist das Auto & Technik Museum in Sinsheim hierzulande eines der großen Häuser. Wenige Autominuten vom Hockenheimring entfernt, fühlen sich die Betreiber auch dem Motorsport verpflichtet. Sie werben mit der "größten permanenten Formel-1-Ausstellung Europas". Besonders stolz sind sie allerdings auf ein Flugzeug im Bestand: eine begehbare Concorde.

EFA-Museum im Chiemgau

Eine größere Sammlung hält mit rund 220 Automobilen das EFA-Museum in Amerang im Chiemgau bereit. Weil man sich in diesem Haus ausschließlich mit deutschen Automodellen befasst, gibt es dort besonders viele Exponate inzwischen verschwundener Marken wie Adler, Elite, Brennabor, Wanderer, Borgward oder Hansa zu sehen.

Werksmuseen von VW und BMW

Einige Museen widmen sich ausschließlich einer Marke. Dazu gehören natürlich die Werksmuseen der Hersteller. Das Volkswagen Automuseum in Wolfsburg erzählt anhand von 140 Modellen die Geschichte von VW, und zeigt auch außergewöhnliche Wagen wie den "See-Golf". Er basiert auf dem Golf 1 Cabrio und hat seitlich zwei hydraulisch ausfahrbare Schwimmpontons. Die Forschungsabteilung entwickelte den Wagen anlässlich des GTI-Treffens am Wörthersee 1983. Die BMW-Welt in München zeigt neben BMWs auch Modelle der Konzernmarken Mini und Rolls-Royce.

Mercedes-Benz- und Porsche-Museum

Im Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart läuft noch bis zum 6. Januar die Sonderschau "Mille Miglia - Leidenschaft und Rivalität". Zu bewundern gibt es historische Teilnehmerautos von Mercedes, Ferrari, Lancia, Maserati und Alfa Romeo. Das Porsche-Museum in Zuffenhausen präsentiert auf strahlend weißen Podesten 80 wechselnde Modelle, darunter Ikonen wie die Typen 356, 550, 911 und 917. Auch das Wirken von Ferdinand Porsche als junger Ingenieur im frühen 20. Jahrhundert ist aufbereitet.

Museum Autovision in Altlußheim

Neben dem Hamburger Museum Prototyp buhlen weitere privat geführte Automuseen mit Spezialisierung und Sonderschauen um Besucher. So hat das Museum Autovision in Altlußheim nach eigenen Angaben die weltweit erste ständige Ausstellung zu Wankel-Motoren und eine der größten NSU-Sammlungen aufgebaut. Merks Motor-Museum, ein Familienbetrieb in Nürnberg, versteht sich mit seinen 84 Automobilen und 30 Motorrädern auch als Event-Location für Firmen- und Familienfeiern.

Automobilhistorie im AMF-Museum in Fichtelberg

Einen Überblick über die Automobilhistorie ab 1896 will das AMF-Museum in Fichtelberg geben. Unter den mehr als 200 Exponaten befindet sich ein Trabant P 601 F Cabriolet im Stil eines Buggys aus der Produktion des VEB Sachsenring. Die gesamte Geschichte der Marke Trabant wird im Zwickauer August Horch Museum nachgezeichnet - vom ersten Prototypen P50 von 1954 bis zum Trabant 1.1 von 1990/91 mit Viertaktmotor. Der Bestand von 80 Autos an der jahrelangen Wirkungsstätte des Ingenieurs erzählt außerdem die Geschichten der Unternehmen Horch und Audi, die August Horch einst gründete.

Kompetenzzentrum für Oldtimer in Berlin und Düsseldorf

Nicht als Museum, sondern als Kompetenzzentrum für Oldtimer versteht sich die Classic Remise mit Standorten in Berlin und Düsseldorf. Die Betreiber versammeln vor Ort je rund 300 Fahrzeuge und 30 Firmen, die ihre Dienstleistungen rund ums klassische Mobil anbieten, Dauerhaft stünden rund 200 fahrbereite Klassiker zum Verkauf.

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