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Auto-Ratgeber: Wann Sie die Scheibenwischer wechseln sollten

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Scheibenwischer werden oft zu spät getauscht

16.08.2010, 14:08 Uhr | ampnet

Auto-Ratgeber: Wann Sie die Scheibenwischer wechseln sollten. Auch Scheibenwischer wollen von Zeit zu Zeit gereinigt werden (Foto: ampnet)

Auch Scheibenwischer wollen von Zeit zu Zeit gereinigt werden (Foto: ampnet)

Scheibenwischer gehören zu den Teilen am Auto, die eher stiefmütterlich behandelt werden. Sie werden oft zu spät ausgetauscht. Viele Autofahrer denken erst dann an einen Ersatz, wenn sie bei Regen kaum mehr etwas sehen oder die rubbelnden und quietschenden Gummis nerven. Bei einer Hauptuntersuchung müssen – sofern vorhanden – auch der Heck- und die Scheinwerferwischer einwandfrei funktionieren.

Wie viel Wasserstreifen darf sein?

Experten empfehlen, mindestens zwei Mal im Jahr aus Sicherheitsgründen eine Prüfung der Wischblätter, denn neben der mechanischen Beanspruchung sind sie beispielsweise auch der UV-Strahlung und Insektenrückständen ausgesetzt, die zu Verhärtungen und Beschädigungen führen können. Beim Check sind bis zu drei kurze, schmale Wasserstreifen außerhalb des zentralen Sichtfelds noch akzeptabel – die Wischblätter sind in Ordnung.

Vorsicht vor Rattermarken und Schleiern

Zeigen sich mehr Streifen und liegen diese im direkten Sichtfeld des Fahrers, sollte man neue Wischblätter montieren. Erforderlich ist dies aber auf jeden Fall, wenn nach dem Wischen Wasserflächen oder Rattermarken zurückbleiben oder sich ein Schleier bildet.

Auch Scheibenwischer wollen gepflegt werden

Die Lebensdauer seiner Wischer kann der Autofahrer verlängern, indem er einige Regeln beachtet. Wer die Windschutzscheibe häufiger von Insektenresten und anderem hartnäckigem Schmutz befreit, schont er die Blätter. Vom Gebrauch der Scheibenwischer als "Eiskratzer" ist grundsätzlich abzuraten.

Auch mal hinten nachschauen

Gerne vernachlässigt wird vor allem der Heckscheibenwischer, den der Fahrer nicht stets vor Augen hat. Bei einem altersschwachen Wischblatt kann auch schon ein Mal die Gummilippe abreißen. Am Heck wird so etwas nicht gleich bemerkt. Im besten Fall ist die Sicht beim nächsten Regen nicht mehr gewährleistet, doch die Metallteile des Wischblatts können auch die Scheibe zerkratzen, warnt der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK).

Austausch hinten nicht ganz einfach

Der Austausch eines Wischers hinten ist in vielen Fällen deutlich aufwendiger als an der Frontscheibe. Der Grund: In den vergangenen Jahren haben viele Autohersteller Design-Akzente beim Heckscheibenwischer gesetzt. Dies führte zu ganz speziellen Wischblättern, die nur bei einem oder ganz wenigen Modellen passen. Im Zubehörhandel sind sie oft nicht zu bekommen, und universelle Lösungen sind in der Regel unzureichend.

Stellung der Wischerarme beachten

Heckwischer sind zudem oftmals anders mit dem Wischarm verbunden, als man es von der Wischanlage der Frontscheibe her kennt. Der ZDK rät daher zum Austausch im Meisterbetrieb. Doch auch die vorderen Wischer lassen sich heutzutage nicht immer mehr ganz so einfach selbst auswechseln. Der Austausch ist bei vielen Fahrzeugmodellen nur bei geöffneter Haube und in einer bestimmten Stellung der Wischerarme möglich.

Nervige Reflexe in der Scheibe

Wer noch ein älteres Auto mit kleinen Scheibenwischern für die Scheinwerfer hat, wird vergeblich nach einer anderen Bezugsquelle für Ersatzwischer suchen. Diese Teile gibt es in der Regel nur noch als Originalersatzteil in der Fachwerkstatt. Zwar müssen die Wischer vor den Scheinwerfern nicht unbedingt schlierenfrei reinigen, doch abgenutzte oder fehlende Gummis reinigen nicht mehr ausreichend und können ebenfalls Kratzer und damit unerwünschte Reflexe beim Scheinwerferlicht verursachen.

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