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Der Bowdenzug

02.06.2010, 12:17 Uhr | rhi

Das Prinzip des Bowdenzuges ist von der Fahrradbremse oder der Gangschaltung her bekannt. Es ist so einfach wie genial. Durch einen flexiblen Draht oder ein Drahtseil, auch Bowdenzugseele genannt, wird eine Kraft übertragen.

Bowdenzug und die Funktionsweise

Damit dies auch über Krümmungen funktioniert ist das Drahtseil in eine flexible Hülle gepackt, die druckfest ist und am vorderen und hinteren Ende fixiert. Die Fixierung der Hülle nimmt die Gegenkräfte auf, so dass die am vorderen Ende eingesetzte Kraft am hinteren Ende auf ein bewegliches Teil übertragen werden kann. Wird also die Handbremse am Fahrrad betätigt, bleibt die Hülle des Bowdenzugs an Ort und Stelle, der Draht im inneren aber bewegt sich und überträgt die Kraft vom Handhebel zu den Bremsbacken.

Der Bowdenzug – technische Einzelheiten

Die Hülle eines Bowdenzugs ist meist eine dicht gewickelte Stahlspirale, die druckfest sein muss und keine Längenveränderung zulässt. Oft sind die Hüllen zusätzlich mit einer Kunststoffummantelung versehen, um den Bowdenzug vor Feuchtigkeit und Schmutz zu schützen. Für längere gerade Strecken kann die Umhüllung des Bowdenzuges auch weggelassen werden, wie beim Fahrrad, wenn der Bremszug am Rahmen entlang nach hinten geführt wird und erst wieder in einer erneut fixierten Umhüllung verschwindet, wenn er nach unten zur Bremse umgeleitet wird. Dieser Trick vermindert die Reibungskräfte zwischen Hülle und Zugseil und macht den Bowdenzug leichter gängig. Die Kraftübertragung am Ende der Bowdenzugseele wird über gelötete, geschweißte oder verpresste Nippel hergestellt, die in dazu passende Ösen eingehängt werden.

Bowdenzug hat verschiedene Anwendungsbereiche

In Kraftfahrzeugen werden Bowdenzüge zum Beispiel für die Handbremse oder auch Gas- und Bremspedale eingesetzt. Auch bei Motorrädern werden Gas und Kupplung meist über einen Bowdenzug betätigt. In der Fliegerei ist er als sichere Kraftübertragung etwa zu Höhen- oder Seitensteuer bei kleineren Flugzeugen nach wie vor im Einsatz, ebenso gibt es vielerlei Anwendungen im Maschinenbau für diese einfache und sichere, mechanische Kraftübertragung.

Weitere Begriffe rund um das Auto finden Sie im Auto-Lexikon

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