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Der Tesla Roadster Sport 2.5 - Ein sportlicher Elektroflitzer

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Tesla Roadster Sport 2.5 – Elektrospass reloaded

19.12.2011, 16:13 Uhr | Christian Sauer, wanted.de

Der Tesla Roadster Sport 2.5 - Ein sportlicher Elektroflitzer. Elektroflitzer - Tesla Roadster Sport 2.5 (Quelle: Hersteller)

Elektroflitzer - Tesla Roadster Sport 2.5 (Quelle: Hersteller)

Wer Tesla letztes Jahr auf der IAA in Frankfurt suchte, suchte vergebens. wanted.de fuhr trotzdem mit dem Roadster Sport 2.5 die neueste Evolutionsstufe des offenen Elektrosportwagens. Er ist ein Geschoss aus Karbon und beschleunigt auf Tempo 100 in 3,7 Sekunden. Sehen Sie den Elektroflitzer in unserer Foto-Show.

Für das Cabrio-Feeling als erstes per Hand das Verdeck öffnen: Schnellspanner gelöst, Verstrebungen entnommen und die Stoffplane zusammengerollt – das war es schon und dauert mit etwas Übung nicht länger als eine Minute. Verstaut wird das Set im rund 110 Liter großen Gepäckabteil im Heck, wo die Lithium-Ionen-Akkus und der Elektromotor den meisten Platz beanspruchen.

"Oben ohne"-Feeling

"Oben ohne" steigt man mit dem rechten Fuß am besten zuerst über den breiten Seitenschweller ein, um dann – hoffentlich gelenkig genug – hinter das kleine Lenkrad und in die schmal geschnittenen Schalensitze gleiten zu können. Diese lassen sich zwar nur in der Länge verstellen, bieten dafür aber guten Seitenhalt. Einmal Platz genommen, fühlt man sich wie in einem fest geschnürten Turnschuh und dem Asphalt ebenso nah.

Nachdem wir per Zündschlüssel gestartet haben, blinken bunte Lämpchen auf, aber ansonsten bleibt Totenstille. Der Elektromotor läuft bereits, aber verharrt im Parkmodus. Es fehlt also nur noch ein Knopfdruck, um das stufenlose Getriebe in den Fahrmodus zu bewegen und los geht es!

Kein typisches "Frauenauto"

Völlig geräuschlos rollen wir an und schnell wird klar, dass dank der schwergängigen Lenkung das Fitnessstudio heute ausfallen kann. Das erinnert stark an die Zeiten, als Autos noch ohne Servolenkung auskamen und disqualifiziert den Tesla als typisches "Frauenauto". Die Federung steht in ihrer Härte der Lenkung kaum nach, gibt Straßenunebenheiten ungefiltert an Fahrer und Beifahrer weiter. Dass der Tesla Roadster zu Recht den Zusatz "Sport" im Namen trägt, beweist er beim Tritt auf das Gaspedal. Ansatzlos, ohne den Hauch einer Verzögerung fällt das mächtige Drehmoment von 400 Nm über die Hinterräder her.

Ohne die Traktionskontrolle würden sie sich in Rauch auflösen und selbst mit sensiblem Gasfuß ließen sich schwarze Spuren auf der Straße kaum vermeiden. Doch dank der Elektronik gibt es kein Halten mehr. Gerade auf den ersten Metern gibt es für den Tesla derzeit keine wirkliche Konkurrenz. Während die PS-Boliden mit Benzin im Tank erst Drehzahl aufbauen müssen, passiert der Stromer schneller, als man Luft holen kann, die innerstädtische Höchstgeschwindigkeit.

In unter 4 Sekunden auf 100 km/h

Wer jetzt nicht reaktionsschnell genug das Pedal lupft, ist einen Wimpernschlag später bereits bei Tempo 100 und seinen Führerschein los. Tesla gibt für den Sprint auf 60 Meilen (97 km/h) offiziell 3,7 Sekunden an, was die meisten konventionellen Sportwagen deklassiert. Fairerweise sei darauf hingewiesen, dass diese mit steigender Drehzahl wieder den Anschluss finden und auf freien Autobahnen deutlich schneller sind. Hier fühlt sich der Tesla mit der relativ bescheidenen Höchstgeschwindigkeit von knapp über 200 km/h auch nicht so wohl: Offen tobt dann im Cockpit ein Orkan und anders als bei Benzinern steigt der Verbrauch selbst bei gleichmäßiger Fahrt deutlich stärker als bei sportlicher Fahrweise auf der Landstraße an.

Kurvige Landstraßen sind sein Revier

Das ist auch eher das bevorzugte Terrain des Roadsters. Sobald die Sportbremsen einmal auf Temperatur gekommen sind, bringen sie den Wagen zusammen mit dem starken Bremseffekt des Elektromotors auf kürzestem Weg zum Stand. Die Lenkung, die in der Stadt eher negativ auffiel, ermöglicht in freier Natur ein nahezu perfektes Handling. Der knapp 1.250 Kilogramm leichte Sportler mit Aluminium-Monocoque und handgefertigter Karosserie aus Karbon liegt satt in der Kurve.  Ein Grund dafür ist die ausgewogene Gewichtsverteilung trotz des Mankos der rund 400 Kilogramm schweren Lithium-Ionen-Akkus. Diese sollen über 160.000 Kilometer halten und mit einem Stark-Strom-Anschluss in 3,5 Stunden wieder vollständig aufgeladen sein.

Bei gemächlicher Fahrweise reicht das dann für rund 350 Kilometer, wobei jeder Stromfresser an Bord und vor allem die Klimaanlage die Reichweite deutlich reduziert. Gleiches gilt für den Performance-Modus, in dem die theoretisch 288 Pferdestärken wie bei unserer Testfahrt richtig zeigen, was sie leisten können.

Elektrospaß für über 100.000 Euro

Die jeweilige Kraftausbeute zeigt zum einen der rechte Zeiger der Instrumente, der den Drehzahlmesser ersetzt. Zum anderen gibt ein Farbdisplay in der Mittelkonsole Auskunft über die G-Kräfte in Kurven, die eigene Fahrweise und die noch verbleibende Energie. Unser Test zeigte, dass man den genauen Anzeigen guten Gewissens glauben kann und noch genügend "Saft" für ein paar schnelle Runden in den Akkus war. Also noch ein paar Mal die beeindruckende Beschleunigung am eigenen Körper erfahren, denn bei einem Grundpreis von über 100.000 Euro bleibt der Tesla Roadster S oft ein unerfüllbarer Traum. Mit Vollausstattung wie bei unserem Testwagen sind sogar über 140.000 Euro fällig. Abgesehen von kleinen Details gibt der Tesla drei Jahre nach seiner Markteinführung in der neusten Version 2.5 wenig Grund zur Kritik. Er ist ausgereift, hat eine brauchbare Reichweite und verglichen mit anderen Sportwagen eine lobenswerte Ökobilanz. Und dabei macht der Tesla verdammt viel Spaß! Sehen Sie den Elektroflitzer in unserer Foto-Show.

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